Sachsen: Die 25 schönsten Schlösser | reisereporter.de

Die 25 schönsten Burgen und Schlösser in Sachsen

Sachsen ist ein Land der Schlösser und Burgen. Wo einst Könige residierten und Ritter rauften, gibt es heute nicht nur Historisches zu bestaunen. Der reisereporter stellt dir die schönsten Kulturdenkmäler vor.

Roland Herold
Robert Nößler
pixabay.com/neufal54
Ein Meisterwerk der Bau- und Gartenkunst in Sachsen: Das Schloss und der Park in Bad Muskau sind seit 2004 eine Unesco-Welterbe-Stätte.

Foto: pixabay.com/neufal54

„Macht doch eiern Dreck alleene!“, soll der letzte Sachsenkönig Friedrich August III. am 13. November 1918 zornig gebrüllt haben, bevor er abdankte und sich auf das Schloss Sibyllenort zurückzog.

Verbürgt ist es nicht. Auf jeden Fall aber war damit das Ende der Monarchie in Sachsen besiegelt. Zum angenehmen Teil ihres Erbes zählen die Schlösser, Burgen, Gärten und Klöster. Insgesamt gibt es mehr als 1.000 solcher Objekte im Freistaat. Der reisereporter stellt 25 der schönsten Kulturdenkmäler vor.

Dresdner Zwinger

Der Dresdner Zwinger entstand im Jahre 1709 zunächst nur als ein von Holzgebäuden umrahmter Festplatz für Turniere und anderer höfischer Spiele des sächsischen Adels, als eine Art Amphitheater.

Von 1710 bis 1719 ließ ihn August der Starke durch den Landesbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann in Sandstein aus der Sächsischen Schweiz errichten. Erst 1847 bis 1854 wurde die offene Elbseite des Zwingers durch die von Gottfried Semper geschaffene Gemäldegalerie geschlossen.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Dresdner Zwinger errichtet. Heute beheimatet er unter anderem die weltberühmte Gemäldegalerie Alte Meister mit Werken aus Renaissance, Manierismus und Barock.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Dresdner Zwinger errichtet. Foto: pixabay.com/andreas160578

Dresdner Zwinger | Adresse: Sophienstraße, 01067 Dresden | Öffnungszeiten: Innenhof und Außengalerien haben ganzjährig täglich ab 6 Uhr geöffnet | Eintritt kostenlos

Schloss Wolkenstein

Auf einem Felsvorsprung, in der gleichnamigen Stadt gelegen, thront das Schloss Wolkenstein. Rund 80 Meter über dem Fluss Zschopau befand sich an der Stelle des Gebäudes ursprünglich eine Wehrburg. 

Im 14. Jahrhundert wurde als Nachfolgebau der Wohnturm mit Küchenhaus errichtet. Rund zwei Jahrhunderte später kamen Süd- und Nordflügel sowie Torhaus hinzu. Ein Museum im Schloss bietet heute Einblicke in die Geschichte des Bauwerkes und der Stadt.

Schloss Wolkenstein | Adresse: Schloßplatz 1, 09429 Wolkenstein | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: Erwachsene 3 Euro, Kinder 1,50 Euro

Schloss Weesenstein

Schloss Weesenstein im Müglitztal ist eine im Jahr 1318 erstmals urkundlich erwähnte Wehranlage, die als Wohnsitz verschiedener Adelsfamilien diente. An einem Quarzitfelsen errichtet, wuchs das Gebäude von oben nach unten.

So befinden sich die Pferdeställe und der Keller über den Jahrhunderte später gebauten herrschaftlichen Wohnräumen. Der Schlosspark wurde 2007 als einer der zehn schönsten Parks in Deutschland ausgezeichnet.

