Thalasso! Altgriechisch für „Meer“. Heute steht der Begriff auch für Wellness, Entspannung und sogar Heilung. Die Nordsee-Insel Langeoog wirbt damit, dass dieses schöne Eiland nicht nur autofrei ist, sondern seit 2014 auch mit der Zertifizierung zum Thalasso-Nordseeheilbad geadelt ist. Früher machte man also eine Kur mit Sport, Heilanwendungen und Spazierengehen am Strand, heute wird das von den Krankenkassen beziehungsweise der Rentenversicherungsanstalt kaum noch bezahlt. Also bucht man – mit oder ohne Rezept des Arztes – Wellness und medizinische Anwendungen in bester Nordseeluft, fühlt sich super, erholt und gut durchgepustet und erzählt daheim vom Thalasso-Wellnessfeeling.

Meerluft? Nein Thalasso-Aerosole!

Mal abgesehen von Bio-Hotels, Bio-Küche und Fairtrade-Zertifikaten, die neuerdings auch zur Insel gehören, ist das Angebot Thalasso nicht wirklich neu. Egal. Heute jedenfalls steigt man in ein perfekt temperiertes Meerwasser-Sanddornölbad, lauscht den Klängen der Entspannungsmusik, wird in ein warmes, weiches Riesenhandtuch gewickelt, wenn man fertig ist, und genießt anschließend die angenehme Sanddornöl-Ganzkörpermassage. Und atmet auf dem Weg zur Sanddorntorte in der Strandhalle noch ordentlich gute Meerluft, sorry Thalasso-Aerosole, ein.
Davon gibt es auch reichlich, wenn der Wind von vorn pfeift und man mit dem Fahrrad in Richtung Flinthorn zum Naturerlebnispfad fährt. Hier ist man mit Vögeln, Salzwiesen und sogar Seehunden auf Du und Du. Denn massentauglich ist der ein wenig beschwerliche Weg nicht. Aber Masse gibt es in der Nebensaison ohnehin nicht. Eigentlich das beste Argument, mal wieder zu sagen: „Ich bin reif für die Insel.“