Leipzig: Diese 7 Dinge sind neu | reisereporter.de

Fahr mal wieder nach Leipzig! Diese 7 Dinge sind neu

Du warst schon lange nicht mehr in Leipzig? Also nichts wie hin! Schließlich gibt es allerhand Neues zu entdecken. Wir zeigen dir, was sich in der Stadt seit deinem letzten Besuch verändert hat.

Nadine Marquardt
André Kempner
Im Dezember 2017 weihte die Universität Leipzig das "Paulinum", den Nachfolgebau ihrer vor fast 50 Jahren gesprengten Hochschulkirche ein.

Foto: André Kempner

Was gibt’s Neues? Ziemlich viel! Wer ein paar Jahre nicht in Leipzig war, wird feststellen, dass sich die Stadt verändert hat. Zum Teil deutlich sichtbar, manchmal im Kleinen.

1. Leipzigs neue Universität

Wer vor dem großen Umbau ab 2004 an der Uni Leipzig studiert hat, wird sich bestimmt noch an die alten Treppenhäuser, die stickigen Seminarräume, den Paternoster und die Mensa mit vergilbten Gardinen und direkt auf dem Tablett serviertem Essen erinnern.

Wer heute auf dem Campus am Augustusplatz vorbeischaut, erkennt zwar viele der alten Gebäude in ihren Grundzügen wieder, vom einstigen DDR-Charme ist aber nicht viel übrig geblieben: Seminar- und Hörsaalgebäude wurden komplett saniert, die neue Mensa ist großzügig und bietet viel Auswahl – inzwischen auch auf richtigen Tellern.

Im Dezember 2017 wurde auch ein heiß diskutiertes Gebäude fertig, dass die neue Uni vervollständigt: das Paulinum. Die Aula und Universitätskirche St. Pauli steht heute dort, wo 1968 das SED-Regime die Paulinerkirche gesprengt hatte.

Universität Leipzig | Adresse: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig | Öffnungszeiten der Kirche: Dienstag bis Freitag von 11 Uhr bis 15 Uhr, Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr​



2. Neuer Zoo

Der „Zoo der Zukunft“ versucht den Spagat zwischen artgerechter Haltung in naturnaher Umgebung und Unterhaltung und Attraktion für die Besucher.

Nachdem 2011 die Tropenerlebniswelt Gondwanaland eröffnete, 2016 der erste Koala einzog und 2017 die Schneeleoparden und Roten Pandas ihr Himalaya-Reich bezogen haben, geht es 2018 weiter: Im Frühjahr eröffnet die Erlebniswelt Südamerika und der Zoo feiert seinen 140. Geburtstag.

Zoo Leipzig | Adresse: Pfaffendorfer Straße 29, 04105 Leipzig | Öffnungszeiten: 21. März bis 30. April 9 bis 18 Uhr täglich, 1. Mai bis 30. September 9 bis 19 Uhr täglich, 1. bis 31. Oktober 9 bis 18 Uhr täglich, 1. November bis 20. März 9 bis 17 Uhr täglich | Eintrittspreise: Erwachsene 17 Euro, ermäßigt 14 Euro, Kinder (6 bis 16 Jahre) 14 Euro, Familienticket 41 Euro​



3. Neue Trendviertel in Leipzig

Klar, im Waldstraßenviertel, in der Südvorstadt oder in Schleußig – Stadtteile mit Gründerzeithäusern, Altbau-Stuckdecken, Restaurants und zentraler Lage – wollen viele Leipziger, Wiederkehrer und Zugezogene am liebsten wohnen. Doch parallel zur Beliebtheit sind auch die Miet- und Kaufpreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Vor allem Familien mit Kindern finden kaum noch günstigen Wohnraum mit genug Platz für alle. Wer kann, denkt bei einem guten Mietvertrag einfach nicht ans Umziehen – oder sucht sich eine Wohnung in einem der neuen Trend-Viertel in Leipzig.

Die einstigen Hotspots Plagwitz und Lindenau sind schon durch: Wer gut und günstig wohnen will, sollte sich rings um die Eisenbahnstraße, in Kleinzschocher oder Leutzsch umschauen. Das Gute: Selbst von Randbezirken braucht man höchstens eine halbe Stunde in die City. Ganz gut, dass Leipzig dann eben doch nicht Berlin ist.