WeesensteinSchloss Weesenstein im Müglitztal besitzt nicht nur eine außergewöhnliche Architektur, sondern auch eine rund 700-jährige Geschichte.
Schloss Weesenstein im Müglitztal besitzt nicht nur eine außergewöhnliche Architektur, sondern auch eine rund 700-jährige Geschichte. Foto: pixabay.com/alfapp

Schloss Weesenstein | Adresse: Am Schloßberg 1, 01809 Müglitztal | Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober 2018 täglich 10 bis 18 Uhr, bis 31. März 2018 Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr | Eintrittspreise: 7,50 Euro, ermäßigt 6 Euro, Kinder (von 6 bis 16 Jahren) 1 Euro

Schloss Schwarzenberg

Schloss Schwarzenberg wurde auf den Grundmauern einer Burg erbaut und war in den mehr als 800 Jahren seiner Entwicklung unter anderem Verwaltungsmittelpunkt und Wohnstätte verschiedener Adelsfamilien.

Zentrum des Gebäudes ist der im 13. Jahrhundert erbaute Palast. Ältester Teil ist der Bergfried, der ursprünglich in Holz ausgeführt war. Heute beherbergt Schloss Schwarzenberg ein Geschichtsmuseum sowie eine Bibliothek.

SVom Fluss Schwarzwasser umflossen, ist das Schloss eines der ältesten Gebäude der Erzgebirgsstadt Schwarzenberg.
Vom Fluss Schwarzwasser umflossen, ist das Schloss eines der ältesten Gebäude der Erzgebirgsstadt Schwarzenberg. Foto: pixabay.com/Bilderandi

Schloss Schwarzenberg | Adresse: Obere Schloßstraße 36, 08340 Schwarzenberg/Erzgebirge | Öffnungszeiten:  Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro

Burg Mylau

Die Burg Mylau bei Reichenbach gehört mit ihren drei Türmen zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Wehrbauten des sächsischen Vogtlandes. Bereits im Jahr 1180 gegründet, vollzog die Anlage im 15. und 16. Jahrhundert einen Wechsel von der Wehr- zur Wohnburg.

Wertvollster Raum ist der nach dem Vorbild des Festsaals der Wartburg entstandene Ratssaal von 1896. Seit 1893 beheimatet die Burg ein Naturkunde- und Geschichtsmuseum. Jedes Jahr finden zudem ein Puppenspielfest im Februar sowie ein Burgfest im Sommer statt.

#burgmylau #vogtland #burgfräulein

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Burg Mylau | Adresse: Burg 1, 08499 Mylau | Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: 5 Euro, Kinder bis einschließlich 16 Jahre frei

Burg und Schloss Frauenstein

Das Renaissanceschloss Frauenstein bei Freiberg wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Bereits 1218 war die angrenzende Burganlage erstmals urkundlich erwähnt worden. Im Jahr 1728 fielen die mittelalterlichen Gemäuer jedoch einem Brand zum Opfer – heute bilden sie die größte Burgruine Sachsens.

Im benachbarten Schloss beheimatet ist das Gottfried-Silbermann-Museum, welches über Leben und Werk des berühmten sächsischen Orgelbauers informiert.

Borgen i Frauensten

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Burgruine und Schloss Frauenstein | Adresse: Am Schloss, 09623 Frauenstein | Öffnungszeiten: Silbermann-Museum von Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, Burgruine zusätzlich von Mai bis Oktober | Eintrittspreise: 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, von November bis April 2,50 Euro, ermäßigt 2 Euro

  

Galerie: Noch mehr Schlösser und Burgen in Sachsen

Schloss Augustusburg

Schloss Augustusburg südöstlich von Chemnitz wurde zwischen 1568 bis 1572 unter Kurfürst August auf dem 516 Meter hohen Schellenberg als Jagdschloss errichtet. Bis zu dieser Zeit befand sich an der Stelle eine Burganlage aus dem 13. Jahrhundert, die jedoch im 16. Jahrhundert durch Brand und Blitzeinschlag stark beschädigt wurde.

Im Schloss untergebracht sind heute unter anderem eine Jugendherberge, eine Motorradausstellung, ein Kutschenmuseum sowie ein Museum für Jagdtier- und Vogelkunde.

