Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Krakau ǀ reisereporter.de

Sehenswürdigkeiten in Krakau

Der Osten Europas hat großes Reisepotenzial – packe also deinen Reiseführer ein, informiere dich über Flüge sowie Hotels und begib dich auf eine spannende Erlebnisreise nach Polen! Denn auch für diejenigen, die dieses historisch interessante Land bereits bereist haben, bietet Krakau atemberaubend schöne Sehenswürdigkeiten, die Eindruck hinterlassen.

Krakau kann sich auch von oben sehen lassen – die Stadt steckt voller Geschichten.
Krakau kann sich auch von oben sehen lassen – die Stadt steckt voller Geschichten.

Foto: imago/imagebroker

Krakau ist eine Stadt mit bewegter Vergangenheit

Krakau liegt ganz im Süden von Polen, unweit von Kattowice und der serbischen Grenzen entfernt, an der oberen Weichsel, dem längsten Fluss des Landes. Bis ins Jahr 1569 war Krakau die Landeshauptstadt; heute ist sie mit 800.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Polens und ein wahres Kulturzentrum, das dir tiefe Einblicke in die Geschichte des Landes gewährt.

Da die Stadt vom Krieg größtenteils verschont wurde, kannst du vor Ort noch zahlreiche Bauwerke der Gotik, des Barocks sowie der Renaissance bewundern – so zum Beispiel die zweitälteste Universität Mitteleuropas. Und noch mehr Sehenswürdigkeiten warten hier auf dich, die du keinesfalls während deines Städtetrips verpassen solltest:

Der Marktplatz als Herz von Krakau

Der Hauptmarkt, auch Rynek Glowny genannt, bildet das Zentrum der Stadt. Auf dem Marktplatz, der als größter mittelalterlicher Platz in ganz Europa gilt, ließen polnische Herrscher einst zahlreiche Zeremonien, Krönungen und Hinrichtungen ausrichten.Hier ist der beste Ausgangspunkt, um deine Krakau-Besichtigung zu beginnen. Neben gemütlichen Cafés und Restaurants befinden sich außerdem viele wichtige Sehenswürdigkeiten in der Nähe.

Die Marienkirche

So zum Beispiel die zweitürmige Marienkirche, die dir bereits vom Marktplatz aus als gotisches Meisterwerk ins Auge stechen dürfte. Lausche hier dem stündlich ertönenden Trompetensignal – aber wundere dich nicht, wenn es abrupt abbricht: Dies dient als Erinnerung an den tapferen Trompeter, der die Krakauer Bürger vor einem Angriff der Tataren warnen wollte, jedoch währenddessen von einem Pfeil getroffen wurde und verstarb.

Die Krakauer Tuchhallen

Mittig am Platz findest du die Krakauer Tuchhallen, in denen im Mittelalter mit englischen und flämischen Tüchern, die zu der Zeit kostbarste Güter darstellten, gehandelt wurde. Heute kannst du hier zwar keine Tücher mehr erwerben, aber dafür echtes Kunsthandwerk sowie Souvenirs.

Aufgrund zahlreicher Umbauten, die im Laufe der Zeit vorgenommen wurden, kannst zudem sehr leicht architektonische Merkmale verschiedener Epochen am Gebäude wiederfinden: So zum Beispiel das Tonnengewölbe aus der Renaissance oder die neugotischen Arkaden. Im Obergeschoss befindet sich das Nationalmuseum, dem du ebenfalls einen Besuch abstatten solltest.

Das Florianstor

Nur fünf Gehminuten entfernt, einmal quer über die Shoppingmeile der Stadt und an zahlreichen Museen vorbei, liegt das Florianstor, das als einziger Bestandteil der einst imposanten und gewaltigen Stadtmauer des 14. Jahrhunderts übrig geblieben und heute noch zu besichtigen ist. Heute verkaufen an dieser Stelle Studenten der Akademie der schönen Künste ihre Werke in einer Art Freiluftgalerie – vielleicht findest ja auch du hier ein schönes Andenken.

Die Wawel Kathedrale und das Königsschloss

Schlendere nun zur Erholung durch den rund um die Altstadt angelegten Park – und dein Weg wird dich direkt zur imposanten Wawel Kathedrale führen. Erklimme hierfür den sagenumwobenen Wawelhügel, auf dem einst ein Drache gehaust haben soll. Hoch oben auf dem Berg thront die Wawel-Burg samt Kathedrale, von der aus du einen fantastischen Blick über Krakau und die umliegende Umgebung hast.

Der gotische Bau der Kathedrale diente in seiner tausendjährigen Geschichte lange Zeit als Zentrum geistlicher Macht. Im Inneren kannst du daher zahlreiche Gräber polnischer Königfamilien, Heiliger und anderer Berühmtheiten des Landes finden. Schau dir ebenfalls unbedingt den nachträglich angebauten Glockenturm des Barocks an: Nach einer Sage wurde die Glocke aus erbeuteten Kanonenkugeln gegossen.

Direkt neben der Kathedrale liegt das Krakauer Schloss, das ursprünglich als Sitz der königlichen Familie diente und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Im Gegensatz zur Kathedrale erbaute König Kasimir die Burg erst im 14. Jahrhundert – leider wurde vieles von ihr jedoch durch Brände, Invasionen und Kriege zerstört. Heutzutage befindet sich im Schloss ein Museum, in dem du die prächtige Gemächer der Königfamilien besichtigen und alte Waffen sowie Kunstgegenstände bestaunen kannst.

Stadtviertel Kazimierz

Östlich der Burg gelegen, aber immer noch auf derselben Weichselseite, findest du das Stadtviertel Kazimierz, das früher eine eigene Stadt war und heute ein alternatives und hippes Viertel Krakaus ist. Entdecke hier extravagante Kunstgalerien, kuschelige Cafés sowie faszinierende Straßenkunst – und erforsche an jeder Ecke ein Stück jüdischer Geschichte.

In diesem Teil der Stadt wohnten einst vor allem Menschen jüdischen Glaubens, weshalb du noch heute eine Vielzahl an Synagogen in diesem Viertel besuchen kannst. Bist du mit dem Auto vor Ort, bietet es sich in diesem Zusammenhang auch an, das Museum Auschwitz-Birkenau zu besichtigen.

In dem ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager starben etwa 1,2 Millionen Menschen – weshalb der Besuch überaus bewegend und die etwa einstündige Anreise mehr als lohnenswert ist. Kombiniere den Museumsbesuch doch einfach mit deiner An- bzw. Abreise oder schließe dich einer geführten Tour von Krakau aus an.

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