Diese „Heldenkuh“ beeindruckte in Polen die Menschen mit ihrem extrem starken Lebenswillen. Als das Tier mit dem Lkw abgeholt werden sollte, um zum Schlachten gebracht zu werden, stürmte sie davon. Dabei brach die Kuh ihrem Besitzer, Bauer Lukasz, einen Arm und prellte ihm mehrere Rippen.

Dann rammte sie einen Gitterzaun, lief davon und schwamm schließlich auf eine unbewohnte Insel im Nyskie-See in Südpolen an der Grenze zu Tschechien. Mithilfe der Feuerwehr versuchte Bauer Lukasz sie auf der Insel einzufangen, um sie zu erschießen.

Entlaufene Kuh lebt mehrere Wochen auf einer Insel

Sie fuhren mit dem Boot zur Insel, doch die Kuh war wieder schneller – und schwamm einfach auf die nächste Insel in der Mitte des Sees. „Ich sah sie sogar unter Wasser tauchen“, erzählte Lukasz dem polnischen Nachrichtenportal „Wiadomosci“. Er gab schließlich auf, brachte ihr sogar täglich Futter. Und das mehrere Wochen lang. 

Die Kuh erweckte sogar die Aufmerksamkeit des polnischen Politikers Pawel Kukiz. Er nannte sie „Heldenkuh“, nahm sich ihres Schicksals an und wollte sie auf einen Gnadenhof bringen lassen, auf dem sie bis ans Ende ihrer Tage friedlich weiterleben könnte.

Kein Happy End für die „Heldenkuh“ aus Polen

Aber: Ein Happy End gibt es leider nicht. Die Kuh starb während der Verladung für den Transport zum Hof, schreibt Pawel heute auf seiner Facebook-Seite. „Die Tierärzte haben alles getan, um sie zu retten, aber sie starb vermutlich an einem Herzinfarkt.“