Jagdschloss Augustusburg | Adresse: Schloßstraße 1, 09573 Augustusburg | Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 9.30 bis 18 Uhr, November bis März täglich 10 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro

Schloss Moritzburg

Dank der imposanten Kulisse gehörte das im 16. Jahrhundert gebaute Schloss Moritzburg seit jeher zu den beliebtesten Jagdaufenthalten sächsischer Kurfürsten und Könige. August der Starke ließ das Gebäude von 1723 bis 1733 nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann zu einem Jagd- und Lustschloss umbauen.

Eine Geweihsammlung, die als eine der bedeutendsten der Welt gilt, zeugt noch heute von dieser Tradition. Darunter befindet sich auch der berühmte 66-Ender, das schwerste Hischgeweih der Welt.

Moritzburg August der Starke ließ Schloss Moritzburg im 18. Jahrhundert zu einem prunkvollen Jagddomizil umbauen. Mehrere Hirschgeweih-Ausstellungen zeugen noch heute von dieser lange gehegten Tradition.
Moritzburg August der Starke ließ Schloss Moritzburg im 18. Jahrhundert zu einem prunkvollen Jagddomizil umbauen. Foto: pixabay.com/Walle1886

Schloss Moritzburg | Adresse: Schloßallee, 01468 Moritzburg | Öffnungszeiten: Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ab 17. November 2018 bis 3. März 2019: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Barockausstellung (mit Schatzfund & Federzimmer) 20. März bis  4. November 2018 täglich 10 bis 18 Uhr | Eintrittspreise: 8 Euro, ermäßigt 6,50 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre) 1 Euro

Festung Königstein

In der Sächsischen Schweiz auf einem Hochplateau des Elbsandsteingebirges gelegen, thront die Festung Königstein, Europas größte Bergfestung, rund 240 Meter über dem Elbtal. Die sächsischen Herzöge und Kurfürsten nutzten die 1233 erstmals urkundlich erwähnte Anlage vor allem als sicheren Hort in Kriegszeiten, als Jagd- und Lustschloss aber auch als gefürchtetes Staatsgefängnis.

Königstein wurde nie eingenommen – zu groß war die Abschreckung der bis zu 42 Meter hohen Außenmauern des Gebäudes.

KönigsteinEuropas größte Bergfestung Königstein liegt auf einem Tafelberg oberhalb des gleichnamigen Orts in der Sächsischen Schweiz.
Europas größte Bergfestung Königstein liegt auf einem Tafelberg oberhalb des gleichnamigen Ortes in der Sächsischen Schweiz. Foto: pixabay.com/Seaq68

Festung Königstein | Adresse: Festung, 01824 Königstein | Öffnungszeiten: 24. März bis 31. Oktober täglich 9 bis 18 Uhr, 1. November bis 23. März täglich 9 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: 24. März bis 31. Oktober 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, 1. November bis  23. März (außer an Adventswochenenden) 8 Euro, ermäßigt 6 Euro

Burg Stolpen

Die 1222 zum ersten Mal urkundlich erwähnte Burg Stolpen, 20 Kilometer östlich von Dresden, entspricht dem Typ einer Abschnittsburg. Sie gliedert sich über eine Länge von rund 220 Metern in Vorburg, obere Vorburg und Hauptburg.

Von 1716 bis 1765 diente das Gebäude als Gefängnis für Gräfin Constantia von Cosel, eine Mätresse August des Starken. Da sie zwei Jahrzehnte lang im Johannisturm untergebracht war, wird dieser im Volksmund auch Coselturm genannt.

Das Erscheinungsbild der Burg Stolpen wird vom Johannisturm – im Volksmund auch Coselturm genannt – dominiert. Eine Geschichtsausstellung informiert unter anderem über die Gefangenschaft der Gräfin Constantia von Cosel auf der Burg.
Das Erscheinungsbild der Burg Stolpen wird vom Johannisturm – im Volksmund auch Coselturm genannt – dominiert. Foto: pixabay.com/maxmann

Burg Stolpen | Adresse: Schloßstraße 10, 01833 Stolpen | Öffnungszeiten: 1. November 2017 bis 24. März 2018 Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, 25. März bis 31. Oktober 2018 täglich 10 bis 18 Uhr | Eintrittspreise: 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre) 1 Euro

Burg Scharfenstein

Die auf einem Bergsporn gelegene Burg Scharfenstein im erzgebirgischen Ort Drebach wurde um 1250 durch die Herren von Waldenburg errichtet und rund 100 Jahre später erstmals urkundlich erwähnt. 1921 zerstörte ein Brand Teile des Gebäudes. In Anlehnung an die alte Gestalt erfolgte kurze Zeit später der teilweise Wiederaufbau.

