Lufthansa lässt Hund am Flughafen sitzen

#BringJoeyBackHome: Lufthansa lässt Hund am Airport sitzen

Was für ein Schock: Als Familie MacEnulty nach gut elf Stunden aus dem Flugzeug steigt, ist ihr geliebter Hund Joey nicht da. Die Lufthansa hat das Familientier einfach vor dem Start aus der Maschine entfernt. 

Das Lufthansa-Flugzeug startete ohne Joey, während seine Familie bereits in der Luft war.
Das Lufthansa-Flugzeug startete ohne Joey, während seine Familie bereits in der Luft war.

Foto: imago/Sven Simon, twitter.com/J MacEnulty

Hund Joey hatte mit seiner Familie und Katze Molly ein Jahr lang in Deutschland gelebt, als die MacEnultys sich dazu entschieden, in die USA zurückzukehren. Grund war der Tod der Mutter von Familienpapa John.

Die Familie flog von Frankfurt aus mit United Airlines nach Chicago. Hund und Katze durften aufgrund von neuen Regelungen nicht mit. Der Australian Mixed Shepherd sollte aber eine halbe Stunde später gemeinsam mit Molly mit einem Flug der Partner-Airline Lufthansa landen.

Lufthansa-Flugzeug startet ohne Hund Joey

Die Maschine startete planmäßig – aber ohne Joey! Nur Katze Molly kam bei der Familie in Chicago an.

Der Hund sei von Bord geholt worden, weil er ängstlich gewesen sei und sich die Nase blutig gekratzt habe. Diese Nachricht hätten sie von der Lufthansa per SMS nach der Landung am 22. März erhalten, berichtet Mutter Dawn dem Sender „NBC Los Angeles“. 

Weder United noch die Lufthansa wollten die Verantwortung für das festsitzende Tier übernehmen. „Lufthansa weigert sich jetzt, für Joeys Flug zu bezahlen, wie sie es letzte Woche versprochen haben, und sie weigern sich auch, uns einen Flug zu bezahlen, um ihn wiederzubekommen“, schrieb die Familie am 28. März, sechs Tage nach ihrer Ankunft in den USA, auf der Crowdfunding-Seite „gofundme“.

Dort sammelte sie Spenden, um ihren Liebling auch ohne die Hilfe der Lufthansa aus Frankfurt abzuholen.

In der Zwischenzeit teilte eine Lufthansa-Sprecherin mit, dass sich Joey in einem privaten Tierhotel in der Nähe des Flughafens befinde, berichtete die „New York Post“.

John MacEnulty hingegen sagt, er habe widersprüchliche Informationen über den Aufenthaltsort seines Lieblings erhalten. Ohne zu wissen, wo genau Joey sich befindet und wie er ihn in die USA bringen soll, flog er am 28. März nach Frankfurt. „Ich werde Joey holen und dann… ich weiß nicht“, twitterte er. „Sobald ich ihn wiedersehe, poste ich Bilder.“ 

Heute dann die Erlösung für seine Familie in den USA: John postete ein Foto von sich und – in seinen Armen – Joey. 

Ob und wann Joey und John gemeinsam in die USA fliegen können, ist aber noch unklar. „Unsere erste Priorität ist die Gesundheit und Sicherheit unserer Pasagiere – und das gilt auch für Tiere“, teilte die Lufthansa-Sprecherin der „New York Post“ mit.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Zur
Startseite