Ab auf Alien-Suche in den USA | reisereporter.de

Wo du in den USA auf Alien-Suche gehen kannst

Ufo-Abstürze und Alien-Angriffe – in den USA ranken sich zahlreiche Mythen um Orte, an denen „nicht identifizierte Flugobjekte“ gesichtet wurden. Wo du den Mysterien auf die Spur gehen kannst, erfährst du hier.

Die Area 51 in Nevada ist ein Hotspots für Alien-Suchende. Neben Geocaching gibt es dort auch diese Tankstelle am US-Highway 9.
Die Area 51 in Nevada ist ein Hotspots für Alien-Suchende. Neben Geocaching gibt es dort auch diese Tankstelle am US-Highway 9.

Foto: imago/Rüdiger Wölk

„Nicht identifiziertes Flugobjekt“ ist die deutsche Übersetzung für die Abkürzung Ufo. In den USA gibt es immer wieder Vorfälle, bei denen Menschen unerklärliche Lichter oder Gegenstände am Himmel entdecken.

Die Bewohner der Orte, an denen sich die mysteriösen Vorfälle ereignen, sind meist so stolz auf diese Ereignisse, dass sie mit teilweise recht kuriosen Veranstaltungen und Denkmälern daran erinnern. 

Ufo-Absturz in Roswell, New Mexico

Im Jahr 1947 beobachteten Soldaten des Roswell Army Air Fields, einem Trainingsgelände der US-Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, über mehrere Tage ein fliegendes Objekt am Himmel nordwestlich von Roswell, berichtet das Roswell-Ufo-Museum. Ob es sich dabei um ein Raumschiff oder doch um einen Wetterballon handelte, konnte nie eindeutig geklärt werden.

Denn das Objekt stürzte ab. Laut dem Museum fand ein ranghoher Nachrichtenoffizier im Absturzgebiet Wrackteile aus einem unzerstörbaren Metall, so dünn wie Alufolie, das sich weder biegen noch brechen ließ. Berichten des Museums zufolge wurden auch Leichname entdeckt. Augenzeugen verschwanden auf mysteriöse Art und Weise.

Während viele Zeitungen über einen Raumschiffabsturz berichteten, bezeichnete die Army das vermeintliche Raumschiff in einer Mitteilung als Wetterballon. Die Bürger von Roswell lassen das Ereignis jedes Jahr beim großen Ufo-Festival mit Alien-Kostüm-Contest, Wasserrutschen und vielen anderen Attraktionen aufleben.

Ufo-Festival 2018 | Datum: 29. Juni bis 2. Juli | Roswell-Ufo-Museum | Adresse: 114 North Main Street, Roswell, New Mexico 88203 | Öffnungszeiten: täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr

„Alien-Forschung“ in Socorro, New Mexico

„Mit unseren Teleskopen entdecken wir die chemischen Vorstufen von DNA im Weltraum“, schreibt das National Radio Astronomy Observatory auf seiner Website. Das Observatorium betreibt westlich von Socorro in New Mexico ein Feld mit 28 riesigen Radioteleskopen, das Very Large Array (VLA).

Mit den Teleskopen können die Wissenschaftler des Observatoriums Objekte im Weltraum sehen, die Radiowellen abgeben und für optische Teleskope unsichtbar bleiben. So können sie beobachten, wie Sterne und Planeten entstehen, oder eben, wie Vorstufen von DNA „auf staubigen Eiskörnern“ irgendwo im All herumschwirren.

Sie haben zugegebenermaßen noch keine Aliens entdeckt. Aber wo, wenn nicht dort, sollte ihre Entdeckung stattfinden, wenn es tatsächlich andere Lebewesen gibt dort draußen.

National Radio Astronomy Observatory VLA | Adresse: 1003 Lopezville Roadd, Socorro |​ Öffnungszeiten: von 8.30 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt: etwa 5 Euro

Verletzter bei Ufo-Sichtung in Elmwood, Wisconsin

In den 70er-Jahren berichteten in dem kleinen Ort in der Nähe der sogenannten Twin Cities Minneapolis und Saint Paul mehrere Menschen von Ufo-Beobachtungen. Ein Polizist wurde während seines Erlebnisses sogar auf mysteriöse Art und Weise verletzt: George Wheeler rückte aus, um ein vermeintliches Feuer in der Nähe eines Steinbruches zu untersuchen, berichtet die „Twin Cities Pioneer Press“.

