Seit Buddhisten in der Region Kandy letzte Woche Brandanschläge auf muslimische Geschäfte und Privathäuser verübt haben, gilt auf Sri Lanka der landesweite Ausnahmezustand, auch eine Ausgangssperre war eine Zeit lang verhängt, der Zugang zu sozialen Netzen wie Facebook und Whatsapp wurde gesperrt. 

Auf Urlaubsreisen habe dies jedoch keine Auswirkung teilt der Pressesprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV) Torsten Schäfer auf reisereporter-Anfrage mit.

Ausnahmezustände gibt es in vielen Ländern

„Aufenthalte und Ausflüge von Touristen auf Sri Lanka sind ohne Einschränkungen möglich. Lediglich die Reiserouten auf Ausflügen oder der Transfer von Urlaubsgästen von und zum Flughafen wurden von Reiseveranstaltern teilweise leicht angepasst“, so Torsten Schäfer.

Die Ausgangssperre galt nur für die Provinz Kandy – Urlauber verbringen hingegen ihren Urlaub in der Regel an den Stränden im Süden und Südwesten der Insel. Und überhaupt: Ausnahmezustände gebe es auch in vielen anderen Ländern, etwa Frankreich.

Im Ausnahmezustand (oder Notstand) haben Sicherheitskräfte und Behörden erweiterte Befugnisse

Ein Ausnahmezustand bedeute lediglich, dass die Sicherheitskräfte und Behörden erweiterte Befugnisse hätten: So können beispielweise Ausgangssperren verhängt oder die Rechte der einheimischen Bevölkerung eingeschränkt werden.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden aktuell dazu, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden und Anordnungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.