Air-Berlin-Auktion: So teuer sind Herzen | reisereporter.de

352 Euro für Herzen! So viel boten die Air-Berlin-Fans

Die Air-Berlin-Auktion ist zu Ende, das Inventar der Pleite-Airline verkauft. Nostalgiker schlugen zu und boten teilweise horrende Summen für Schokoherzen, Trolleys und Businessclass-Sitze.

195 Kisten mit je zwei Kilogramm Air-Berlin-Schokoherzen kamen bei der Insolvenzauktion unter den Hammer.
195 Kisten mit je zwei Kilogramm Air-Berlin-Schokoherzen kamen bei der Insolvenzauktion unter den Hammer.

Foto: imago/biky

352 Euro für zwei Kilogramm Air-Berlin-Herzen – das ist der Rekordpreis für eine der 195 Kisten voller Schokolade von Lindt & Sprüngli, die bei der Versteigerung des Air-Berlin-Inventars unter den Hammer kamen.

Für je eines der 20 Gramm schweren Herzen zahlt der Höchstbietende damit satte 3,52 Euro. Zum Vergleich: Ein Herz im Valentinstag-Design (ohne Air-Berlin-Schriftzug) kostet im Online-Shop gerade mal 99 Cent. 

Andere Kisten mit Herzen gingen bis zum Ende der Air-Berlin-Auktion heute um 20.36 Uhr sehr viel günstiger weg: 40 Euro pro Kiste, macht 40 Cent pro Herz, zahlen die 16 Bieter, die am günstigsten wegkamen. 

Die Zwei-Kilogramm-Tüten mit Air-Berlin-Schokoherzen erzielten hohe Preise bei der Insolvenzauktion.
Die Zwei-Kilogramm-Kisten mit Air-Berlin-Schokoherzen erzielten hohe Preise bei der Insolvenzauktion. Foto: dechow.de/Screenshot

Rund 40.000 Bieter aus mehr als 30 Ländern waren für die Versteigerung des Hamburger Auktionshauses Dechow angemeldet.

Insgesamt wurden rund 10.000 Gebote abgegeben – auch unser reisereporter Justus hat sein Glück versucht. Er wollte unbedingt Herzen ersteigern und registrierte sich, gab allerdings nach mehreren erfolglosen Versuchen auf. Er wurde immer wieder überboten.

Hohe Summen für Trolleys und Kaffeebecher von Air Berlin

Die bei Weitem höchste Summe der Auktion zahlt ein Bieter, der fünf Trolleys von Air Berlin ersteigert hat. 23.219 Euro, etwa 4.644 Euro pro Stück, hat er geboten! Er zahlt damit mehr als jeder Ersteigerer von Air-Berlin-Autos. Das teuerste, ein VW Caddy, ging für 7.700 Euro weg. 

Den Preis für einen über zwei Meter großen Kunststoffbären mit blauer Hose und Fliegermütze trieben die Bieter von 1.500 Euro Startgebot auf 9.200 Euro. Und ein Air-Berlin-Kaffeebecher (Startpreis: 1 Euro) ging für 100 Euro weg. Der teuerste Businessclass-Sitz, ein blauer Doppelsitz in Lederausführung, kam für 3.800 Euro unter den Hammer. 

Eines der letzten Objekte mit Bieterschluss um 20.34 Uhr war eine Rettungsübungspuppe, die für 300 Euro ersteigert wurde. 

    

Galerie: Das ersteigerten die Air-Berlin-Fans

Die Höchstbietenden müssen die ersteigerten Air-Berlin-Überbleibsel innerhalb der nächsten zwei Wochen im Auktionshaus in Essen abholen. Insgesamt wurden bei der Inventar-Auktion rund 850 Artikel angeboten, auf die Interessenten in den vergangenen zweieinhalb Wochen bieten konnten.  

Es kommen zudem noch Merchandise-Artikel, Flugzeugmodelle und Messe-Equipment unter den Hammer. Diese Auktionen laufen seit heute. Die beliebten Air-Berlin-Herzen sind nun aber endgültig weg.

Air-Berlin-Auktion: Erlös fließt in Insolvenzmasse

Der Erlös der Auktionen fließt in die Insolvenzmasse der Airline. Am 15. August 2017 stellte Air Berlin den Insolvenzantrag, das Verfahren wurde m 1. November vom Amtsgericht Charlottenburg eröffnet. Seit dem 28. Oktober 2017 stehen die Maschinen still, Air Berlin hat den Flugverkehr eingestellt.

Die Lufthansa kaufte große Teile der Airline auf, und die Billigfluggesellschaft Easyjet sicherte sich 25 Air-Berlin-Flugzeuge. 

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