Nach 1945 beheimatete die Burg mehrere Schulen sowie ein Kinder- und Jugendheim. Zwischen 1990 und 1995 wurde sie umfassend saniert. Der Bergfried wird heute als Aussichtsturm genutzt.

Burg Scharfenstein | Adresse: Schloßberg 1, 09430 Drebach | Öffnungszeiten: April bis Oktober Dienstag bis Sonntag 10 bis 17.30 Uhr, November bis März Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: 7 Euro, ermäßigt 6 Euro

Burg Kriebstein

Die Burg Kriebstein bei Waldheim wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Die Bergspornanlage zeichnet sich durch spätmittelalterliche Erkertürmchen und Dachreiter aus, die eine unverwechselbare Dachsilhouette bilden.

Kostbarkeit der Burg ist das Kriebsteinzimmer, eine einzigartig erhaltene Bohlenstube aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts. Der Fluss Zschopau umfließt das historische Gemäuer.

Malerisch schlängelt sich die Zschopau um die Burg Kriebstein im Landkreis Mittelsachsen.
Malerisch schlängelt sich die Zschopau um die Burg Kriebstein im Landkreis Mittelsachsen. Foto: pixabay.com/gabio

Burg Kriebstein | Adresse: Kriebsteiner Straße 7, 09648 Kriebstein | Öffnungszeiten: 1. Februar bis 31. März 2018 Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, 1. April bis 31. Oktober 2018 Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr, 1. bis 30. November 2018 Samstag, Sonn- und Feiertage 10 bis 16 Uhr, 1. Dezember bis 31. Januar geschlossen | Eintrittspreise: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre) 1 Euro

Burg Gnandstein

Die Entstehungszeit der historischen Gemäuer von Burg Gnandstein in Frohburg wird um das Jahr 1200 datiert. Zwar wurde die auf einem Porphyrit-Felsen gelegenen Höhenburg während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) von schwedischen Truppen teilweise zerstört.

Aufgrund umfangreicher Renovierungs- und Rekonstruktionsarbeiten im vergangenen Jahrhundert gilt das Gebäude heute jedoch als Sachsens am besten erhaltene romanische Wehranlage.

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Burg Gnandstein | Adresse: Burgstraße 3, 04654 Frohburg | Öffnungszeiten: 6. November 2017 bis 23. März 2018 geschlossen, 24. März bis 4. November 2018 Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage 10 bis 18 Uhr | Eintrittspreise: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder (von 6 bis 16 Jahren) 1 Euro

Barockgarten Großsedlitz

In Heidenau, südöstlich von Dresden gelegen, ließ Christoph August von Wackerbarth den Barockgarten Großsedlitz mit dem Friedrichschlößchen 1719 als Ruhesitz errichten. Das ursprüngliche Barockschloss wurde 1871 abgerissen und durch ein kleineres Gebäude ersetzt.

Bis 1763 nutzten die Mitglieder des Dresdner Hofes den im französischen Stil angelegten, terrassenförmigen Barockpark für glanzvolle Feste. Heute gehört er zu den markantesten Anlagen seiner Art in Deutschland.

