Reiseapotheke: Was darf mit? | reisereporter.de

Reiseapotheke: Diese Medikamente dürfen mit

Andere Länder, andere Einfuhrbestimmungen – wer Medikamente im Koffer hat, bekommt im Ausland schnell hohe Geldstrafen aufgebrummt. Hier erfährst du, welche Mittel in deine Reiseapotheke dürfen.

Für viele Medikamente benötigst du Bescheinigungen deines Arztes, wenn du sie mit ins Ausland nehmen willst. (Symbolfoto)
Für viele Medikamente benötigst du Bescheinigungen deines Arztes, wenn du sie mit ins Ausland nehmen willst. (Symbolfoto)

Foto: imago/suedraumfoto

Medikamente, besonders Betäubungsmittel, ohne Erlaubnis in Reiseländer mitzunehmen kann böse enden. Erst im Dezember wurde eine Britin zu drei Jahren Haft verurteilt, weil sie bei ihrer Reise nach Ägypten 290 Tramadol-Pillen im Koffer hatte. Daher ganz wichtig: Vorher informieren!

Welche Medikamente du wie legal mitnehmen kannst, erfährst du hier. 

Nicht verschreibungspflichtige Medikamente im Reisegepäck

Ganz allgemein gilt: Jeder Reisende darf nicht verschreibungspflichtige Medikamente für maximal drei Monate mitnehmen. Wer flüssige Arzneimittel wie Hustensaft, Nasenspray, Augentropfen oder Wundsalben im Handgepäck mitnehmen will, muss natürlich die 100-Milliliter-Grenze einhalten, die für alle Flüssigkeiten im Handgepäck gilt.

Wie alle Flüssigkeiten musst du auch die Medikamente im Handgepäck in einem transparenten, maximal einen Liter fassenden Plastikbeutel verpacken, den du bei der Sicherheitskontrolle separat vorzeigen musst. Ganz wichtig: Du solltest immer die Originalverpackung und den Beipackzettel für alle Medikamente dabeihaben.

Verschreibungspflichtige Medikamente im Schengen-Raum

Innerhalb des Schengen-Raums darfst du auf einer Reise von bis zu 30 Tagen alle Medikamente mitnehmen, die dir dein Arzt verschrieben hat. Das gilt sogar für Betäubungsmittel wie zum Beispiel starke Schmerzmittel gegen Migräne.

Dein Arzt muss aber eine Bescheinigung auf Englisch mit Angaben zu den Wirkstoffen der Medikamente, ihrer Dosierung und deiner Reisedauer ausfüllen. Ein Muster für die Bescheinigung gibt es zum Beispiel beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medikamente (BfArM).

Verschreibungspflichtige Medikamente außerhalb des Schengen-Raums

Außerhalb des Schengen-Raumes ist die Lage leider unübersichtlich. Vor deiner Reise musst du dich über die Einfuhrbestimmungen deines Reiseziels informieren. „Besonders strenge Bestimmungen herrschen beispielsweise in Singapur, Saudi-Arabien, in den Vereinigten Arabischen Emiraten,den USA, China, Australien oder auf den Malediven.

„Im Zweifelsfall sollten Reisende direkt die jeweilige Einreisebehörde oder die diplomatische Vertretung des Ziellandes kontaktieren“, rät Birgit Dreyer, Reiseexpertin der Europäischen Reiseversicherung (ERV). Die Kontaktadressen gibt es beim Auswärtigen Amt.

Ist die Mitnahme der Medikamente verboten, hast du zwei Möglichkeiten, um deine Reise dennoch anzutreten: Kläre, ob du dir dein Medikament vor Ort von einem Arzt verschreiben lassen kannst. Ist das nicht möglich, kannst du noch versuchen, eine Ein- und Ausfuhrgenehmigung bei der Bundesopiumstelle zu beantragen. 

Betäubungsmittel außerhalb des Schengen-Raums

Auch falls die Mitnahme deines Medikamentes erlaubt ist, solltest du besonders bei Betäubungsmitteln immer vorsichtig sein. Lass dir auf jeden Fall eine mehrsprachige Bescheinigung deines Arztes ausstellen, auf der Einzel- und Tagesdosierungen, die Wirkstoffe des Medikamentes und die Dauer deiner Reise angegeben sind. 

Eine Vorlage gibt es ebenfalls bei der Bundesopiumstelle. Die Bescheinigung muss zudem von der Landesgesundheitsbehörde beglaubigt sein. Die Bundesopiumstelle kann dir auch eine zusätzliche Importgenehmigung ausstellen, falls dein Reiseland das verlangt.

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