Polarlichter: Die schönsten 9 Orte | reisereporter.de

9 Traumorte, an denen du die Polarlichter erlebst

Abgefahren, märchenhaft, faszinierend: Polarlichter sind wirklich eine Natursensation. Der reisereporter zeigt dir, wo sich das Warten aufs Himmelsleuchten wirklich lohnt. 

Mond und Venus in den Polarlichtern über der Region Troms in Norwegen.
Mond und Venus in den Polarlichtern über der Region Troms in Norwegen.

Foto: imago/blickwinkel

Generell gilt: Je näher am Nordpol, desto größer ist die Chance auf eine echte Show am Himmel. Als Zielorte eignen sich also die nördlichen Teile Schottlands und Skandinaviens mit Spitzbergen, Island, Grönland, Kanada, Alaska und Nordsibirien. Zusammen werden diese Ecken als Polarlichtoval bezeichnet.

Auf der Homepage des Space Weather Prediction Centers gibt es aktuelle Wetter- beziehungsweise Polarlichtvorhersagen. Denn für tatsächliche Sichtbarkeit der Lichter darf der Himmel nicht bewölkt sein. Zudem entsteht das Phänomen nur in den dunklen Monaten – also von September bis etwa Ende März. Wir zeigen die besten Ecken für einen Polarlichttrip. 

Schottland

Der Norden Schottlands liegt etwa auf der Höhe des südlichen Zipfels Grönlands und Norwegens. Und auch auf der Insel zeigen sich die „Mirrie Dancers“, wie die Schotten umgangsprachlich zu den Polarlichtern sagen.

Um möglichst große Chancen zu haben, sie zu sehen, sollten Touristen an die Küsten im Norden des Landes fahren. Der Galloway Forest Park ist zwar nicht ganz so hoch im Norden, er ist aber der dunkelste Ort des Landes.

Wer hier nächtigt, was etwa in einem Wohnmobil möglich ist, und eine klare kalte Nacht erwischt, wird nicht nur von den Lichtern, sondern auch vom Sternenhimmel begeistert sein.

Clatteringshaws Loch, Galloway Forest Park.

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Norwegen

Die Stadt Tromsø liegt nördlich des Polarkreises. Außerhalb der hell beleuchteten Straßen ist die Aurora borealis ziemlich sicher zu sehen – sowohl am Festland als auch auf dem Wasser.

Auf Kreuzfahrtschiffen, die auf den Hurtigruten entlang Norwegens Schären fahren, kann man geradezu durch das Grün am Himmel schippern. Und in der Stadt zu Fuß den Berg hinauflaufen oder am Hafen was trinken gehen. 

Die norwegische Stadt Tromsø liegt nördlich des Polarkreises.
Tromsø in Norwegen liegt nördlich des Polarkreises. Abgesehen von der sehr großen Chance, hier Polarlichter zu sehen, ist auch die Stadt selbst sehenswert. Foto: Pixabay/Mariamichelle
 

Schweden

Der Abisko-Nationalpark ist der ideale Ort in Schweden, um Polarlichter zu sehen. Im sogenannten Blauen Loch von Abisko ist es besonders häufig wolkenlos, und die Luft ist nicht verschmutzt.

In der dortigen Aurora Sky Station kann man nächtigen. Die Preise beginnen bei etwa 70 Euro die Nacht pro Person. Auch ein exklusives Dinner wird angeboten. Erreichbar ist die Station über eine Seilbahn. 



Finnland

Im finnischen Lappland sind die Polarlichter von fast überall aus zu sehen. Daher hat sich auch ein ganzer Tourismuszweig darauf ausgerichtet. Mehrere Hotels bieten Schlafplätze, von denen aus du in den Himmel schauen kannst – ob in Form von Iglus oder mit Quadern mit großen Panoramafenstern.

Die schönsten Luxushotels mit Nordlichtblick in Finnland haben wir dir schon vorgestellt. 