Früher feierte die höfische Gesellschaft im Barockgarten Großsedlitz rauschende Feste – heute ist er für Besucher und Touristen zugänglich. Das Friedrichschlößchen beheimatet mittlerweile ein Café.
Früher feierte die höfische Gesellschaft im Barockgarten Großsedlitz rauschende Feste – heute ist er für Besucher und Touristen zugänglich. Foto: pixabay.com/sapphoris

Barockgarten Großsedlitz | Adresse: Parkstraße 85, 01809 Heidenau | Öffnungszeiten: 1. November 2017 bis 25. März 2018 geschlossen, 26. März bis 31. Oktober 2018 täglich 10 bis 18 Uhr | Eintrittspreise: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder ab sechs Jahre 1 Euro

Schloss Wackerbarth

Das Barockschloss Wackerbarth zwischen Radebeul und Meißen ist heute Sitz des Sächsischen Staatsweingutes. Von 1727 bis 1730 als Alterssitz für Reichsgraf Christoph August von Wackerbarth erbaut, zeichnet sich das Gebäude durch das achteckige Belvedere sowie die Freitreppe zum Palais aus.

Das Weingut ist insbesondere bekannt für seine mineralreichen Rieslinge und Weißburgunder sowie den Traminer. Seit 1958 wird auf Schloss Wackerbarth auch Sekt nach der klassischen Flaschengärung hergestellt.

WackerbarthAuf Schloss Wackerbarth dreht sich alles um die Trauben: Mit täglichen Wein- und Sekt-Führungen sowie einem eigenen Gasthaus bringt das Sächsische Staatsweingut seinen Besuchern den heimischen Wein- und Sektgenuss näher.
Auf Schloss Wackerbarth dreht sich alles um die Trauben: Mit täglichen Wein- und Sekt-Führungen sowie einem eigenen Gasthaus bringt das Sächsische Staatsweingut den heimischeGenuss näher. Foto: pixabay.com/NGSOFT

Schloss Wackerbarth| Wackerbarthstraße 1, 01445 Radebeul | Öffnungszeiten: Der Markt hat von Januar bis März 10 bis 18 Uhr, von April bis Dezember 10 bis 19 Uhr geöffnet | Eintrittspreise: kostenfrei zugänglich

Residenzschloss Dresden

Im Jahr 1289 wurde erstmals eine Burg nahe der Elbe urkundlich erwähnt, die ab 1400 mit dem Bau des Hausmannsturms zu einer fürstlichen Residenz Stück für Stück ausgebaut wurde. Seit 1485 ist das Schloss der Stammsatz der albertinischen Wettiner.

Bei den Luftangriffen auf Dresden vom 13. zum 14. Februar 1945 wurde das Schloss teils komplett zerstört. Mit der Wende begann unter großen Anstrengungen der Wiederaufbau des Ensembles.

Heute befinden sich im Dresdner Residenzschloss die Ausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die eine der größten Kunstsammlungen Europas darstellen. Vom Hausmannsturm aus hast du einen grandiosen Blick auf Dresdens Innenstadt, die Brühlsche Terrasse, den Dresdner Zwinger und die Frauenkirche Dresden.

Das Dresdner Residenzschloss erstreckt sich zwischen Taschenberg, Sophienstraße, Schlossstraße und Schlossplatz. Der markante Hausmannsturm ist 100 Meter hoch.
Das Dresdner Residenzschloss erstreckt sich zwischen Taschenberg, Sophienstraße, Schlossstraße und Schlossplatz. Der markante Hausmannsturm ist 100 Meter hoch. Foto: pixabay.com/FilipAltman

Residenzschloss und Staatliche Kunstsammlungen Dresden | Adresse: Taschenberg 2, 01067 Dresden | Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr | Eintrittspreise: 12 Euro, ermäßigt 9 Euro

Schloss und Park Pillnitz

August der Starke, sächsischer Kurfürst und König, erwarb das elf Kilometer entfernte Schloss Pillnitz einst für seine berühmteste Mätresse. Als sie später in Ungnade fiel, ließ August das Berg- und das Wasserpalais nach Plänen Pöppelmanns errichten.

In der grandiosen, direkt an der Elbe gelegene Schloss- und Parkanlage findest du die 250 Jahre alte japanische Kamelie, die Orangerie und das Palmenhaus.

