Peru: Arequipa ist ein Paradies für Foodies! | reisereporter.de

Peru: Arequipa ist ein echtes Paradies für Foodies!

Warum? Weil das Essen in Arequipa nicht nur richtig lecker, sondern auch günstig ist. Top-Voraussetzungen für einen Stadtbummel von Küche zu Küche. reisereporterin Marcia verrät ihre Lieblings-Foodspots.

Nach dem Frühstück geht’s auf die Plaza de Armas.
Nach dem Frühstück geht’s auf die Plaza de Armas.

Foto: imago/robertharding

Neben leckeren einheimischen Spezialitäten können die Köche in Arequipa in Peru auch ganz hervorragend internationale Gerichte zubereiten. Frische Pasta, veganes Sushi, intensive Schokokuchen: Hier kannst du dich von Restaurant zu Restaurant durchfuttern.

Und damit du zwischen der ganzen Schlemmerei ein bisschen Zeit zum Verdauen hast, zeige ich dir sogar noch die schönsten Plätze der Stadt.

Frühstück im Café Tostaduria

Eine Oase im GroßstadtdDschungel ist das Café Tostaduria – und ein Zufluchtsort für europäische Backpacker, die genug haben von Hostelfrühstück mit Instantkaffee (Südamerika ist echt kein guter Kontinent für europäische Kaffeefans). Denn das Café Tostaduria, das von einem jungen deutsch-bolivianischen Paar geführt wird, röstet seinen Kaffee selbst.

Zum Cappuccino, Latte macchiato oder Filterkaffee bekommst du dicke Waffeln mit frischem Obst, Banane-Nutella- oder auch Tomate-Mozzarella-Topping. Wer keinen Kaffee mag, bekommt auch Tee aus frischen Kräutern. Im Hinterhof gibt es einen kleinen Garten mit Sitzecken, wo du ganz gemütlich den vor dir liegenden Tag planen kannst.

Rettung in der Not für hungrige Reisende, die mit einem der Nachtbusse früh am Morgen ankommen: Das Café öffnet um 7.30 Uhr, einer Uhrzeit, zu der der Rest von Arequipa noch schläft.

Café Tostaduria | Adresse: Calle Melgar 117, Arequipa | Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 7.30 Uhr bis 20 Uhr

Der Hinterhof des Cafés Tostaduria ist eine Ruheoase mitten im Großstadttrubel.
Der Hinterhof des Cafés Tostaduria ist eine Ruheoase mitten im Großstadttrubel. Foto: Marcia Moritz

Sonnen auf der Plaza de Armas

Die Plaza de Armas ist das prunkvolle Herzstück der sogenannten weißen Stadt Arequipa. Auch wenn er immer überfüllt mit Menschen und Tauben ist, musst du ihn dir unbedingt anschauen. Er ist Treffpunkt für Einheimische und Touristen zugleich.

Eingerahmt von majestätischen, schneeweißen Gebäuden im Kolonialstil plätschert dort ein großer Brunnen. Du kannst dich dort sonnen oder im Schatten der Palmen ausruhen. 

Obwohl es auf dem Platz jede Menge Bänke gibt, verleiten die gepflegten kleinen Grasflächen, die akkurat von kniehohen Hecken umgeben sind, sowohl Einheimische als auch Touristen immer wieder dazu, sich dort zu sonnen.

Aber: Sobald sich jemand setzt, ist sofort einer der Parkgärtner zur Stelle, um den Störenfried zurechtzuweisen.

Auf dem Plaza de Armas tummeln sich nicht nur Touristen. Der gepflegte Platz ist auch Treffpunkt der Einheimischen.
Auf der Plaza de Armas tummeln sich nicht nur Touristen. Der gepflegte Platz ist auch Treffpunkt der Einheimischen. Foto: Marcia Moritz

Über den Handwerksmarkt im Fundo el Fierro schlendern

Nur drei Blöcke weiter nördlich findest du den Fundo el Fierro, den Kunsthandwerksmarkt. Einen wie es ihn in jeder peruanischen Stadt gibt. Der Besuch lohnt sich aber auch, wenn du deine peruanischen Soles sparen willst.

