Schreib eine Postkarte im Urlaub | reisereporter.de

Warum du im Urlaub Postkarten schreiben solltest

Wann hast du zum letzten Mal eine Karte verschickt? Und haben wir uns auf Postkarten überhaupt noch etwas zu erzählen, wenn alles schon auf Facebook oder Instagram gepostet wurde? Eine Suche nach Antworten.

Nichts sagt so sehr „Ich denk an dich“ wie eine persönliche Postkarte. (Symbolbild)
Nichts sagt so sehr „Ich denk an dich“ wie eine persönliche Postkarte. (Symbolbild)

Foto: unsplash.com/Joanna Kosinska

Weißt du noch damals? Als zwei Wochen ohne die beste Freundin unfassbar lang und SMS verschicken oder Anrufe aus dem Ausland viel zu teuer waren? Als du auf Postkarten ganze Anekdoten, deine Lieblingsmomente und dass es dir gut geht mit dem Adressaten geteilt hast? Lang ist’s her…

Denn all die Gründe, die uns früher Postkarten schreiben ließen, gibt es nicht mehr: Wir haben (fast) überall Internetzugang und alle wissen bestens über unsere Reise Bescheid, weil die schönsten Schnappschüsse schnell gepostet sind. Selbst Geheimtipps und deine Meinungen zu Sehenswürdigkeiten teilst du eher auf Tripadvisor als auf 10,5 mal 14,8 Zentimeter Papier.



Wenn wir im Social-Media-Zeitalter noch eine Karte schreiben, dann wohl höchstens an die Großeltern; jene analoge Spezies, die ohne Instagram-Account auskommt. Aber ganz ehrlich: Freust du dich nicht auch viel mehr über einen handgeschriebenen Gruß im Briefkasten als über Snaps, Insta-Storys oder Whatsapp-Nachrichten?

An diese Wertschätzung erinnern Aktionen wie der internationale „Send a Card to a Friend Day“ (= Schicke-einem-Freund-eine-Postkarte-Tag) am 7. Februar. Und mit unseren ultimativen Tipps macht das Kartenschreiben und -lesen gleich viel mehr Spaß!

Fünf Tipps für interessante Karten – trotz Social Media

1. Schreib persönlich

Einen Facebook-Post schreibst du für deine 300 Freunde. Eine Postkarte nur an eine einzige Person. Je persönlicher du schreibst, desto spannender ist die Karte zu lesen. Hat dich beispielsweise etwas in dem Urlaub an die Person erinnert, an die du schreibst?

Was hätte dem Empfänger oder der Empfängerin der Karte am besten gefallen? Mit welchem lokalen Gericht willst du ihn oder sie nach deiner Rückkehr bekochen?



2. Mach ein Quiz

Diese Tradition habe ich mir von meinen Eltern abgeguckt: Seit Jahren schicken sie einem befreundeten Pärchen drei Fragen, die irgendwie mit dem Urlaubsort zu tun haben. Wenn sie sich nach der Rückkehr dann wiedersehen, müssen diese beantwortet sein.

Das war natürlich spannender, als man noch nicht die Antwort auf fast jede Frage ergooglen konnte. Vielleicht fällt dir aber trotzdem etwas ein, das anspruchsvollere Recherche erfordert. Oder du drehst das Spiel um und schreibst drei Antworten auf, zu denen die Empfänger die Fragen formulieren müssen.

3. Achte aufs Äußere

Nicht nur der Inhalt, auch das Aussehen einer Karte kann sie besonders machen. Ein paar Beispiele: Finde Karten mit Esel-Motiven für deine Esel-verrückte Schwester, ein bestimmtes Farbschema für die Freundin oder Retro-Postkarten für den verrückten Onkel.

Oder schicke eine schöne Karte an den größten Bücherwurm, den du kennst – und schreibe nichts außer der Adresse und „Dein neues Lesezeichen“ auf die Rückseite. Es gibt unendlich viele Ideen, wenn du dir die Zeit nimmst, kreativ zu werden!



4. Dichte etwas

Das kann erst mal einschüchtern. Dabei musst du vorm Dichten keine Angst haben. Entweder, dein Gedicht wird gut und du rührst deine(n) Leser(in). Oder es wird schlecht. Das ist eigentlich noch besser, weil witziger. Nichts geht über grottige Reime!

5. Schreib einfach

„Ich sende dir sonnige Grüße von der Nordsee. Das Wetter ist herrlich und wir sind jeden Tag am Strand. Ich freue mich schon, dich bald wiederzusehen.“ Ist vielleicht langweilig, aber es ist ernst gemeint und erfordert zumindest mehr Herzblut als ein „Alles gut, melde mich in zwei Wochen“ über den Messenger. Im Grunde ist es also eigentlich egal, was du auf die Postkarte schreibst – Hauptsache, du schreibst sie.

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