Die Idee, eine Homesharing-Plattform für FKK-Fans zu gründen, kam Petri und Minna Karjalainenaus Finnland vor etwa einem Jahr. Seit Ende Februar ist „Naturist BnB“ jetzt online, sie bringt Gastgeber und Reisende zusammen, die gerne nackt sind. Bisher sind 75 Angebote aus fünf Kontinenten eingestellt – aus Deutschland ist bisher noch niemand dabei. „Aber es werden täglich mehr Nutzer“, sagt Petri. 

Die Nutzer sind Menschen wie er und Minna. Sie lieben Reisen. Und sie lieben FKK. Beides miteinander zu verbinden hätten sie aber immer als schwierig empfunden, nicht zuletzt wegen der Unterkunft.

„Es war immer eine kleine Herausforderung, einen Ort zu finden an dem wir nackt sein konnten. Meist endete die Suche an einem der Naturisten-Hotspots – an die auch alle anderen reisen“, erzählt Petri dem reisereporter. Individueller Urlaub sei für FKKler schwierig.

Petri und Minna Karjalainen aus Finnland haben „Naturist BnB“ gegründet. Die meiste Zeit sind sie am liebsten nackt.
Petri und Minna Karjalainen aus Finnland haben „Naturist BnB“ gegründet. Die meiste Zeit sind sie am liebsten nackt. Foto: privat

„Naturist BnB“ ist die Airbnb-Alternative für FKK-Fans

Vor einigen Jahren wurde das Ehepaar auf Airbnb aufmerksam und meldete sich als Gastgeber an – „wir haben tolle Erfahrungen gemacht und viele neue Menschen kennengelernt.“

Aber es blieb ein Problem: „Wir mussten bekleidet bleiben, während wir Gäste in unserem Haus haben. Und das gefiel uns nicht. Wir haben daraufhin die Attribute ‚Kleidung optional’ und ‚Naturisten’ zu unserer Unterkunft hinzugefügt – und unsere Buchungen sind dramatisch gesunken. Anscheinend sind bekleidete Menschen nicht daran interessiert, bei einem FKK-Gastgeber zu buchen.“  

Das Prinzip der Unterkunftssuche bei „Naturist BnB“ ist wie das von Airbnb.
Das Prinzip der Unterkunftssuche bei „Naturist BnB“ ist wie das von Airbnb. Foto: Naturist BnB

Auf „Naturist BnB“ buchen Urlauber das FKK-Erlebnis hingegen direkt mit. So ist auf den Seiten der jeweiligen Unterkünfte zum Beispiel angegeben, in welchen Bereichen Kleidung getragen werden darf und in welchen die Gäste nackt sein müssen.

Und wie beim Vorbild Airbnb auch können Gastgeber entweder nur einzelne Bereiche vermieten oder gleich eine ganze Unterkunft. „Die Anmeldung ist kostenlos, dann berechnen wir eine Gebühr von 10 Prozent von den Gastgebern, um unsere Kosten zu decken“, so Petri.

Er hoffe, dass viele Leute ihr Zuhause als Unterkunft anbieten – „damit es mehr Orte gibt, an denen Menschen FKK praktizieren können, während sie zu neuen Orten reisen.“