Am 6. März verhängte die Regierung den Ausnahmezustand, nachdem zwei Menschen bei Ausschreitungen zwischen Buddhisten und Muslimen ums Leben gekommen waren. Dabei wurden auch Autos in Brand gesetzt und 450 muslimische Geschäfte zerstört, berichtet die BBC. Besonders betroffen war die Urlaubsregion um die Stadt Kandy im Zentrum der Insel. 

Auch die Facebook-Sperre wurde wieder aufgehoben

Präsident Maithripala Sirsena teilte via Twitter mit, er habe sich nach „Beurteilung der Sicherheitslage“ dazu entschlossen, den bestehenden Ausnahmezustand zu beenden. Auch die Facebook-Sperre wurde wieder aufgehoben. Es habe keine weiteren Hinweise darauf gegeben, dass die Plattform für die Organisation der Proteste genutzt werde, so Sirsena.

Zum ersten Mal seit Ende des 25-jährigen Bürgerkrieges 2009 hatte die Regierung den Ausnahmezustand im Land erklärt. Auslöser für die Gewalt war der Tod eines buddhistischen Jugendlichen im Kandy-Distrikt. Seit 2012 kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den zwei Bevölkerungsgruppen. Buddhistische Extremisten verschärften mit ihren Parolen den Konflikt, berichtet die BBC.

In Sri Lanka sind die meisten Menschen Singhalesen, die auch zumeist buddhistischen Glaubens sind. Muslime machen nur etwa 10 Prozent der Bevölkerung aus. 

Auswärtiges Amt rät zur Vorsicht im Zentrum Sri Lankas

Das Auswärtige Amt rät Reisenden weiterhin, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden und Anordnungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.