Der Premierenflug von Niki Laudas Airline Laudamotion wird von einem schweren Krankheitsfall überschattet: Ein Passagier war zum Zeitpunkt des Fluges zwar noch nicht erkrankt, aber bereits ansteckend. „Die anderen Fluggäste erhielten, als der Fall bekannt wurde, eine E-Mail, in der sie aufgefordert wurden, sich umgehend mit ihrer lokal zuständigen Gesundheitsbehörde in Verbindung zu setzen“, sagt Dr. Irmgrad Lechner, Sanitätsdirektorin der niederösterreichischen Landesregierung, dem reisereporter.

Warnung nach Laudamotion-Flug: Masern sind hochansteckend

Mit an Bord der Maschine, die von Wien nach Düsseldorf und zurück flog, waren neben Niki Lauda selbst auch Journalisten, Mitarbeiter und weitere Passagiere. Die kritische Zeit, in der die Krankheit bei ihnen noch ausbrechen könnte, sei die kommende Woche bis zum 7. April, so die Sanitätsdirektorin.

Die Passagiere erhielten mit der E-Mail ein Informationsblatt und wurden gebeten, einen Arzt zunächst anzurufen, sollten sie krank werden, so Dr. Lechner. So könnte verhindert werden, dass andere Patienten der Arztpraxis sich ebenfalls anstecken.

Masern sind hochansteckend und können, nicht nur für Kinder, schwerwiegende Folgen wie zum Beispiel Lungen- und Gehirnentzündungen, Lähmungen und geistige Behinderungen haben. Sie werden durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen. Symptome sind Fieber, Husten, Schnupfen und gerötete Augen. Der bekannte Hautausschlag kommt erst später zum Vorschein.

Eine Impfung gegen Masern wird empfohlen.