Dunkelste Orte der Welt: Mehr Sterne geht nicht | reisereporter.de

Mehr Sterne als an diesen Orten siehst du nirgendwo

Diese Orte sind nichts für Menschen, die Angst im Dunkeln haben. Dabei sind sie bei Nacht wunderschön! Nirgends sonst wird es so dunkel. Und das bedeutet: Hier funkeln die Sterne am hellsten. 

An den abgelegensten Orten der Erde kannst du am besten Sterne gucken. (Symbolbild)
An den abgelegensten Orten der Erde kannst du am besten Sterne gucken. (Symbolbild)

Foto: unsplash.com/Brendan Miranda

Es gibt nur noch wenige Orte auf der Welt, an denen keine künstlichen Lichter den Nachthimmel erhellen. Das ist schade, denn je dunkler die Nacht, desto mehr Sterne sind zu sehen. 

Die „International Dark Sky Association“ (IDA) hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, entlegene Orte zu schützen, an denen noch kein Licht die Sicht auf den Sternenhimmel trübt.

Sie heißen „Dark Sky Sanctuaries“ – auf Deutsch etwa Nachthimmel-Schutzgebiete. Bisher gibt es gerade mal drei der geschützten Orte. Wir verraten dir, wo sie sich befinden und wie du hinkommst.

Sterne gucken auf Great Barrier Island

Die Reise auf diese Insel in Neuseeland ist gefühlt auch eine Zeitreise. Denn Great Barrier Island oder Aotea, wie sie in der Sprache der Indigenen heißt, ist abgeschnitten vom Stromnetz, hat nur eingeschränkten Internetempfang, es gibt dort weder Supermarktketten noch Fast-Food-Restaurants und auch keine Busse.

Aber wer braucht schon Burger, Instagram und Facebook, wenn er dafür mit einem grandiosen Sternenhimmel belohnt wird? Denn dadurch, dass die Bewohner der Insel nur erneuerbare Energien als Stromquellen verwenden und sparsam mit Elektrizität umgehen müssen, ist es nachts stockdunkel.

Tipps zur Anreise: Barrier Air und Fly My Sky fliegen täglich vom Auckland Airport oder dem North Shore Airfield auf die Insel. Die „SeaLink’s Ferry“ fährt an drei Tagen pro Woche im Winter und täglich im Sommer vom Aucklands Wynyard Wharf​ aus auf die Insel.

Tipps zur Unterkunft: Auf der Insel gibt es mehrere Gästehäuser, in denen du übernachten kannst.

Rainbow Bridge Monument: Sterne plus natürliche Steinbrücke

Dieses Schutzgebiet in Arizona ist so abgelegen, dass es von den europäischen Siedlern in den USA bis 1909 unentdeckt blieb. Dabei hat es neben einem beeindruckenden Nachthimmel noch ein anderes Highlight zu bieten: die Rainbow Bridge, auf Deutsch: Regenbogenbrücke. Es handelt sich dabei um eine Felsformation aus Stein, die aussieht wie eine Brücke.

Der Name kommt von den Navajo-Indianern, die den Fels Nonnezoshoe nannten – versteinerter Regenbogen. Viel wichtiger für die IDA ist aber natürlich, dass das Gebiet, in dem sich die Rainbow Bridge befindet, so weit von allen Siedlungen entfernt ist, dass die Nacht dort stockdunkel ist.

Tipps zur Anreise: Das Rainbow Bridge Monument ist wohl das abgelegenste von allen Dark Sky Sanctuarys. Du kommst nur mit Booten über den Powell-See und anschließender Wanderung dorthin. Oder du unternimmst eine mehrtägige Wanderung zur Rainbow Bridge. Dafür benötigst du aber eine Genehmigung der Navajo Nation.

Unterkunft: Unterkünfte direkt beim Rainbow Bridge National Monument gibt es nicht. Campen ist dort auch nicht erlaubt. Die nächsten Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Glen Canyon National Recreation Area

Campen auf dem Cosmic Campground

New York City, Los Angeles und besonders Las Vegas – nur drei der großen Metropolen, die in den USA den Nachthimmel auch noch in kilometerweiter Entfernung erhellen. Dank der schieren Größe der Vereinigten Staaten gibt es dort aber auch noch Orte, an die nachts kein Licht dringt, zum Beispiel den Cosmic Campground.

Er liegt fern von großen Städten im Gila National Forest in New Mexico. Der nächste Ort, Alma, ist etwa zwölf Kilometer weit entfernt. Viel mehr als einen Gemischtwarenladen mit angeschlossener Tankstelle gibt es dort sowieso nicht. Und das ist auch gut so. Denn abseits der Zivilisation wird es im Gila National Forest nachts so dunkel, dass du dort wunderbar Sterne gucken kannst.

Tipps zur Anreise: Wie viele Orte in den USA ist der Cosmic Campground, zwölf Kilometer nördlich von Alma, nur mit dem Auto erreichbar, und zwar über den Highway 180. 

Unterkunft: Du kannst auf dem Gelände campen, wenn du vor Sonnenuntergang ankommst und Lichtquellen wie Taschenlampen ohne Filter und Lagerfeuer vermeidest.

Außer Sternen gibt’s nicht viel im Valle de Elqui

Das Valle de Elqui ist eine grüne Oase in Chile inmitten von Wüstenlandschaft und Bergen. Das Tal wird von der Küste bei La Serena ins Landesinnere hin immer schmaler und ist umgeben von den majestätischen Bergen der Anden.

Außer Pisco-Destillerien, kleinen Farmen, Weinbergen und ein paar wenigen idyllischen Bergdörfern gibt es im Elquital nicht viel. Je weiter du in das Tal vordringst, desto weniger Bewohner findest du.

Deshalb ist auch das Valle de Elqui ein Ort, an dem du unzählige Sterne siehst. Die „Associaton of Universities for Research in Astronomy“ (Aura), eine Vereinigung von Universitäten für die Astronomieforschung, hat ein Gebiet im Valle de Elqui gekauft, auf dem sie mehrere Observatorien errichtet hat und sicherstellt, dass keine Lichtverschmutzung den Sternenhimmel trübt: das „Gabriela Mistral Dark Sky Sanctuary“.

Tipps zur Anreise: Von La Serena aus führt genau eine große Straße ins Valle de Elqui. Du kannst mit einer geführten Tour, mit dem Bus oder einem Mietwagen fahren.

Unterkunft: Es gibt zahlreiche Hostels in La Serena und den kleinen Dörfern im Elquital.

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