Thai Airways hat seine Flotte um zwei neue Boeing-Dreamliner erweitert. Übergewichtige Menschen mit einem Hüftumfang von mehr als 142 Zentimetern können allerdings nicht mitfliegen. Jedenfalls nicht in der Businessclass.

Denn die neuen Sicherheitsgurte mit eingebautem Airbag sind zu kurz. Übergewichtige Passagiere könnten sich deshalb nicht anschallen. Die Gurte seien aus Sicherheitsgründen eingeführt worden, sagte Thai-Airways-Sicherheitschef Pratthana Pattanasirim der Zeitung „Bangkok Post“. 

Zu kurze Gurte für Übergewichtige und Eltern mit Babys

Ebenfalls nicht anschnallen können sich Eltern mit Baby auf dem Schoß, auch dafür reiche die Gurtlänge nicht. Sowohl sie als auch Übergewichtige könnten jedoch in der Economyclass sitzen, teilt die Airline mit. Die neuen Richtlinien sorgten für Empörung: „Das ist diskriminierend“, sagte die thailändische Aktivistin Srisuwan Janya.

Schuld sind offenbar US-Normen, berichtet die „International Business Times“. Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) lässt die Gurte nur bis zu einem gewissen Umfang zu. Thai Airways ist nicht die einzige Airline, die Airbag-Sicherheitsgurte verwendet. Rund 30 Airlines verwenden sie inzwischen, darunter United Airlines, British Airways und Emirates.

Eine ähnlich kontrovers diskutierte Entschidungen hat die finnische Fluggesellschaft Finnair getroffen: Im November 2017 kündigte sie an, Passagiere vor dem Flug wiegen zu wollen. 2013 war Samoa Air (aktiv bis 2015) die erste Airline, die von übergewichtigen Passagieren eine Extragebühr verlangte.