Auf dem einstigen Rittergut Pillnitz ließ Sachsen-Fürst August der Starke von 1720 bis 1724 eine Schlossanlage im chinesischen Stil bauen – zu dieser Zeit einzigartig in Europa.
Auf dem einstigen Rittergut Pillnitz ließ Sachsen-Fürst August der Starke von 1720 bis 1724 eine Schlossanlage im chinesischen Stil bauen – zu dieser Zeit einzigartig in Europa. Foto: pixabay.com/Dieter_G

Schloss und Park Pillnitz | Adresse: August-Böckstiegel-Straße 2, 01326 Dresden | Öffnungszeiten: der Park hat ganzjährig ab 6 Uhr bis zur Dunkelheit geöffnet, die Museen haben vom 28. April bis 4. November 2018 von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet | Eintrittspreise: Tagesticket „Park“ 3 Euro, ermäßigt 2 Euro (wird vom 29. März bis 4. November 2018 täglich zwischen 9 und 18 Uhr erhoben), Tagesticket „Schloss und Park“ 8 Euro, ermäßigt 6 Euro

Schloss Colditz

Schloss Colditz, 1046 zum ersten Mal erwähnt, wurde in den fast 1.000 Jahren seiner Existenz ganz unterschiedlich
genutzt: Unter Friedrich Barbarossa noch Reichsburg, war es in späteren Jahren für die sächsischen Kurfürsten Witwensitz und Jagdschloss. Im 16. Jahrhundert wandelte sich die Burg zum Renaissanceschloss.

Kurz nach 1800 wurde es Versorgungsanstalt für den Kreis Leipzig. 1829 wurde das Schloss zur Landesversorgungsanstalt für unheilbar Geisteskranke umgestaltet. Knapp 100 Jahre später wurde diese geschlossen, das Schloss unter anderem als Schutzhaftlager, Reichsarbeitslager, Psychiatrie und Krankenhaus genutzt.

In der Zeit des Zweiten Weltkriegs diente es als Kriegsgefangenenlager für alliierte Offiziere mit Sonderstatus, anschließend als Krankenhaus. Seit 1996 ist das Schloss für Touristen offen, seit dem Jahr 2003 ist das Museum hier untergebracht.

Schloss Colditz | Adresse: Schloßgasse 1, 04680 Colditz | Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 10 bis 17 Uhr, November bis März täglich 10 bis 16 Uhr | Eintrittspreise: 9 Euro, ermäßigt 7,50 Euro

Barockschloss Delitzsch

Bestehend aus einem Herrenhaus und einem Turm, wurde das Barockschloss Delitzsch in mehreren Bauphasen errichtet. Auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Wasserburg erbaut, war es von 1387 bis 1540 Verwaltungs- und Reiseresidenz der sächsischen Herrscher, die es um 1535 im Stile der Renaissance umgestalten ließen.

Herzog Christian I. ließ nach französischem Vorbild ab 1689 die Anlage zu einem zu einem Barockschloss aus- und umbauen, welches durch seine geschmackvolle Innenausstattung beeindruckt. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem ein Museum und das Standesamt.

Barockschloss Delitzsch | Adresse: Schloßstraße 31, 04509 Delitzsch | Öffnungszeiten: ganzjährig Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

Schloss Hartenfels

Archäologen vermuten, das das imposante Schloss Hartenfels in der Renaissance-Zeit (mehrere Bauphasen zwischen 1485 und 1546) auf einem ehemaligen slawischen Burgwall gebaut wurde. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind hier mehrere Millionen Euro investiert worden.

Heute erfüllt die Schlossanlage zwei Aufgaben: Sie ist ein beliebter Besuchermagnet in Torgau und außerdem Behördensitz. Blickfang ist eine Wendeltreppe aus Sandstein. In einem Seitenflügel befindet sich die erste evangelisch geweihte Kirche. Für den Besucher lohnt aber auch ein Aufstieg auf den Hausmannsturm.

