Peru: 5 Gerichte für Mutige

Peru ist weltweit für seine vielfältige und exotische Küche bekannt. Einige Gerichte sind eine Herausforderung für den europäischen Gaumen – aber eine Verkostung wert. 5 typische Speisen, die nur etwas für Mutige sind.

Peruanische Küche: Ceviche
Ceviche wird in Peru als Feinkost angesehen und ist der kulinarische Exportschlager.

Foto: imago/ZUMA Press

1. Ceviche – Roher Fisch in Limettensaft

"Ceviche" ist der bekannteste Export der peruanischen Gastronomie. Bei diesem traditionellen Gericht wird roher Fisch zunächst in Würfeln geschnitten und in einer Marinade aus Zwiebeln, Chili, Koriander und viel Limettensaft für etwa fünf Minuten eingelegt bevor es serviert wird. Roher Fisch in Limettensaft? Was zunächst wenig schmackhaft klingt, erweist sich als wahre Gaumenfreude. Das Gericht wird kalt serviert. Dazu gibt es gekochten Mais und Süßkartoffeln.
 
Tipp: Die Cevichesauce, genannt "Leche de Tigre" (Tigermilch), ist ein Mittel gegen Kater – jedenfalls behaupten das die Peruaner.  

2. Cuy – Meerschweinchen

Ja, in Peru essen sie Meerschweinchen – und das schon seit Jahrhunderten. Die Inkas domestizierten die wild lebenden Tierchen und aßen sie zu festlichen Anlässen. Das ist  noch bis heute so. Cuy essen ist typisch für die Andenregionen in denen die Menschen noch die alten Inkatraditionen pflegen. Es gibt viele Arten der Zubereitung: am Spieß, als Eintopf oder im Ofen. Zugegeben, die Präsentation ist ungewöhnlich – meistens werden sie ganz serviert, samt Pfötchen und Zähnen – das Fleisch etwas zäh und die vielen Knochen machen den Verzehr zu einer kleinen Herausforderung – für einen echten Peru-Fan ist dieses Gericht aber ein Muss.
 
Tipp: Am besten "Cuy Chactado" bestellen. Das Fleisch ist knusprig gebraten und kommt gut zu den scharfen Chilisaucen, die dazu serviert werden.

3. Anticucho – Rinderherzenspieß

Die marinierten Fleischspieße aus Rinderherzstücken sind die Stars im peruanischen Street-Food-Himmel. In den letzten Jahren hat es aber das ursprüngliche Essen der afrikanischen Sklaven, die es deftig und würzig mochten, aber auch auf die Teller der angesagten Spitzenrestaurants des Landes geschafft. Traditionell werden sie jedoch am Straßenrand angeboten. 
 
Tipp: In Limas Szeneviertel Barranco kann man den Sonnenuntergang am Strand genießen und sich zum Abendessen in den vielen bunten Gassen Anticuchos gönnen.  

4. Siquisapa – Blattschneiderameisen

Sie sind knusprig, fettig und werden im peruanischen Regenwaldgebiet gerne zu Bier als Snack serviert: die "Siquisapas" – Blattschneiderameisen. Heutzutage sind sie heiß begehrt. Zehn bis 15 Soles, umgerechnet drei Euro kostet eine Handvoll Bratameisen – viel für peruanische Verhältnisse. Traditionell werden sie in den Regionen um Rioja und Moyobamba im Norden Perus gegessen.

 

#bigfuckingants or #peanuts ?? #siquisapa

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5. Suri – Maden

Dieses Gericht ist wirklich nur was für Mutige: Die dicken, weißen Maden namens "Suri" werden am Spieß gegrillt und sind ein typisches Gericht der Regenwaldhauptstadt Iquitos. Diese Larven fressen sich bevorzugt durch Kokosnusspalmen, haben daher einen leicht nussigen Geschmack und sind sehr fettig – aber Fett ist ja bekanntlich ein super Geschmacksträger, also guten Appetit!
 
Tipp: Wer sich doch traut, der wird im "Mercado Belén" im Herzen Iquitos fündig. Dort werden sie Suri-Spieße als Snack für zwischendurch verkauft.
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Die Autorin
Halb deutsch, halb peruanisch – ganz Journalistin. Andrea Brack pendelt zwischen Ländern und Kulturen und findet, dass ein gut gedeckter Tisch Menschen verbindet. Ihr Reise-Credo: ... mehr
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