Die Maschinen der japanischen Fluggesellschaft First Airlines werden den Boden niemals verlassen, sie haben nicht einmal Tragflächen. Trotzdem sind die angebotenen Flüge stets ausgebucht und die Crew arbeitet in der Kabine auf Hochtouren. Die schräge Idee der japanischen Fluggesellschaft: Flug-Feeling mithilfe von Virtual-Reality-Brillen vermitteln.

Sie hat ihren Heimatflughafen in Ikebukuro bei Tokio. Er verfügt allerdings nicht über Terminals, sondern liegt im achten Stock eines Geschäftshauses. Von dort starten die virtuellen Flüge in die ganze Welt. Passagiere müssen sich vorab für eine Strecke entscheiden, erhalten eine echte Bordkarte und kriegen sogar einen Sitzplatz zugewiesen, berichtet der „Telegraph“.

Sieht nicht wirklich aus wie ein Flugzeug: der Einstieg zum virtuellen Flug.
Sieht nicht wirklich aus wie ein Flugzeug: der Einstieg zum virtuellen Flug. Foto: First Airlines

Bisher kannst du Flüge nach Paris, New York, Hawaii und Rom buchen, alle dauern knapp zwei Stunden. Passend zu den Reisezielen, die du nie erreichst, serviert die Crew regionale Spezialitäten. Auf dem Flug nach Rom bekommst du zum Beispiel ein Tiramisu.

In der Kabine wirst du wie im echten Flugzeug von der Crew bedient.
In der Kabine wirst du, wie im echten Flugzeug, von der Crew bedient. Foto: First Airlines

Vor und während des Flugs wird alles getan, um das Erlebnis so realistisch wie möglich zu gestalten. Es gibt eine Sicherheitseinweisung, regelmäßige Durchsagen vom Piloten, über die Lautsprecher ertönen Turbinengeräusche. Platz nimmst du in der First oder Businessclass, die Sitze stammen aus ausgemusterten Turkish-Airlines-Flugzeugen. Die Tickets kosten zwischen 38 und 45 Euro.

Na dann, guten (virtuellen) Flug.