Denn der Markt findet in einem Gebäudekomplex statt, der 1804 von einem Priester als Internatsschule gebaut wurde. Mit seinen Torbögen und gefliesten Böden ist er eine Sehenswürdigkeit für sich.  

Fundo el Fierro | Adresse: nördlicher Zugang über die Puente Grau, südlicher Zugang über El Pasaje San Francisco, Arequipa | Öffnungszeiten: täglich 9 Uhr bis 20 Uhr

Mittagessen auf dem Mercado San Camilo

Wenn der Magen mittags zu knurren beginnt, lohnt sich ein Abstecher auf den Markt San Camilo etwas weiter südlich. Dort geht es noch turbulenter zu als auf der Plaza de Armas.

Denn hier mischst du dich unter die Einheimischen, die ihre Einkäufe in der riesigen Markthalle an Hunderten von Ständen erledigen wollen. Die stehen, wie in einem Supermarkt, geordnet nach der Art der Lebensmittel dicht nebeneinander.

Die Markthalle des Mercado San Camilo ist riesig.
Die Markthalle des Mercado San Camilo ist riesig. Foto: Marcia Moritz

Es gibt eine Fleischgasse, eine Obstgasse, eine Olivengasse und eine Bäckergasse – und eine Gasse mit Ständen, vor denen dicht an dicht Barhocker stehen.

Dort bieten die Verkäufer leckere regionale Gerichte an – unter anderem Ceviche, einen peruanischen Fischsalat mit Zitronensaft, Zwiebeln und Koriander.

Für umgerechnet gerade mal 2,50 Euro bekommst du auf dem Markt eine große Portion Ceviche mit Papa Rellena.
Für umgerechnet gerade mal 2,50 Euro bekommst du auf dem Markt eine große Portion Ceviche mit Papa Rellena. Foto: Marcia Moritz

Hier bist du genau richtig, wenn du ein günstiges Mittagessen suchst. Für umgerechnet etwa 2,50 Euro bekommst du einen großen Teller von dem leckeren Fischsalat. Dazu gibt’s weißen Mais, Süßkartoffelscheiben oder Papas Rellenas, gefüllte Kartoffeln.

Wenn du danach noch nicht genug hast, lohnt sich ein Besuch der Saftgasse. Dort pürieren die Verkäuferinnen jede erdenkliche Art von Obst zu dicken Säften, die beinahe Smoothie-Qualität haben. 

Mercado San Camilo | Adresse: Nicolas de Pierola Cuadra 4, Arequipa | Öffnungszeiten: täglich von 6 Uhr bis 18 Uhr

Mittagspause bei Las Gringas

Wenn du lieber eine Pause vom Trubel möchtest, kannst du dich zum Beispiel ins Las Gringas zurückziehen. Seine Terrasse befindet sich im Innenhof eines Kolonialhauses in der Calle Santa Catalina zwischen dem Plaza de Armas und dem Fundo el Fierro. Das Essen dort ist günstig und sehr lecker.

Es gibt Pizza, hausgemachte frische Pasta und Focaccia mit frischen Kräutern, das mit einer Mischung aus Öl und Balsamico serviert wird. In den Gerichten werden Quinoa-Mehl, schwarzer Mais und andere saisonale peruanische Zutaten verarbeitet. Es gibt sogar glutenfreie Pizza und Pasta.

Las Gringas | Adresse: Calle Santa Catalina 204, Arequipa | Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 15 Uhr und von 17 Uhr bis 23 Uhr

Focaccia aus schwarzem Maismehl mit Physalis und Rosmarin.
Focaccia aus schwarzem Maismehl mit Physalis und Rosmarin. Foto: Marcia Moritz

Bedrohliche Aussicht in Yanahuara

So, nach dem ganzen Gefuttere brauchst du etwas Bewegung! Also ab auf einen etwas längeren Spaziergang zum Aussichtspunkt Mirador de Yanahuara. Das Stadtviertel liegt gegenüber der Altstadt auf der anderen Seite des Flusses Rio Chili. Dorthin kommst du zum Beispiel über die Brücke Puente Grau.

