Ausnahmezustand auf den Malediven aufgehoben

Ausnahmezustand auf den Malediven wieder aufgehoben

Nach 45 Tagen hat der Präsident der Malediven den Ausnahmezustand in dem Inselparadies wieder aufgehoben. Reisende müssen trotzdem vorsichtig sein. 

Der Notstand gilt nicht mehr, trotzdem ist die Lage noch nicht entspannt.
Der Notstand gilt nicht mehr, trotzdem ist die Lage noch nicht entspannt. (Symbolfoto)

Foto: imago/Kyodo News

Der Ausnahmezustand wurde von Präsident Abdulla Yameen am 5. Februar aufgrund einer politischen Krise in dem Urlaubsziel zunächst für 15 Tage verhängt und dann um weitere 30 Tage verlängert.

Vorausgegangen war den Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten ein Streit zwischen dem Obersten Gerichtshof des Landes, das die Freilassung mehrerer Oppositionspolitiker forderte, und der Regierung von Präsident Yameen, der den Richtern einen Putschversuch unterstellte.

Der Ausnahmezustand befähigte die Sicherheitskräfte dazu, stärker einzugreifen. Es kam zu zahlreichen Verhaftungen, auch zwei Richter wurden festgenommen, wie der arabische Nachrichtensender Al Jazeera berichtete.

Rozaina Adam, ein Mitglied des maledivischen Parlaments, twitterte, dass der Ausnahmezustand nur formell aufgehoben, die Gerechtigkeit aber noch nicht wiederhergestellt sei.

Weiterhin Risiko für Touristen

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden, weiterhin „die Medienberichterstattung zu verfolgen, besonders vorsichtig zu sein und von nicht notwendigen Reisen nach Malé derzeit abzusehen“.

Von Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten sich Urlauber fernhalten und den Anweisungen der Zuständigen vor Ort Folge leisten.  

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