Familienurlaub auf der Insel Usedom | reisereporter.de

Familienurlaub auf Usedom: Der größte Sandkasten der Welt

In den Ostseewellen toben, kleine Schätze am kilometerlangen Strand entdecken und Piraten-Abenteuer erleben: Die Geschwister Alma und Oskar verraten, warum Ferien auf Usedom für sie das Größte sind.

Wie tief man wohl graben muss, um in Neuseeland herauszukommen? Oskar und Alma probieren es aus.
Wie tief man wohl graben muss, um in Neuseeland herauszukommen? Oskar und Alma probieren es aus.

Foto: TMV/Krauss

„Guck mal, was ich gefunden habe!“, ruft Oskar. Stolz streckt er seiner Schwester Alma die Hand entgegen: „Eine Riesenmuschel!“ Leuchtende Kinderaugen begutachten das Fundstück genau. Verzückt ertastet Alma die Rillen der rauen Oberfläche, bevor sie voller Tatendrang aufspringt, um selbst auf Schatzsuche zu gehen. Denn dafür hat sie am breiten Strand von Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom mehr als genug Platz.

Spannende Schatzsuche: Oskar ist begeistert davon, was das Meer alles ausspuckt – er hat genug Muscheln gesammelt, um allen seinen Freunden zu Hause ein Urlaubsmitbringsel überreichen zu können.
Souvenirs vom Strand: Oskar ist begeistert davon, was das Meer alles ausspuckt. Foto: TMV/Krauss

Ein Paradies für Sandburgenbauer und Schatzsucher

Bis die Sonne hoch über ihren Köpfen steht, hat Alma schon einige Schätze zusammengetragen: Vom Meerwasser glatt geschliffenes Holz und viele kleine Muscheln, ein paar größere sind auch dabei. Ein Blick und die beiden Geschwister sind sich einig: Es wird Zeit, die Eimer und Schaufeln auszupacken. 

Mit den Händen im warmen Sand graben, bis er ganz kühl wird. Der Ostseestrand fällt in Ahlbeck besonders flach ab – ideal für den entspannten Badeurlaub mit Kindern.
Weit gucken und tief buddeln – der Ostseestrand fällt in Ahlbeck besonders flach ab und ist deshalb ideal für entspannten Badeurlaub mit Kindern. Foto: TMV/Krauss

Im Schatten der Strandkörbe bauen sie die größte Sandburg am ganzen Strand. Die geschäftigen Baumeister sind so vertieft in ihr Projekt, dass sie nur hin und wieder von einer der vielen Möwen abgelenkt werden, die vom 280 Meter langen Steg der ältesten Seebrücke Deutschlands starten und kreischend ihre Runden drehen.

Auch Alma breitet irgendwann die Arme aus und dreht sich im Kreis. „Oskar, das ist der größte Sandkasten der Welt!“, ruft sie ihrem Bruder zu. Aus dem warmen Sand lassen sich prima Kuchen backen und die bunten Eiswaffel-Förmchen sind auch schnell gefüllt. Als sie genug vom Sand haben, gehen die Geschwister Fische gucken. Alma lacht vergnügt auf, als Oskar sie mit Meerwasser bespritzt. Schnell spritzt sie zurück.

Oskar plantscht ausgelassen im Ostseewasser.
Abkühlung gefällig? Oskar plantscht ausgelassen im Ostseewasser. Foto: TMV/Krauss

Einmal Pirat sein...

Nach einem Nachmittagsnickerchen im Strandkorb geht es los zur nächsten Mission: Als Seeräuber auf dem Piratenspielplatz in Heringsdorf neue Freunde finden. Wie echte Piraten verlassen sie den Strand und brechen auf, um die Geheimnisse der Weltmeere zu entdecken.

In ihrer Fantasie entdecken die Kinder die Geheimnisse der Weltmeere. Das klappt auf dem Piratenspielplatz in Heringsdorf wunderbar.
Auf dem Piratenspielplatz in Heringsdorf erobern die Kinder in ihrer Fantasie die Weltmeere. Foto: TMV/Krauss

Oskar klettert ins Krähennest, das auf dem großen Holzschiff thront. Er formt die Hand zu einem Teleskop und ruft Alma zu: „Volle Kraft voraus!“ In ihrer Fantasie fahren die beiden in den nächsten Stunden weit hinaus aufs offene Meer und schlagen unheimliche See-Ungeheuer in die Flucht – oder rutschen ihnen einfach davon. An ihrer Seite haben sie mit Anna, Thomas und Hendrik schnell eine ganze Crew. Und jeder darf mal Kapitän sein.

... und ab ins Märchen

Nach diesem abenteuerlichen Ausflug genießen sie es, den fesselnden Geschichten anderer Abenteurer zu lauschen. Und die erzählt kaum jemand so gut wie Hugo, der Märchenbaum. Etwas abseits der Seebrücke steht er zwischen uralten Buchen mitten auf einer hellgrünen Wiese an der „Märchenbaumpromenade“ in Heringsdorf.

Hugo ist anders als alle Bäume, die Oskar und Alma je gesehen haben. Er hat große Augen, eine lange Nase und einen breiten Mund. Klar, denn wie sollte er sonst Märchen erzählen können?

Ein Stückchen Ostsee für zu Hause

Heute erzählt Hugo das Märchen „Der Fischer und seine Frau“. In der Geschichte geht es um einen Zauberfisch, der auch sprechen kann. Und um die Frau des Fischers, die nie zufrieden ist, ganz egal, welche Wünsche ihr der Zauberfisch erfüllt.

Hier erzählt der Märchenbaum spannende Geschichten aus längst vergangener Zeit – Oskar lauscht gebannt.
Wenn der Märchenbaum vom „Fischer und seiner Frau“ erzählt, kommen sogar Teilzeitpiraten zur Ruhe. Foto: TMV/Krauss

„Wie kann man nur so unglücklich sein?“, fragt Oskar, als die Geschichte zu Ende ist. Am Abend, als er müde in seinem Bett liegt, träumt er davon, dass der Zauberfisch ihn besuchen kommt. „Ich hätte nur einen einzigen Wunsch“, sagt er zu Alma. „Ich würde mir wünschen, dass wir das Meer mit nach Hause nehmen könnten!“ Seine kleine Schwester schlummert aber schon tief und fest.

Mehr für Anregungen für den Familienurlaub in Mecklenburg-Vorpommern findest du auf www.auf-nach-mv.de/familie und www.usedom.de.

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