Flieger kehrt um: Toiletten kaputt | reisereporter.de

Flieger mit 60 Klempnern an Bord kehrt um – Klos kaputt

Wie viele Klempner braucht man an Board, um eine Flugzeugtoilette NICHT reparieren zu können? Richtig, 60. Klingt wie ein schlechter Witz, ist in Norwegen aber tatsächlich passiert. 

Die Flugroute des Norwegian-Flugs DY-1156 von Oslo nach Oslo (eigentlich München).
Die Flugroute des Norwegian-Flugs DY-1156, der mit 60 Klempnern an Bord aufgrund kaputter Toiletten umkehren musste.

Foto: flightradar24 (Screenshot)

Das ging in die Hose: Ein Flug von Oslo nach München musste umkehren, weil die Toiletten defekt waren – dabei waren rund 60 Klempner unter den Fluggästen.

Die Besatzung im Flieger der norwegischen Billigfluggesellschaft Norwegian entschied, die etwas mehr als zwei Flugstunden lieber nicht ohne funktionierende Sanitäranlagen zu bestreiten. Was bei den meisten Fluggästen zu Frustration und Genervtheit führen würde, hat die Mitreisenden dieses Fluges allerdings extrem erheitert.  

Schließlich befanden sich nicht nur 84 Mitarbeiter der norwegischen Sanitärfirma Rørkjøp an Bord, mehr als 60 von ihnen sind auch noch Klempner. Mit defekten Toiletten kennen sie sich also aus. Warum sie die WCs dann nicht einfach repariert haben? 

Frank Olsen, Geschäftsführer der Firma, erklärt dem norwegischen „Dagbladet“: „Wir hätten die Toiletten gern repariert, aber leider wird das bei Flugzeugen von außen gemacht und wir wollten keinen Klempner in 10.000 Meter Höhe rausschicken.“ Irgendwie verständlich.

Die Flugroute zeigt, dass die Maschine über dem Skagerrak wieder kehrtmachte. Über der Provinz Hedmark habe der Pilot ein paar Kreise ziehen müssen, um Kraftstoff zu verbrauchen, damit der Flieger nicht zu schwer zum Landen gewesen sei, so Fatima Elkadi, Kommunikationsberaterin bei Norwegian, zum „Dagbladet“. Den Grund für die defekten Toiletten gab die Airline nicht bekannt.

Am Ende waren Besatzung und Gäste statt nach zwei Stunden in München nach einer Stunde wieder in Oslo. Mit einer späteren Maschine kamen sie dann doch noch nach Deutschland. Mit funktionierenden Toiletten.

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