Ein Hotel in Finnland vermietet Iglu-artige Hütten aus Glas.
Im Norden Finnlands können Touristen eine Art Iglu mit Glasdach mieten und vom Bett aus die Polarlichter sehen. Foto: imago/Xinhua

Island

Auf Island sind die Polarlichter eigentlich überall zu sehen, selbst in der Hauptstadt Reykjavik. Nicht weit entfernt liegt der Thinkvellir-Nationalpark. Das Naturschutzgebiet ist tags wie nachts einen Ausflug wert. Wie auch in Finnland gibt es hier Hütten mit Aussicht in den Himmel zu mieten.

Ein wirklich schönes Fotomotiv ist der Grotta-Leuchtturm an der Spitze der zur Hauptstadtregion gehörenden Halbinsel Seltjarnarnes. Kein Geheimtipp, ganz allein bist du dort also nicht, aber es lohnt sich trotzdem. 



Alaska

Auch in Alaska heißt es am besten raus aus der Stadt und ab in die Natur. Der Denali-Nationalpark ist die Anlaufstelle für Polarlichtsuchende. Es gibt geführte Touren und Möglichkeiten zu campen. Die Städte Anchorage und Fairbanks bieten aber auch genug Hotels, von denen aus die Lichtshows betrachtet werden können. 

Kanada

In der Weite Kanadas gibt es unzählige Chancen auf Polarlichter – genau genommen die gesamte Küste an der Hudson Bay entlang, im Osten Neufundlands und im Westen in Britisch-Kolumbien. Einfach im Dunkeln vor die Tür gehen und auf die Lauer legen.

Für Menschen, die nicht aufs Campen stehen und lieber Leute um sich herum haben, ist Edmonton ein heißer Tipp. Die Stadt mit immerhin 1,2 Millionen Einwohnern liegt, nun ja, als Euopäer würde man sagen, sie liegt im Nichts in der Provinz Alberta.

Entsprechend gibt es dort günstige wie exklusivere Unterkünfte. Edmonton richtet zahlreiche Kunst- und Kulturveranstaltungen aus.



Grönland

Nördlicher als Grönland geht fast nicht, klar, da gibt es massig Polarlichter zu sehen. Menschen gibt es hingegen wirklich nicht so viele. Nuuk ist die Haupstadt – mit 17.000 Einwohnern. Grönland ist bekannt für Fjorde, Wasserfälle und Buckelwale. 

Flüge von Deutschland nach Grönland gibt es nur mit Zwischenstopp, meist in Reykjavik, und sie kosten mehr als 1.000 Euro. Sicherlich die außergewöhnlichste Station, um das Himmelleuchten zu beobachten, allerdings eben auch nicht die kostengünstigste Reise.

Polarlichter über der Hauptstadt Grönlands, Nuuk.
Polarlichter über der Hauptstadt Grönlands, Nuuk. Foto: Pixabay/jonasmtbxdk

Nordsibirien

Norilsk gilt als nördlichste Großstadt der Welt. Dort leben etwa 170.000 Menschen. Sie kommen ziemlich häufig in den Genuss der Aurora borealis. Sie kommen allerdings auch oft in den Genuss von drastischen Minusgraden und Schneestürmen. Die Stadt in Russland ist nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Oder durch das Nordpolarmeer, das mit Eisbrecherschiffen frei gehalten wird – das ist nicht zu empfehlen.

Entsprechend gibt es kaum Hotels, aber dafür günstige Ferienwohnungen von Privatanbietern. Zudem dürfen Ausländer ausschließlich mit einer Genehmigung der Stadtverwaltung und des ansässigen Nickelwerks in die Stadt einreisen. Durch den Status als geschlossene Stadt soll laut dem Unternehmen ein Miggrationsproblem unterbunden werden. Aber hey, für die wirklichen Abenteurer kann das genau das Richtige sein. 

Die Leninsky-Prospekt in Norilsk, der nördlichsten Großstadt der Welt.
Der Leninsky-Prospekt in Norilsk, der nördlichsten Großstadt der Welt. Foto: imago/ITAR-TASS

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