Schloss Hartenfels | Adresse: Schlossstraße 27, 04860 Torgau | Öffnungszeiten: Hausmannsturm täglich 9 bis 18 Uhr, Lapidarium 1. April bis 31. Oktober Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr,  Ausstellung "Torgau. Stadt der Renaissance und Reformation" 1. April bis 31. Oktober Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, 1. November bis 31. März Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, Dokumentationszentrum täglich 10 bis 18 Uhr | Eintrittspreise: Ausstellung 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Hausmannsturm 1 Euro, Lapidarium 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Dokumentationszentrum Eintritt frei

Albrechtsburg Meißen

Die Gründung der Meißner Burg 929 durch König Heinrich I. gilt als Beginn sächsischer Geschichte. Als Markgrafen von Meißen stiegen die Wettiner später zur beherrschenden Kraft in Mitteldeutschland und schließlich 1423 zu Kurfürsten und Herzögen von Sachsen auf. Die Meißner Burg bildete den Kern der wettinischen Macht und zählte zu deren wichtigsten Aufenthaltsorten.

Spätestens seit 1471 wurde der Neubau eines Schlosses errichtet. Kurfürst August der Starke lässt hier um 1710 unter großer Geheimhaltung die erste europäische Porzellanmanufaktur einrichten. Am 3. Oktober 1990 erfolgte die Wiedergründung des Freistaates Sachsen Hoch auf der Albrechtsburg.

Die Albrechtsburg in Meißen ist die Wiege Sachsens. Jahrhundertelang war sie Herrschaftssitz der Wettiner.
Die Albrechtsburg in Meißen ist die Wiege Sachsens. Jahrhundertelang war sie Herrschaftssitz der Wettiner. Foto: pixabay.com/Trude55

Albrechtsburg Meißen | Adresse: Domplatz 1, 01662 Meißen | Öffnungszeiten: 1. März bis 4. November 2018 täglich 10 bis 18 Uhr, 6. November bis 28. Februar 2018 täglich 10 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: 8 Euro, ermäßigt 6,50 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre) 1 Euro

Burg Mildenstein

Die Burg Mildenstein in Leisnig zählt zu den ältesten Burganlagen Sachsens. Schon im Jahr 1046 wird sie erstmals urkundlich erwähnt. Nacheinander hielten hier Salierkönige, die Staufer unter Kaiser Barbarossa, der die Burg großzügig ausbauen ließ, und wettinische Markgrafen Hof.

Der Bergfried wurde im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts erbaut. Wer die Stufen hinaufsteigt, wird mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Sehenswert sind auch die Burgkapelle, der Rittersaal und das große hölzerne Dachgewölbe.

Burg Mildenstein, Leisnig, Sachsen #castle #sachsen

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Burg Mildenstein | Adresse: Burglehn 6, 04703 Leisnig | Öffnungszeiten: 1. Januar bis 9. Februar 2018 geschlossen, 10. bis 25. Februar 2018 Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, 26. Februar bis 23. März 2018 geschlossen,  24. März bis 31. Oktober 2018 Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag, Sonn- und feiertage 10 bis 18 Uhr, 1. bis 30. November 2018 Sonn- und Feiertage 10 bis 17 Uhr, 1. Dezember 2018 bis 23. März 2019 geschlossen | Eintrittspreise: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder (von 6 bis 16 Jahren) 1 Euro

Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Hermann Fürst von Pückler-Muskau verstand es, die Farben seiner Natur-Kunstwerke so einzusetzen, dass sie im Muskauer Park in jedem Licht beeindrucken. Er ließ sich von englischen Gartenkünstlern inspirieren und schuf auf 830 Hektar ein Gesamtkunstwerk, das die unendlich scheinende Landschaft mit dem Neuen Schloss harmonisch verbindet.

Seit 2004 ist der Park deutsch-polnische Unesco-Welterbestätte.Du kannst ihn auch von einer Kutsche aus oder mit dem Fahrrad erkunden. Und im Café gibt es das berühmte Fürst-Pückler-Eis.

