Tanner und Nikki aus Colorado (USA) hatten den gleichen Traum: Ein Segelboot kaufen, darauf leben, in die Karibik schippern und irgendwann die ganze Welt sehen. Also verkauften sie ihr Hab und Gut, kauften sich im vergangenen Jahr endlich ein Neun-Meter-Segelboot und zogen mit ihrem zweijährigen Mops Remy ein.

Nachdem sie sich monatelang im Jachthafen in Tarpon Springs auf ihre Weltreise mit ihrem Boot „Lagniappe“ vorbereitet hatten, ging es am Dienstag vergangener Woche dann endlich los. Erste Station: Key West.

Am zweiten Tag war die Weltreise zwangsweise vorbei

Doch am nächsten Tag starb ihr großer Traum: Am John’s Pass, wo sie nur eine Nacht vor Anker gehen wollten, ging ihre „Lagniappe“ unter. „Wir rammten irgendetwas unter Wasser – und unsere Träume, die harte Arbeit gingen einfach unter“, sagt Nikki.

Jetzt steht das amerikanische Pärchen vor dem Nichts: Keine Arbeit, keine Ersparnisse, kein Boot. „Ich habe alles verkauft, um diesen Trip zu machen“, sagt Tanner gegenüber der „Tampa Bay Times“, „Ich habe alles verkauft, was ich konnte“, sagt Tanner, „und ich habe alles innerhalb von 20 Minuten verloren.“

Doch ganz aufgeben wollen Tanner und Nikki nicht: Sie haben eine Crowdfunding-Kampagne auf Go Fund Me gestartet. Dort schreibt Nikki: „Wir haben alles verloren, keine Versicherung, aber wir haben es lebendig aus diesem Schiff geschafft, und wir werden unsere Träume nicht aufgeben!“

Wir haben es lebendig aus diesem Schiff geschafft, und wir werden unsere Träume nicht aufgeben!

Deshalb wollen sie ihr Boot aus dem Wasser bekommen, vielleicht ein neues Segelschiff kaufen und es „noch mal, noch mal, noch mal versuchen“. Das Ziel der Kampagne ist es, 10.000 Dollar einzusammeln, aktuell hat das Paar schon fast 11.000 Dollar von knapp 240 Menschen eingesammelt.

Bleibt also nur zu hoffen, dass sie beim nächsten Versuch immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel haben werden.