Tiere an Bord: Neue Regeln bei Delta | reisereporter.de

Tiere an Bord: Dein Truthahn darf nicht mehr mit

Einen Hund hast du wahrscheinlich schon mal an Bord eines Flugzeugs gesehen. Aber wie sieht es mit einem Truthahn, einer Vogelspinne oder gar einem riesigen Pfau aus? Bei mehreren Airlines offenbar normal – doch das wird sich jetzt ändern.

In Zukunft wird es schwieriger, deinen Truthahn mit an Bord zu nehmen.
In Zukunft wird es schwieriger, deinen Truthahn mit an Bord zu nehmen.

Foto: Facebook/The Easter Turkey Files (Screenshot)

Für manche Menschen ist das Haustier nicht nur ein treuer Begleiter, sondern auch eine emotionale Stütze. Bei Delta Airlines dürfen solche Tiere als „Emotional Support Animals“ kostenlos mitreisen, um den Passagier während des Flugs mental zu unterstützen und zu beruhigen.

Diese liberale Regelung ist aber offensichtlich aus dem Ruder gelaufen: „Kunden versuchten mit Truthähnen, Flughörnchen, Schlangen, Spinnen und mehr zu fliegen“, teilt die Airline mit.

Emotionale Begleittiere im Flugzeug: Sogar Pfaue und Truthähne!

Tatsächlich gelang es manchen Passagieren auch, ihre ungewöhnlichen Begleiter mit an Bord zu nehmen. Im Jahr 2016 reiste eine Frau mit ihrem ausgewachsenen Truthahn auf einem Delta-Flug von Seattle nach Salt Lake City. Es gibt sogar Fotos einer Ente und eines Ponys im Flugzeug.

Und nicht nur Delta hat Probleme mit außergewöhnlichen Tieren an Bord, wie ein aktueller Fall zeigt. Vor wenigen Tagen hat eine Frau versucht, einen United-Airlines-Flug von Newark mit einem riesigen Pfau zu borden. Die Airline ließ ihn aus Sicherheitsgründen aber nicht in das Flugzeug, wie BBC berichtet. 

Bei Delta sei es vermehrt zu Regelverstößen gekommen, da einige der Tiere gar keine emotionalen Unterstützer waren, sondern gewöhnliche Haustiere. Der Unterschied: Die psychologischen Helfertiere sind gut trainiert und fallen in der Regel an Bord nicht unangenehm auf. Im Gegensatz zu untrainierten Haustieren, die den Flug über bellen oder die Sitze anknabbern.

Galerie: Tierische Passagiere im Flugzeug

Täglich nimmt Delta rund 700 Tiere mit in die Luft, seit dem Jahr 2016 habe die Zahl der Zwischenfälle mit diesen Begleitern um 84 Prozent zugenommen.

Daher verschärft die Airline nun die Regeln: Passagiere, die einen tierischen emotionalen Unterstützer mit an Bord bringen möchten, müssen ab dem 1. März 2018 einige Richtlinien befolgen.

Diesem Truthahn scheint das Fernsehprogramm an Bord zu gefallen.
Diesem Truthahn scheint das Fernsehprogramm an Bord zu gefallen. Foto: Facebook/The Easter Turkey Files (Screenshot)

Vor dem Flug müssen die Fluggäste ein Gesundheitszertifikat vom Tierarzt, eine ärztliche Bestätigung über die Notwendigkeit des Tieres und eine Bestätigung des Tiertrainings vorlegen, bevor sie ihren Begleiter mit an Bord nehmen dürfen.

Zudem hat Delta eine Liste mit Tieren veröffentlicht, die nicht mehr als Begleiter infrage kommen:

  • schmutzige/ungepflegte/stinkende Tiere
  • Igel
  • Schlangen
  • Spinnen
  • Nagetiere
  • Frettchen
  • Insekten
  • Flughörnchen
  • Reptilien
  • Vögel, die keine Hausvögel sind, wie Raubvögel und Schleiereulen
  • Tiere mit Hufen oder Stoßzähnen
 
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