Viele Einwohner Ibizas machen mittlerweile mit ihren eigenen Wohnungen Geld und vermieten sie an Touristen. Besonders in der Hauptsaison, von Juni bis September, suchen Hunderttausende Urlauber eine Unterkunft in Ibiza-Stadt und schrecken nicht vor hohen Mieten zurück.

Das jedoch führt dazu, dass Wohnraum im Zentrum der Insel immer knapper wird – und Einheimische vertrieben werden.

Der Stadtrat der Hauptstadt hat deshalb vergangene Woche ein striktes Verbot erlassen, das den Einwohnern ganz klar untersagt, ihre Wohnungen, Sofas oder Häuser über Airbnb und ähnliche Plattformen zu vermieten, berichtet die spanische Zeitung „El Confidencial“.

Die Strände Ibizas sind mittlerweile oft komplett überfüllt.
Die Strände Ibizas sind mittlerweile oft komplett überfüllt. Foto: imago/Westend61

Das Verbot gilt zunächst für die gesamte Gemeinde Ibiza-Stadt, weitere Gemeinden sollen folgen. Das Ziel des Verbots ist klar definiert: Den Mietwahsinn und die extreme Steigerung der Mietpreise stoppen, um Wohnraum für Einheimische und Saisonarbeiter wieder bezahlbar zu machen.

In den vergangenen Jahren sei es zu unglaublichen Zuständen gekommen: Fachpersonal, das dringend auf der Insel benötigt werde, verliere das Interesse, auf Ibiza zu arbeiten, weil die Mieten kaum bezahlbar seien, erklärt Vicent Torres, der Generaldirektor des Tourismusverbands der Insel.

Trotz Verbot: Das Airbnb-Angebot in Ibiza-Stadt für August.
Trotz Verbot: Das Airbnb-Angebot in Ibiza-Stadt für August. Foto: Airbnb.de (Screenshot)

Eigentümer, die trotz des Verbotes illegalerweise ihre privaten Unterkünfte anbieten, müssen ab sofort mit Strafen rechnen: Bis zu 40.000 Euro Bußgeld sind möglich.

Der Stadtrat Ibizas hofft, dass weitere spanische Gemeinden dem Verbot folgen, um die Wohngebiete für Einheimische zurückzuerobern und wieder bezahlbar zu machen.

Bisher fruchtet das Verbot allerdings nicht: Auf Airbnb findest du immer noch zahlreiche Mietangebote zur Hauptsaison in der Hauptstadt.