Keine Woche ist es her, dass beim „Bombenzyklon“ an der Ostküste der USA sechs Menschen ums Leben kamen. Nun melden die Radare erneut extreme Schneefälle. In New York und New Jersey seien 50 Zentimeter Schnee gefallen, meldet die „New York Times“. Im Bundesstaat New York wurde eine 88-jährige Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen, berichtet der Sender CBS

Die Gouverneure von New York, New Jersey und Massachusetts riefen den Notstand aus und appellierten an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben. Viele Schulen und öffentliche Einrichtungen blieben bereits gestern geschlossen. Mehr als 50 Millionen Menschen von Maryland bis Maine sind von den Strumwarnungen betroffen.

In New Jersey werden 30 Zentimeter Neuschnee erwartet.
In New Jersey werden 30 Zentimeter Neuschnee erwartet. Auch mit starken Windböen und Überschwemmungen wird gerechnet. Im Bundesstaat New York wurde der Notstand ausgerufen. Foto: imago/UPI Photo

532 Flüge aus New York gestrichen

Die extreme Wetterlage trifft besonders Reisende, die bereits zu Tausenden an Bahnhöfen und Flughäfen gestrandet sind. Der Seite Flight Aware zufolge wurden seit gestern mehr als 2780 Flüge gestrichen. Allein am New Yorker Großflughafen John F. Kennedy fielen gestern 532 Flüge aus. In New Jersey waren es sogar 719 und in Philadelphia 291. Und auch heute müssen Reisende mit zahlreichen Ausfällen rechnen.

Das gilt auch für den Zugverkehr. Viele Bahnverbindungen zwischen der Hauptstadt Washington und Boston sowie New York und Philadelphia wurden gestrichen. Metereologen geben aber Entwarnung. Der neue Sturm soll nicht so heftig werden wie der „Bombenzyklon“ der vergangenen Woche, bei dem es viele Tote gab und insgesamt zwei Millionen Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten wurden.