Eigentlich ist Costa Rica für die Gastfreundlichkeit der Bevölkerung bekannt. Jetzt warnt das Auswärtige Amt allerdings vor Gewalt in vielen, auch bei Touristen beliebten, Orten aus. Der Grund: Die gewalttätigen Konflikte zwischen Drogenhändlern nehmen zu. 

„Die Gefährdung durch Kriminalität in Costa Rica ist hoch, es muss mit einer höheren Gewaltbereitschaft gerechnet werden. Dies gilt vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Morde als Folge von Konflikten zwischen Drogenhändlern nehmen ständig zu, Schusswechsel werden nun auch tagsüber in der Öffentlichkeit ausgetragen, ohne Rücksicht auf Unbeteiligte“, so die Behörde.

Zudem seien ausländische Reisende in beliebten Urlaubsregionen wie Cahuita und Puerto Viejo an der Karibikküste häufig Opfer von bewaffneten Raubüberfällen.

Gewalt in Costa Rica: Diese Regionen sind betroffen

In der gesamten Hauptstadt San José, besonders in der Umgebung der Busbahnhöfe, kommt es zu Gewalt. Außerdem solle das Dorf Uvita, die Region zwischen Jacó und Quepos und die Strände in der Region Guanancaste gemieden werden.

Ab der Brücke beim Fluss Tarcoles, sowie am Playa Hermosa und in Drake Bay werden vermehrt Autoaufbrüche und Autodiebstähle gemeldet.

Tipps für Costa Rica: Was Reisende tun können

Das Auswärtige Amt gibt folgende Tipps für Urlauber in Costa Rica:

  • Nur so viele Wertsachen mitführen wie unbedingt nötig
  • Keinen Schmuck oder sichtbare Gürteltaschen tragen
  • Gepäck nie unbeaufsichtigt lassen, auch nicht in abgeriegelten Fahrzeugen
  • Bei bewaffneten Überfällen nicht zur Wehr setzen, da die Täter die Waffe tatsächlich anwenden könnten

Zudem seien in letzter Zeit vor allem Reisebusse mit Touristen auf dem Weg nach Embarquadero La Pavona überfallen worden.

Zur Sicherheit sollte daher der Reisepass ausnahmsweise im Reisegepäck und damit im Gepäckraum verwahrt werden. Als „falsches Handgepäck“ können kleine Taschen mit etwas Geld und verzichtbarer Kleidung bereitgehalten werden.