So wütete „Friederike“ über Deutschland | reisereporter.de

So wütete Orkan „Friederike“ über Deutschland

Am Morgen warnten Meteorologen und der Deutsche Wetterdienst noch vor Sturm „Friederike“ und seinen Böen mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Doch es kam schlimmer, als die Experten erwarteten: „Friederike“ wütete über Deutschland.

„Friederike“ entwurzelte zahlreiche Bäume. Einige, wie hier in Dortmund, fielen auf parkende Autos.
„Friederike“ entwurzelte zahlreiche Bäume. Einige, wie hier in Dortmund, fielen auf parkende Autos.

Foto: imago/Cord

„Friederike“ zog mit bis zu 140 Stundenkilometern über Deutschland hinweg, erreichte auf dem Brocken im Harz sogar die Marke von 200 Kilometern pro Stunde. Am späten Donnerstagnachmittag wurde „Friederike“ deshalb zum Orkan hochgestuft.

Bis dahin hatte sie bereits Bäume entwurzelt, Menschen getötet und den Bahnverkehr komplett lahmgelegt. Der reisereporter fasst die verheerenden Folgen des Orkans zusammen:

Mindestens vier Tote durch „Friederike“

Laut offiziellen Behördenmeldungen forderte der Orkan bis zum Donnerstagabend (21 Uhr) mindestens vier Todesopfer: In Brandenburg und Nordrhein-Westfalen kamen zwei Männer ums Leben, auch zwei Feuerwehrmänner starben.

Bahnverkehr komplett eingestellt

Bereits am Morgen und Vormittag fielen erste Züge aus und es kam zu Verspätungen, am Nachmittag entschied die Deutsche Bahn dann, den Fernverkehr bundesweit „vorsorglich“ einzustellen. 

Dies sei notwendig, so erklärte die Deutsche Bahn schriftlich, um zu verhindern, dass Züge auf offener Strecke stehen bleiben und Fahrgäste nicht betreut werden können.

„Friederike“: Bilder der Verwüstung

Flugausfälle in Deutschland und Europa

Auch im Flugverkehr kam es am Donnerstag zu Einschränkungen: Am Flughafen Hannover wurde der Flugverkehr am Nachmittag ebenfalls komplett eingestellt. Am Flughafen Köln-Bonn ging zeitweise nichts mehr, ab 13 Uhr normalisierte sich der Flugverkehr aber langsam wieder. Am Münchner Flughafen wurden acht Lufthansa-Flüge von und nach Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf gestrichen.

Die Airline KLM aus den Niederlanden teilte mit, dass sie ebenfalls Flüge annulliert – betroffen sind davon auch die Flughäfen Hannover und Bremen. Der Flughafen Schiphol in Amsterdam hatte wegen des Sturms zweitweise alle Flüge gestrichen. Ab 12 Uhr wurde der Verkehr dann wieder aufgenommen.

Der Sturm stellt deine Urlaubsplanung auf den Kopf? Wir erklären dir, welche Rechte Reisende bei höherer Gewalt haben.

„Friederike“ wütet am Jahrestag von „Kyrill“

Zufällig trifft Orkan „Friederike“ genau am elften Jahrestag des verheerenden Orkans „Kyrill“ auf Deutschland, der 2007 landesweit für Zerstörungen sorgte und ebenfalls Menschenleben forderte. Wie der Deutsche Wetterdienst am Nachmittag mitteilte, erreichte „Friederike“ am Donnerstag sogar eine höhere Windgeschwindigkeit als „Kyrill“.

Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr dann die Entwarnung vom Deutschen Wetterdienst: Das Sturmtief „Friederike“ ziehe inzwischen über Polen ostwärts ab. Aufgrund der massiven Schäden, die „Friederike“ angerichtet hat, ist aber auch am Freitag noch mit erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr zu rechnen.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Zur
Startseite