Hotel oder Ferienhaus – du musst dich entscheiden

Hand aufs Herz: Was für ein Typ bist du? Schätzt du eher die Bequemlichkeit und genießt es, wenn man dir möglichst viel von den lästigen Alltagspflichten abnimmt?

Herzlichen Glückwunsch: Dann bist du der typische Hoteltyp.

Oder geht dir deine Freiheit über alles? Du stehst gerne dann auf, wenn du Lust dazu hast? Lässt dir ungern Zeiten vorschreiben? Du genießt es, Platz für dich zu haben? Ohne fremde Menschen um dich herum?

Klarer Fall: Für dich ist eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus wie geschaffen. Gerade für Familien ist ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in vielen Fällen die bessere und zugleich kostengünstigere Alternative! Zumal hier auch jeder den nötigen Platz hat, um sich sogar mal zurückzuziehen.

In so einem Ferienhaus ist Platz für die ganze Familie. (Symbolbild)In so einem Ferienhaus ist Platz für die ganze Familie. (Symbolfoto)
In so einem Ferienhaus ist Platz für die ganze Familie. (Symbolfoto) Foto: imago/blickwinkel

In Bezug auf die Urlaubsländer sind dabei ebenfalls keine Grenzen gesetzt: Ein Ferienhaus in Frankreich, vielleicht in den Ausläufern der Seealpen oberhalb des Mittelmeers oder zwischen Lavendelfeldern, garantiert dir ebenso eine unvergessliche Zeit wie ein Aufenthalt in Deutschland, an Nord- und Ostsee oder auch in den Bergen.

Auch in den Niederlanden sowie in den bei Deutschen besonders beliebten Reisezielen Spanien, Italien und Kroatien gibt es wunderschöne Unterkünfte auf Zeit, vom Apartment bis zum kompletten Haus die du privat aber auch über Reiseanbieter buchen kannst. Bei einigen sind auch Haustiere erlaubt, weshalb sie optimal sind, wenn du gerne deinen Hund in den Urlaub mitnehmen möchtest.

Vor der Buchung: Recherche und Vorsichtsmaßnahmen

Wenn es nach den Beschreibungen der Feriendomizile geht, dann müsste eigentlich jeder Urlaub ein paradiesisches Erlebnis sein… Leider ist die Wahrheit vor Ort manchmal ziemlich ernüchternd. Damit sich der Traumurlaub im Ferienhaus nicht zu einem Horrortrip entwickelt, solltest du vorab ein paar Dinge bedenken.

Informiere dich stets ausführlich über den Anbieter, nützlich ist als Recherchequellen das Impressum der Webseite (sind Angaben wie Name, Telefonnummer, Anschrift etc. vorhanden?). Auch Bewertungen anderer Urlauber sind interessant.

Wichtig: Prüfe über das Internet (zum Beispiel Google Earth) unbedingt nach, ob es die Immobilie wirklich gibt, und hebe unbedingt die Anzeige oder die Detailbeschreibung auf! So hast du einen Nachweis, falls es doch zu Unstimmigkeiten kommen sollte.

Bei der Buchung sollte zudem nur eine angemessene Anzahlung (meist etwa 20 Prozent) fällig werden – auf gar keinen Fall direkt den kompletten Betrag überweisen! Außerdem ist es vernünftig, wenn der Mietpreis mit einer sicheren Option bezahlt wird, bei der zur Not zurückgebucht werden kann.

Manche Ferienhäuser sehen im Internet zu schön aus, um wahr zu sein. Da solltest du vorher lieber nochmal recherchieren. (Symbolbild)Manche Ferienhäuser sehen im Internet zu schön aus, um wahr zu sein. Da solltest du vorher lieber nochmal recherchieren. (Symbolfoto)
Manche Ferienhäuser sehen im Internet zu schön aus, um wahr zu sein. Da solltest du vorher lieber nochmal recherchieren. (Symbolfoto) Foto: pixabay.de/StockSnap

Manche Inserate sind tatsächlich zu schön, um wahr zu sein…und sind es auch leider nicht. Immer wieder gibt es Meldungen über Betrugsfälle und Fake-Inserate, bei denen die Urlauber zum Beispiel vor Ort feststellen müssen, dass es die Traumwohnung zum Schnäppchenpreis gar nicht gibt. Dies kannst du vermeiden, wenn du die Grundregeln beachtest.

Das muss auf jeden Fall im Mietvertrag stehen

Wer direkt beim Vermieter die eigenen vier Wände auf Zeit bucht, der geht einen Mietvertrag ein. Üblicherweise wird dieser vorab in Schriftform abgeschlossen und beide Parteien bekommen je ein Exemplar. Da hierin alle wichtigen Rechte und Pflichten eindeutig geregelt sind, bedeutet er für beide Parteien ein hohes Maß an Sicherheit. In ihm sind folgende Punkte enthalten:

• Name und Anschrift von Mieter und Vermieter

• Beschreibung der Unterkunft

• Zeitraum der Vermietung

• Anzahl der Mietpersonen

• Mietsumme und Nebenkosten (samt Zahlungsform)

• Stornierungsbedingungen

• Haftung und Pflichten des Mieters

Die Nebenkosten: Die berühmte „Unbekannte“ in der Rechnung

Im Gegensatz zu einer Hotelbuchung, bei der im Preis meist alles enthalten ist (außer der Mini-Bar …) fallen bei einem Ferienhaus neben dem Mietpreis in der Regel noch Nebenkosten an. Positionen der Nebenkostenabrechnung können beispielsweise Kosten für Strom und Heizung, Endreinigung, Kurtaxe oder Telefon sein.

Eigentlich noch kein Problem, doch da sie zum Teil nach dem konkreten Verbrauch berechnet werden und somit erst bei der Abreise ermittelt werden, können sie sich zu einem unangenehmen „Abschiedsgeschenk“ auswachsen. Gerade bei Ferienhäusern mit Pool oder Klimaanlage kann die zusätzliche Annehmlichkeit durchaus ins Geld gehen. Daher solltest du dich unbedingt vorab informieren, welche Kosten hier möglicherweise noch auf dich zukommen.

Mit einer Versicherung auf Nummer sicher gehen

Zack! Schon ist es passiert! Das Rotweinglas ist dir heruntergefallen, du hast aus Versehen eine Lampe umgestoßen oder du hast den Hausschlüssel am Strand verloren. Ärgerliche Missgeschicke, die leider schnell mal passieren. Und auch im Urlaub ist man davor nicht gefeit. Damit so ein Malheur sich nicht zu einem Alptraum entwickelt, solltest du unbedingt eine private Haftpflichtversicherung haben, die bei Mietsachschäden einspringt – und zwar auch bei Ferienobjekten und Schäden im Ausland.

Optimal ist es zudem, wenn bewegliches Mobiliar ebenfalls in der Police eingeschlossen ist, denn hier bestehen teilweise Einschränkungen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann entweder mit der eigenen Versicherung sprechen und gegen einen geringen Aufpreis den Aufenthalt im Ferienhaus integrieren lassen oder eine spezielle Zusatzversicherung abschließen.

Übrigens macht bei der Buchung einer Ferienwohnung ebenfalls eine Reiserücktrittskostenversicherung Sinn, da hier oftmals höhere Summen bei einem Rücktritt gefordert werden. Berücksichtigst du dies, so ist ein unbeschwerter Urlaub garantiert!