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Schiefer Turm von Pisa: Das musst du wissen

Der Schiefe Turm von Pisa ist auf der ganzen Welt bekannt und zieht jährlich Touristenscharen in die Stadt an der Westküste Italiens. Bei deinem Pisa-Trip führt kein Weg an diesem Highlight Italiens vorbei.

Der schiefe Turm von Pisa sollte ursprünglich der freistehende Glockenturm des benachbarten Doms von Pisa werden.
Der schiefe Turm von Pisa sollte ursprünglich der freistehende Glockenturm des benachbarten Doms von Pisa werden.

Foto: imago/Moritz Wolf

Einst schlugen die Italiener ihren berühmten Turm sogar als eines der sieben Neuen Weltwunder vor. Zwar gehört der Schiefe Turm von Pisa heute nicht offiziell zu diesen, doch zumindest inoffiziell ist das Wahrzeichen Pisas ein Weltwunder der ganz besonderen Art. 

Also lasse dich vom Charme der italienischen Stadt verzaubern und gerate beim Anblick des Schiefen Turms ins Staunen.

Der Bau und die Struktur des berühmten Turms

Ursprünglich sollte das heutige Wahrzeichen ein freistehender Glockenturm für den Dom von Pisa werden. Am 9. August 1173 begannen italienische Arbeiter mit seinem Bau. Nach zwölf Jahren standen drei Etagen, als sich der Turm plötzlich langsam in Richtung Süden neigte. Als die Bauherren dies bemerkten, stoppen sie den Bau des Turms vorerst.

Ungefähr 100 Jahre lang ruhte der Bau daraufhin, ehe sich andere Baumeister daran wagten, den Bau trotz lockerer Bodenstruktur mit einer Menge Sand und Lehm fortzusetzen. Die zusätzlichen Etagen, die in den Folgejahren gebaut wurden, weisen jedoch einen geringeren Neigungswinkel als die unteren, zuerst gebauten Etagen, auf, um der vorliegenden Neigung von etwa vier Grad entgegenzuwirken.

Nach weiteren Unterbrechungen stellten die Italiener den Bau des Schiefen Turms im Jahre 1372 endlich fertig. Heute ist das Bauwerk ein wahrer Touristenmagnet sowie ein äußerst beliebtes Fotomotiv. Insgesamt ist der Schiefe Turm von Pisa, der aus Marmor gefertigt wurde und ursprünglich eine Höhe von 100 Metern messen sollte, 55 Meter hoch geworden und hat einen Durchmesser von 12 Metern.

Sieben Glocken, die lange Zeit aufgrund der drohenden Einsturzgefahr nicht geläutet werden durften, befinden sich im Inneren des Turms und können heutzutage durch innenliegende Schlaghämmer, die nur geringe Erschütterungen auslösen, gefahrlos zum Klingen gebracht werden.

Der Schiefe Turm von Pisa heute

Jahrelang gab der sandig-lehmige Boden unter dem Schiefen Turm von Pisa immer weiter nach. So kam es, dass sich die Schieflage des Turms beständig verschlimmerte. Im Jahr 1995 erreichte der Turm schließlich eine Neigung von 5,5 Grad – ein neuer Negativ-Rekord!

Kurz zuvor sperrten die Italiener das Wahrzeichen Pisas für Besucher, da das Einsturzrisiko nun deutlich zu groß erschien. Der Turm konnte fortan nur noch vom Boden aus bewundert werden. Durch umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsmaßnahmen, die in den Folgejahren stattfanden, konnte die Neigung jedoch wieder reduziert werden.

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Unter anderem entfernte man hierfür mittels Bohrungen einige Mengen des Bodenmaterials, das sich unter dem höheren Teil des Fundamentes befand. So konnte sich der weiche Sandboden besser unter dem gesamten Bauwerk verteilen und eine gleichmäßigere Standfläche gewährleistet werden.

Zudem beschwerten Statiker die höhere Seite des Turms mit über 900 Tonnen Blei, wodurch sich diese ein wenig absenkte und der Turm ein wenig an Schieflage verlor. Heute steht der Schiefe Turm von Pisa bereits seit 2001 wieder für Besucher offen.

Experten äußerten sich dahingehend, dass durch die Restaurierung der Erhalt des Schiefen Turms für die nächsten 300 Jahre gesichert sei. Der mit den umfangreichen Restaurierungsarbeiten einhergehende Aufwand hat sich also bezahlt gemacht – also nichts wie rauf auf den Turm!

Tipps für deinen Besuch beim Schiefen Turm von Pisa

Wenn du die Wahrzeichen in Italien kennenlernen möchtest, ist ein Besuch beim Schiefen Turm von Pisa absolute Pflicht. Zunächst kannst du den Turm von unten bestaunen: Hierbei bieten sich unzählige Fotomotive an, bei denen du dir die Schräglage des Turms für fantasievolle Inszenierungen zu Nutze machen kannst.

So sieht es auf den Fotografien schnell aus, als würdest du den Turm stützen oder von ihm nach unten gedrückt werden. Lasse deiner Fantasie freien Lauf und schaffe so im Handumdrehen schöne Erinnerungen für die Ewigkeit. Natürlich ist auch der Aufstieg ein echtes Muss: Knapp 300 Stufen sind zu bezwingen, um an die Spitze des Turms zu gelangen – doch der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall.

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Von der Glockenebene aus hast du einen schönen Blick über die umliegende Gegend Pisas. Erfahre bei deiner dreißigminütigen Besichtigung zudem viele spannende Fakten zur Baustruktur und Architektur des Schiefen Turms und spüre den Neigungswinkel bei jedem deiner Schritte.

Die Öffnungszeiten variieren von Monat zu Monat, daher solltest du dich vor deinem Besuch auf der offiziellen Seite des Bauwerkes über diese informieren. Der Eintrittspreis beträgt pro Person 18 Euro; Kinder dürfen den Turm erst ab einem Alter von acht Jahren besteigen und bezahlen denselben Preis.

Weitere Highlights in Pisa

Das Wahrzeichen Pisas ist ein wahres Must-see bei deinem Städtetrip an die italienische Westküste. Allerdings bietet Pisa dir darüber hinaus noch einige andere Highlights, die deinen Besuch zu einem unvergesslichen Aufenthalt machen werden:

Schlendere durch die charmante Stadt mit den kleinen, verwinkelten Gässchen, genieße die traditionelle Küche Italiens und besuche zum Beispiel die zahlreichen schönen Stränden, die rund um Pisa gelegen sind. Steinstrände, Sandstrände, Klippen und Buchten – hier findet sich für jeden Standliebhaber genau der richtige Traumstrand. So sorgst du für einen unvergesslichen Trip, an den du dich noch lange zurückerinnern wirst.

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