Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Passagiere zweier Flugzeuge im Luftraum über Mumbai (Indien) Glück, dass die Technik einen Zusammenstoß verhinderte: Ein Airbus A319 war auf dem Weg von Mumbai nach Bhopal, und ein A320 Neo wollte von Delhi nach Pune.

Nach Informationen der „Times of India“ kam es zu einem Missverständnis zwischen der Crew eines der Flugzeuge und der Luftraumüberwachung – das Flugzeug sank daraufhin tiefer, als es sollte. Die Piloten behaupten, diese Aufforderung vom Boden erhalten zu haben. Dadurch bewegte sich der A320 Neo in derselben Lufthöhe wie der Airbus A319.

Wie immer in solchen Krisenfällen sprang das Warnsystem („Traffic Alert and Collision Avoidance System“, kurz TCAS) beider Flugzeuge an. Die Pilotin des A319 reagierte sofort und zog nach oben und rechts, um dem anderen Flugzeug auszuweichen. Die Maschinen waren mit einem Höhenunterschied von 30 Metern nur noch 2,8 Kilometer voneinander entfernt, als das Ausweichmanöver eingeleitet wurde.

Der letzte tödliche Zusammenstoß in der zivilen Luftfahrt fand 2015 über dem Senegal statt, sieben Menschen starben. In Deutschland kam es 2002 am Bodensee zu einer Tragödie, als eine Frachtmaschine mit einer russischen Passagiermaschine zusammenstieß. Damals war die drohende Kollision zu spät erkannt worden.