Es ist unglaublich heiß, du bist so durstig, um dich herum nur die staubigen Felsen des Tal des Todes. Dann erklimmst du einen Berggipfel und siehst: Wasser! Ein Pool, umgeben von schattenspendenden Palmen – eine Oase inmitten der Wüste. Nein, das ist keine Fata Morgana, das ist The Oasis. 

Bereits seit 1927 gibt es mitten im Death-Valley-Nationalpark ein Gasthaus. Früher wurde es „Furnace Creek Resort“ genannt und war in den heißesten Sommermonaten geschlossen, aber seit der einige Millionen Dollar teuren Umgestaltung ist es jetzt das ganze Jahr über geöffnet.

Abkühlung bietet der Pool des Hotels, der von einer Quelle mit 30 Grad warmem Wasser gespeist wird. Ja, 30 Grad sind hier Abkühlung. Denn rund 190 Kilometer von Las Vegas entfernt werden im Death Valley in der Mojave-Wüste immer wieder Hitzerekorde gebrochen. Seit im Jahr 1913 Temperaturen von 56,7 Grad gemessen wurden, zählt die Region offiziell zu den heißesten Plätzen des Planeten.

Mitten im Death Valley liegt dieses Resort mit Pool und Palmen.
Mitten im Death Valley liegt dieses Resort mit Pool und Palmen. Foto: imago/ZUMA Press

Das Death Valley erkunden

Trotzdem solltest du nicht nur im Pool planschen, sondern das Death Valley erkunden. Auch in dieser unwirtlichen Gegend gibt es Leben: Einige einzigartige Tier- und Pflanzenarten und ein Indianerstamm haben hier ihr Zuhause. 

Zudem befindet sich innerhalb des Death-Valley-Nationalparks gleichzeitig der tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel und auch der Berg Telescope Peak mit einer Höhe von 3.368 Metern.

Außerdem gibt es rätselhafte Felsbrocken, die durch die Wüste wandern. Und das Death Valley ist aufgrund der sehr geringen Lichtverschmutzung ein Lichtschutzgebiet. Das heißt, du kannst die Milchstraße ganz deutlich erkennen.

Eine besondere Zeit ist der Frühling: Bei den seltenen Regengüssen blühen die Pflanzensamen auf, die die ganze Zeit im trockenen Boden ausharrten, und ein Blütenmeer breitet sich aus.

Lange Wanderungen solltest du im Death Valley nicht machen. An den Wegesrändern warnen Schilder vor der extremen Hitze.
Lange Wanderungen solltest du im Death Valley nicht machen. An den Wegesrändern warnen Schilder vor der extremen Hitze. Foto: pixabay.com/esudroff

Übrigens verdankt das Tal des Todes seinen Namen angeblich der Gruppe von Goldsuchern, die sich 1849 dorthin verirrte. Sie mussten einige ihrer Ochsen auf dem Holz ihrer Karren grillen, um nicht zu verhungern. Einen Monat lang saß die Gruppe fest, bis sie einen Ausweg fand. Beim letzten Blick zurück auf das Tal soll einer der Reisenden „Goodbye, Death Valley“ gesagt haben.