Der Polizist meldete sich in der Zentrale und funkte an seine Kollegen, dass er wieder eines dieser Ufos entdeckt habe. Kurz darauf brach der Kontakt aber ab. Ein Farmer fand Wheeler wenig später bewusstlos in seinem Auto.

Die Stadt wurde zu einem Hotspot für Ufo-Sucher. Seit den Ereignissen in den 70ern wurde aber keines mehr gesichtet. Die Bürger von Elmwood feiern trotzdem jedes Jahr die Ufo Days. 

Ufo Days Elmwood | Datum: letzte Juliwoche 

Vermeintlicher Alien-Angriff in Grover’s Mill, New Jersey

In helle Panik versetzte der amerikanische Radiosender CBS 1938 die Bevölkerung von New York und New Jersey, als er am Abend vor Halloween eine Reportage über einen Alien-Angriff sendete. Was viele Hörer nicht mitbekommen hatten: Die Reportage war fiktiv. Orson Welles hatte den Roman „Der Krieg der Welten“ seines Vaters H.G. Welles in ein Hörspiel verwandelt.

Die Bewohner von Grover’s Mill in New Jersey soll die Sendung so in Angst und Schrecken versetzt haben, dass sie auf einen Wasserturm schossen, weil sie glaubten, er sei ein Ufo. Es gibt zwar erhebliche Zweifel daran, ob die Geschichte wahr ist. Trotzdem wurde dem Ereignis ein Denkmal gewidmet. Das „Martian Landing Site Monument“ – auf Deutsch: Marsianer-Landeort-Mahnmal – steht seit 1988 im Van Nest Park in Grover’s Mill.

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Raumschiffstatue in Kecksburg, Pennsylvania

Ein ganz ähnliches Denkmal wie das in Grover’s Mill steht in Kecksburg, Pennsylvania. Vor der Feuerwache dort steht der Nachbau eines Ufos, das 1965 in den Wald bei Kecksburg gestürzt sein soll. Das Objekt habe ausgesehen wie eine Eichel, so Augenzeugen laut der „Pittsburgh Post-Gazette“. 

Das vermeintliche Raumschiff wurde vom Militär geborgen. Die Behörden teilten mit, dass es sich bei dem Objekt um einen Meteor gehandelt habe. 1990 widmete die amerikanische Fernsehsendung „Unsolved Mysteries“ dem Vorfall eine Folge. Für die Sendung wurde das Ufo-Modell gebaut, das heute vor der Feuerwache in Kecksburg steht. 

Feuerwache Kecksburg | Adresse: 5128 Water Street, Mount Pleasant

Alien-Geocaching in der Area 51 Nevada

Um dieses militärische Übungsgelände in der Mojave-Wüste ranken sich Mythen. Angeblich soll die Regierung dort das abgestürzte Ufo aus Roswell lagern und Versuche unternehmen, Raumschiffe nachzubauen. Natürlich berichten auch hier zahlreiche Einheimische von Ufo-Sichtungen. Ein Motel hat die Mythen zum Geschäft gemacht:

Es nennt sich „Little A’Le’Inn“ und verkauft Alien-Souvenirs. Entlang der State Route 375, die auch Extraterrestrial Highway genannt wird und am Little A’Le’Inn vorbeiführt, soll es zudem über 1.000 Geocaching-Verstecke geben, die natürlich von Aliens eingerichtet wurden.

Little A’Le’Inn | Adresse: 9631 Old Mill Street, Rachel, Nevada 89001 | Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 20 Uhr, Freitag und Samstag von 8 Uhr bis 22 Uhr

Das Alien-Netzwerk Mufon

Aktuelle Ufo-Sichtungen findest du übrigens immer auf der Website des „Mutual Ufo Networks“. Diese Vereinigung aus den USA hat es sich zum Ziel gemacht, alle Ufo-Sichtungen in einer Datenbank zu speichern und zu analysieren. Es gibt dort sogar eine Ufo-Livekarte.

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