  

Galerie: Leipzig zur blauen Stunde

4. Neue Fortbewegungsmittel

Lange hatte es gedauert: Nach mehr als zehn Jahren Bauzeit wurde 2013 der City-Tunnel freigegeben, Leipzigs unterirdische S-Bahn-Verbindung in den Süden der Messestadt.

Aber eigentlich ist der Leipziger ja am liebsten mit dem Rad unterwegs. Das ist meistens schneller als das Auto, flexibler als Bus und Bahn und spart nebenbei den Gang ins Fitnessstudio. Doch in letzter Zeit ist auch die Fortbewegung auf dem Wasser in Mode gekommen.

Noch pendeln die wenigsten mit dem Paddelboot auf Arbeit. Doch am Wochenende hat sich bei schönem Wetter gefühlt die halbe Stadt in Ruderbooten, Kanus und Kajaks auf dem Karl-Heine-Kanal, dem Elsterflutbett und der Pleiße verabredet.

Sobald es die Temperaturen wieder zulassen, lohnt sich ein Abstecher auf das Wasser: So kann man die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive erleben.

5. Neues Gotteshaus

Seien wir mal ehrlich: Die meisten Leipziger gehen nur zum Krippenspiel an Heiligabend und im Urlaub bei der Sightseeing-Tour in eine Kirche. Aber es gibt sie auch hier, die gläubigen Christen. Die Zahl der Katholiken steigt in der Messestadt seit Jahren, vor allem aufgrund von Zuzügen.

Schöne evangelische Gotteshäuser gibt es viele, doch die katholische Propsteikirche St. Trinitatis, ein Bau in der Emil-Fuchs-Straße aus dem Jahr 1982, war vor allem für ihre Bauschäden bekannt.

2015 konnte die Gemeinde dann ihre neue Kirche einweihen: Ein modernes Gebäude direkt gegenüber des Neuen Rathauses und der erste katholische Kirchenneubau im Osten nach der Wende. Die Kosten von rund 17 Millionen Euro wurden zum großen Teil über Spenden finanziert.

Propsteikirche St. Trinitatis | Adresse: Nonnenmühlgasse 2, 04107 Leipzig



6. Leipzigs neue Flaniermeilen

Der Drallewatsch ist der Klassiker unter den Leipziger Kneipenmeilen – kein Geheimtipp mehr, aber immer gut besucht und vor allem im Sommer ist im schmalen Barfußgässchen kaum ein Durchkommen.

Dann kam die Karl-Liebknecht-Straße mit Kneipen, Bars, Dönerläden und Restaurants, die eher das junge und hippe Publikum anziehen.

Doch in Leipzig ist genug Platz für Newcomer: Die angesagten Szenekneipen eröffnen inzwischen auf und um die Karl-Heine-Straße in Plagwitz, die alternativen und künstlerischen Bars auf der Georg-Schwarz-Straße und kleine, feine Geschäfte finden sich auf der Waldstraße und der Könneritzstraße.



7. Neue Straßen

Ja, es gibt sie noch, die Schlaglöcher und Huckelpisten auf den Leipziger Straßen. Doch es werden weniger. Denn nach und nach wird saniert, umgebaut und nach den Bedürfnissen einer wachsenden Stadt umgestaltet, in der sich immer mehr Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer, Straßenbahnen und Busse den Platz teilen müssen.

Nach zwei Jahren Bauzeit – einer Geduldsprobe für Anwohner und Gewerbetreibende – wurde 2015 die neue Karl-Liebknecht-Straße fertig. 2016 konnten sich die Schleußiger über die sanierte Könneritzstraße freuen. Trotz solcher Großprojekte und vielen kleineren Arbeiten, gibt es noch genug Holperpisten in Leipzig.

Je weiter draußen, umso mehr Schlaglöcher heißt es dabei häufig. Die gute Nachricht: 2018 will die Stadt fast 19 Millionen Euro in den Straßenbau investieren.

Blühende Landschaften: Die Linie 1 fährt über die sanierte Könneritzstraße auf ihrem Weg in Richtung Leipzig-Mockau.
Blühende Landschaften: Die Linie 1 fährt über die sanierte Könneritzstraße auf ihrem Weg in Richtung Leipzig-Mockau. Foto: André Kempner

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