Der Park wurde nach Plänen von Hermann Fürst von Pückler-Muskau zwischen 1815 und 1845 angelegt. Das Schloss, das in letzten Kriegstagen 1945 einer Brandstiftung zum Opfer fiel, wurde beinahe vollständig wiederaufgebaut.
Der Park wurde nach Plänen von Hermann Fürst von Pückler-Muskau zwischen 1815 und 1845 angelegt. Das Schloss, das in letzten Kriegstagen 1945 einer Brandstiftung zum Opfer fiel, wurde beinahe vollständig wiederaufgebaut. Foto: pixabay.com/neufal54

Fürst-Pückler-Park Bad Muskau | Adresse: Orangerie, 02953 Bad Muskau | Öffnungszeiten: Der Park ist im Januar geschlossen, im Februar ist er Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr, 1. bis 29. März: Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr, 30. März bis 31. Oktober: täglich 10 bis 18 Uhr geöffnet, das Neue Schloss mit der Pückler-Ausstellung ist täglich 10 bis 18 Uhr geöffnet | Eintrittspreise: Neues Schloss (Dauerausstellung) 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, Park kostenlos zugänglich

Schloss Hubertusburg

Das Wermsdorfer Schloss Hubertusburg ist dem Größenwahn des sächsischen Kurfürsten zu verdanken, denn eigentlich hatte der Hof bereits das Alte Jagdschloss im Ort. Eigentlich. Doch August der Starke beauftragte 1721 einen Neubau für seinen Sohn. Auf dem Hügel vor dem Ort entstand fortan eine Anlage, die bis Mitte des 18. Jahrhunderts erweitert wurde.

1880 begann mit der Gründung der Heil- und Pflegeanstalt die Geschichte der Schlossanlage als Krankenhausstandort. Bis heute sind in historischen Gebäuden auf dem Gelände Kliniken untergebracht. Das Hauptschloss aber ist weiter Ziel Besuchern, die zur Messe in die Schlosskapelle kommen.

Eines der größten Landschlösser Europas: Schloss Hubertusburg in Wermsdorf. Hierhin kam der Dresdener Hof zur Jagd und zu ausschweifenden Festen. Sogar ein eigenes Opernhaus, riesige Pferdeställe und eine Orangerie gehörten zur Anlage.
Eines der größten Landschlösser Europas: Schloss Hubertusburg in Wermsdorf. Hierhin kam der Dresdener Hof zur Jagd und zu ausschweifenden Festen Foto: pixabay.com/jodose

Schloss Hubertusburg | Adresse: An der Hubertusburg 2, 04779 Wermsdorf | Öffentliche Führungen ohne Anmeldung: jeden Samstag, Sonn- und Feiertag jeweils um 11.30, 14 und 15 Uhr | Eintrittspreise: 3 Euro, Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen frei

Burg Hohnstein

Die Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz ist eine Felsenburg, die sich 140 Meter über dem Polenztal erhebt und wohl im 12. Jahrhundert ursprünglich aus Holzbauten errichtet wurde. Das sächsiche Adelsgeschlecht der Wettiner nutzte die Befestigung als Ausgangsort ihrer Jagdausflüge.

Später war die Anlage Verwaltungssitz, Gefängnis und Jugendherberge. Während der Zeit des Nationalsozialismus diente die Burg als Konzentrationslager sogenannter Schutzhäftlinge und Kriegsgefangenenlager, bevor sie wieder Jugendherberge wurde. Der Ort ist auch Namensgeber des Hohnsteiner Kaspers, einer Puppenbühne, die erstmal 1928 auf der Burg auftrat.

Die Burg Hohnstein, inmitten des Nationalparks Sächsische Schweiz, erhebt sich auf einem Felsen über dem Polenztal.
Die Burg Hohnstein, inmitten des Nationalparks Sächsische Schweiz, erhebt sich auf einem Felsen über dem Polenztal. Foto: pixabay.com/andreasmetallerreni

Burg Hohnstein | Adresse: Markt 1, 01848 Hohnstein | Öffnungszeiten: 21. März bis 31. Oktober täglich 10 bis 17 Uhr | Eintrittspreise: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro

Alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten. Die Öffnungszeiten im Winter sind manchmal witterungsabhäng. Informiere dich am besten vor deinem Besuch auf den Internetseiten der jeweiligen Burgen und Schlösser.

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