Die Sicherheitslage in Mexiko verschlechtert sich zunehmend: Gewaltdelikte, auch im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, finden immer häufiger auch tagsüber statt. Auch Unbeteilligte können dabei zu Schaden kommen, darauf weist das Auswärtige Amt hin.

Und wegen der Präsidentschafts-, Kongress- und Gouverneurswahlen am 1. Juli 2018 sei mit einer weiteren Zunahme der Gewalt zu rechnen.

Behörde rät: In Cancún nachts im Hotel bleiben

Die Behörde rät Urlaubern davon ab, sich nachts im Zentrum von Cancún aufzuhalten. „Zuletzt gab es dort mehrere gewaltsame Auseinandersetzungen.“ 

Außerdem warnt das Amt unter anderem vor Reisen in die Städte Acapulco, Tijuana, Ciudad Juarez, Chihuahua, Culiacá und Ecatecas de Morelos, in die Bundesstaaten Tamaulipas, Sinaloa (Ausnahme: die Bahnstrecke „El Chepe“) und Colima (Ausnahme: Manzanillo) sowie generell in die Grenzregion zu den USA sowie auf der Küstenstraße zwischen Acapulco und Manzanillo. 

Das Auswärtige Amt schreibt, das am häufigsten Raubüberfälle, Entführungen, Vortäuschungen von Unfällen und Tötungsdelikte vorkommen. Außerdem habe die Gewalt gegen Frauen in Touristenregionen zugenommen. Bei unbekannten Anrufern sollten Reisende vorsichtig sein und persönliche Informationen nicht herausgeben.

„Polizeikräfte oder uniformiertes Sicherheitspersonal beziehungsweise Kriminelle, die sich als solche ausgeben, können grundsätzlich an Straftaten beteiligt sein“, so die Behörde.

Weitere Hinweise für Reisende:

  • Opfer eines Überfalls sollten keine Gegenwehr leisten, die Täter würden dann sofort zur Waffe greifen. 
  • Wichtige Dokumente wie Reisepass und Flugticket sollten sicher in der Unterkunft deponiert und bei Ausflügen als Kopie auf mobilen Geräten mitgeführt werden.
  • Bei Roadtrips: mautpflichtige Autobahnen nur tagsüber benutzen.