Die ist zwar viel befahren, du hast von ihr aus aber auch schon eine gute Sicht auf die Altstadt. Und wenn du sie hinter dir gelassen hast, spazierst du in Richtung Norden durch einen kleinen Park, der an das ebenfalls sehr grüne Sportgelände des Club Internacional grenzt. Der Rest des Weges führt Richtung Westen vorbei an hübschen Häusern.

Vom Mirador de Yanahuara aus hast du eine super Aussicht auf die Altstadt und den aktiven Vulkan Misti, der direkt am Stadtrand von Arequipa in den Himmel ragt. Durch große Torbögen gelangst du auf die Plaza de Yanahuara, einen sehr gepflegten kleinen Platz, auf dem du dich im Schatten von Palmen ausruhen kannst.

Mirador Yanahuara | Adresse: Miguel Grau, Yanahuara 

Lecker Eis: Queso Helado

Auf dem Rückweg vom Aussichtspunkt solltest du dir irgendwo einen Queso Helado gönnen. Übersetzt bedeutet das gefrorener Käse.

Es ist aber eine Art Eis aus Milch, Zucker, Eiern und Gewürzen. Einheimische in Trachten schaufeln ihn an jeder Straßenecke aus großen Tonnen in Plastiktrinkbecher. Obendrauf kommt Zimt. Der Geschmack erinnert an Vanilleeis.

Queso Helado: Die leckere Abkühlung gibt es in Arequipa an jeder Straßenecke.
Queso Helado: Die leckere Abkühlung gibt es in Arequipa an jeder Straßenecke. Foto: Marcia Moritz

Süße Alpacas im Mundo Alpaca

Wenn du nicht ganz so weit laufen möchtest und lieber Tiere statt Aussicht willst, solltest du ins Alpaka-Museum Mundo Alpaca am Rand der Altstadt.

Eine kleine Ausstellung zeigt dort, wie Alpakawolle verarbeitet wird. Das Highlight ist aber ein Freigehege, in dem echte Alpakas leben, die nur darauf warten, von dir gekrault zu werden.

Mundo Alpaca | Adresse: Óvalo San Lázaro, Arequipa | Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 Uhr bis 18.30 Uhr, Sonntag von 9 Uhr bis 17.30 Uhr

Ein paar der Alpakas im Museum Mundo Alpaca sehen aus, als hätten sie Dreadlocks.
Ein paar der Alpakas im Museum Mundo Alpaca sehen aus, als hätten sie Dreadlocks. Foto: Marcia Moritz

Der Schokoladenhimmel: Chaqchao Chocolates

Chocolate-Lover müssen zu Chaqchao Chocolates! Die Kuchen dort triefen quasi vor Schokolade. Ganz besonders intensiv – und definitiv Geschmackssache, da etwas sauer – ist die Trinkschokolade.

Heiße Schokolade zum Kuchen ist auch nur was für echte Schokoprofis. Alle anderen, die nicht gleich ins Schokokoma fallen wollen sollten lieber auf den Kaffee, der dort auch echt gut ist, zurückgreifen.

Chaqchao Chocolates | Adresse: Calle Santa Catalina 204, Arequipa | Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 9.30 Uhr bis 23.30 Uhr, Donnerstag bis Samstag von 9.30 Uhr bis 23.59 Uhr, Sonntag von 10 Uhr bis 23.30 Uhr

Überdosis Schokolade: Den Schoko-Mandel-Kuchen und eine Trinkschokolade schaffen nur hartgesottene Schokoprofis.
Überdosis Schokolade: Den Schoko-Mandel-Kuchen und eine Trinkschokolade schaffen nur hartgesottene Schokoprofis. Foto: Marcia Moritz

Abendessen im El Buda Profano

Den krönenden Tagesabschluss verbringst du zum Beispiel im La Buda Profano. Dort gibt es veganes Sushi, das normalem Sushi in keiner Weise nachsteht. Egal ob mit Aubergine, pikant eingelegter Mango oder Melone, die veganen Nigiris und Makis sind so lecker wie fantasievoll und werden frisch hinter der Theke zubereitet.

El Buda Profano | Adresse: Calle Bolivar 425, Arequipa | Öffnungszeiten: täglich von 12 Uhr bis 21 Uhr

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