Das Continental in New York ist eigentlich für seine billigen Shots bekannt. Doch jetzt macht es ganz andere Schlagzeilen: Der Betreiber verbietet in seiner Bar das Wort „literally“ (deutsch: buchstäblich). Er könne es einfach nicht mehr hören.

In den USA wird der Begriff oft verwendet, um eine Aussage besonders zu betonen. Das Problem: Inzwischen wird der Begriff inflationär verwendet – und vor allem inflationär falsch, berichtet unter anderem das Nachrichtenportal „Independent“.

Wirt genervt: „Stoppt Kardashianism jetzt!“

Der Bar reicht es, auf einem Aushang am Eingang schreibt der Betreiber: „Sorry, aber wenn du das Wort ‚literally‘ im Continental sagst, dann hast du fünf Minuten, um deinen Drink zu leeren, dann musst du gehen. Und solltest du einen Satz beginnen mit ‚I literally‘, dann musst du unverzüglich gehen!!!“ 

An der Aufregung sind offenbar die Kardashians schuld. Realitystar Kim Kardashian verwendet „literally“ in ihrer Soap ständig. Die 37-jährige Ehefrau von Rapper Kanye West machte es laut Barbetreiber zum „übermäßigsten, nervigsten Wort in der englischen Sprache, und wir werden das nicht tolerieren. Stoppt Kardashianism jetzt!“

Kritik: „Literally“ wird oft falsch verwendet

Kim Kardashian – wie inzwischen auch viele andere US-Bürger – verwendet das Wort nicht nur in seiner ursprünglichen Bedeutung „buchstäblich“, sondern auch im Sinne von „ernsthaft“ oder „völlig“. 

Wörterbücher haben bereits auf diese Sprachentwicklung reagiert: Laut dem Merriam-Webster wird es auch dazu genutzt, um „in übertriebener Weise eine Aussage oder Beschreibung hervorzuheben, die nicht buchstäblich wahr oder möglich ist“.

Deutlich wird die daraus entstehende Problematik etwa am Satz „I literally died laughing“. Das bedeutet wörtlich, dass der Sprecher tatsächlich vor Lachen ums Leben gekommen ist.