Die Bilanz: Straßen sind überflutet oder von Erdrutschen und Felsstürzen blockiert. Auch der Highway 60 ist versperrt, wodurch 5.000 Einwohner und 1.000 Touristen in der Golden Bay auf der Südinsel noch für die nächsten etwa drei Tage von der Außenwelt abgeschnitten sind. Über Kähne werden die Eingeschlossenen mit Lebensmitteln versorgt.

Besonders unbequem verbrachten etwa 40 chinesische Touristen die stürmische Nacht zu Dienstag. Sie saßen in zwei Bussen in der Nähe von Greymouth fest. Die Anwohner versorgten sie jedoch mit allem, was sie benötigten. 

Insgesamt waren in Neuseeland etwa 23.000 Haushalte ohne Strom, aktuell sind es noch etwa 13.000. Auch die Wasserversorgung wurde teilweise unterbrochen. Die betroffenen Einwohner werden über Wassertanks versorgt.

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Tropensturm „Gita“ zog zunächst über Samoa, Tonga und Fidschi und hinterließ vor allem in dem Inselstaat Tonga große Verwüstung. Dann nahm der Sturm am Montag Kurs auf Neuseeland und traf mit starkem Wind sowie heftigen Regenfällen auf die Mitte des Landes. Inzwischen wurde „Gita“ vom Zyklon zum Sturm heruntergestuft, hat aber immer noch ordentlich Kraft. 

„Gita“: Folgen des Zyklons in Neuseeland

Wegen des Sturms wurde der Ausnahmzustand in sieben Gebieten ausgerufen. Bisher wurde er in fünf davon wieder aufgehoben, nur in Nelson-Tasman und Taranaki gilt er noch. Zahlreiche Flüge und Züge wurden gestrichen und die Schulen sind weiterhin geschlossen, wie der neuseeländische Nachrichtendienst „Newshub“ in seinem Live-Ticker berichtete. 

Grundsätzlich ist der Sturm auf Neuseeland aber weniger schlimm abgelaufen als befürchtet. Von Verletzten ist nichts bekannt und das schlimmste ist jetzt überstanden, nur Gewitter und starker Wind werden noch erwartet. Anfang Februar war bereits der Sturm „Fehi“ über das Land gezogen und die Bewohner hatten sich entsprechend vorbereitet. 

Dennoch werden die Aufräumarbeiten nun einige Zeit in Anspruch nehmen, der Sachschaden ist sicherlich hoch. In der Region Golden Bay könnte zum Beispiel der Wein sehr unter dem Sturm gelitten haben, da die Reben kurz vor der Ernte stehen.