Frau macht Foto auf Korallenriff – Naturschützer toben

Frau macht Foto auf Korallenriff – und Naturschützer toben

Professionelle Reisebloggerin sein wollen und dann keinen Respekt für die Natur zeigen – darüber regt sich zurzeit die Instagram-Community auf. Die Übeltäterin: Bloggerin Elisabetta, die auf den Malediven auf einem Korallenriff posiert.

Reisebloggerin „travelbetta“ posiert auf einem Korallenriff auf den Malediven.
Dieses Instagram-Foto von „travelbetta“ sorgt im Netz für Aufregung.

Foto: Instagram/@travelbetta (Screenshot)

Die junge Italienerin Elisabetta postet auf ihrem Instagram-Profil „travelbetta“ Urlaubsfotos. Zuletzt posierte die selbst ernannte Reisebloggerin auf den Malediven – und das unter anderem auf einem Korallenriff. Ob sie wusste, dass die Korallen gefährdet sind?

Zumindest dürfte es sie überrascht haben, welche Folgen ihre Selbstinszenierung in diesem Fall haben würde. Denn für das Foto gibt es zwar Hunderte Likes, aber auch viele kritische Stimmen. Mittlerweile hat die Bloggerin die Kommentarfunktion unter diesem Bild abgestellt. 

Instagram-Kommentare unter einem Foto der Reisebloggerin @travelbetta.
Die Instagram-User sind von Elisabettas Verhalten nicht gerade begeistert. Foto: Instragram/@travelbetta (Screenshot)

Unter einem anderen Foto mit dem Titel „A perfect place to chill“ (übersetzt: der perfekte Ort zum Entspannen) heißt es aber unter anderem „Der perfekte Ort zum Entspannen – und dabei das Ökosystem zu zerstören“ und „Du solltest deine Macht weise nutzen… Du zeigst den Leuten, wie man unser Ökosystem tötet“. 

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die junge Frau gegenüber der Unterwasserwelt respektlos verhält. Auf ihren Reisen nach Madagaskar, Mauritius und Mexiko postete sie Fotos mit Seesternen: 

Immerhin hat sie die Lebewesen (zumindest soweit man es auf den Fotos sehen kann) nicht aus dem Wasser geholt. Denn das wäre vermutlich das Todesurteil für die Seesterne gewesen. 

Doch auch das Betreten von Korallen kann bleibende Schäden hinterlassen und gehört zu der Sorte von Instagram-Posts, die die Natur ernsthaft gefährden.

Malediven: Bedrohte Korallenriffe

Die Korallenriffe vor den Stränden der Malediven gehören zu den Höhepunkten der Inselgruppe. Ihre Existenz sind aber mittlerweile so bedroht, dass ihrem Schutz Projekte wie Korallen-Rankgerüste gewidmet werden. Die Organisation Protect the Maldives will Urlauber mithilfe von Broschüren, in denen sie zehn Regeln zum achtsamen Umgang mit der Natur mitteilt, für das empfindliche Ökosystem sensibilisieren. 

Auf Facebook postet die Organisation das Foto der Bloggerin und kritisiert ihr Verhalten scharf. Es sei das eines „ignoranten Touristen“, und sie sei ein schlechtes Beispiel für ihre Follower.

Der abschätzige Kommentar stößt aber wiederum auf Kritik unter den Facebook-Nutzern: Sie beschuldigen die Organisation, Hass zu verbreiten und die Frau schlechtzumachen.

Viele finden, Elisabetta sollte nicht vorgeführt, sondern freundlicher über die Auswirkungen ihrer Tat unterrichtet werden.

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