Reise an 7 der kältesten Orte der Welt | reisereporter.de

7 eiskalte Orte – und warum du hinreisen solltest

Gehörst du zu den Menschen, die beim Wort Urlaub automatisch an Strand, 30 Grad im Schatten und Nichtstun denken? Du solltest unbedingt mal umdenken! Denn unsere Liste zeigt dir eiskalte Orte, die echt mal eine Reise wert sind.

Wenn du bei minus 30 Grad heißes Wasser in die Luft wirfst, verwandelt es sich augenblicklich in Schnee und Eis, wie hier im kanadischen Yellowknife.
Wenn du bei minus 30 Grad heißes Wasser in die Luft wirfst, verwandelt es sich augenblicklich in Schnee und Eis, wie hier im kanadischen Yellowknife.

Foto: unsplash.com/Priscilla du Preez

Für alle, die sich beim Reisen einem Abenteuer stellen möchten – und gleichzeitig die wortwörtlich coolsten Ecken der Welt entdecken wollen, ist folgende Liste. 

Zugegeben: Viele der kältesten Orte auf der Welt sind aufgrund natürlicher oder gesetzlicher Einschränkungen nicht zugänglich. Die hier aber schon, und du solltest sie unbedingt auf deine Reiseliste setzen:

1. Rovaniemi in Finnland

Wie die meisten coolen Orte dieser Liste kennst du vermutlich Rovaniemi noch nicht. Außer, du bist ein extremer Weihnachtsfan. Denn in der Hauptstadt des finnischen Lapplands wohnt – ganz offiziell – der Weihnachtsmann.

Im Winter, wenn die Temperaturen im Durchschnitt minus zwölf Grad erreichen, kannst du Santas Themenpark besuchen, im Rentierschlitten fahren oder Polarlichter sehen.

Ich hab’s selbst schon gemacht. Glaub mir, diese Reise ins Farbenmeer Finnlands macht dich zum echten Winterfan! Und wenn du (wie ich) vergessen hast, wie sich echte Kälte anfühlt, diese klirrende und schneidende: Nach dieser Reise weißt du es wieder.

Bevor es losgeht, lässt es sich reisereporterin Leonie nicht nehmen, Rentiere zu streicheln.
Bevor es losgeht, lässt es sich reisereporterin Leonie nicht nehmen, Rentiere zu streicheln. Foto: Leonie Greife

2. Spitzbergen in Norwegen

Die Stadt Longyearbyen auf Spitzbergen ist die nördlichste Gegend dieser Liste. Auf der norwegischen Insel sollen mehr Eisbären als Menschen leben. Vermutlich fühlen sich die Tiere an einem Ort, an dem die Temperaturen im Winter gern deutlich unter minus zwölf Grad fallen, einfach wohler. Klar, dass wir uns das unbedingt mal angucken mussten!

Von den 2.600 Menschen leben allein 2.100 in der Hauptstadt Longyearbyen. Ein Ort, der dich garantiert überrascht – auch weil die coolen Bewohner so gastfreundlich sind und eine eigene Brauerei, eine Schokoladenmanufaktur und Straßen nur für Schneemobile haben.

Vorsicht, Eisbären. Auf Spitzbergen soll es mehr Eisbären als Menschen geben.
Vorsicht, Eisbären. Auf Spitzbergen soll es mehr Eisbären als Menschen geben. Foto: Visit Norway

3. Hornstrandir-Naturreservat in Island

Im Naturreservat Hornstrandir, das auf der nördlichsten Halbinsel von Island liegt, bleiben die Temperaturen fast den ganzen Winter bei etwas unter null Grad.

In der Fjordlandschaft kann es aber das ganze Jahr über Schnee geben. Wanderer sollten darauf vorbereitet sein – die unberührte Landschaft bietet nämlich einige der schönsten Wanderwege des Landes. Vielleicht läuft dir hier sogar ein kohlschwarzer Polarfuchs über den Weg.

4. Yellowknife, Kanada

Die kälteste Stadt in Nordamerika ist nach einem Stamm der First Nations, der Ureinwohner Kanadas, benannt, der Werkzeug aus Kupfer verwendete. Im Januar musst du dich warm einpacken, damit du für die monatlichen Durchschnittstemperaturen von  minus 30 Grad gewappnet bist.

Obwohl Yellowknife mitten in der kanadischen Wildnis liegt, bietet die Stadt alles, was von einer Großstadt erwartet wird: Bars, Restaurants, Shopping, Musikkneipen und Museen. Im kalten Winter geht es dort gern etwas kuscheliger zu. Draußen auf dem Great Slave Lake treffen sich die Einheimischen zum Eisfischen.

5. Ulan-Bator in der Mongolei

Weißt du, wo die kälteste Hauptstadt der Welt liegt? Ab jetzt schon! Nämlich in der Mongolei, wo die Temperaturen in Ulan-Bator im Winter nicht selten unter minus 35 Grad sinken. Trotzdem wohnen hier ganze 1,3 Millionen Menschen, die sich mit bunten Häusern und einer ausgeprägten Festivalkultur gegen die langen, trockenen Winter behaupten.

Heißt: Auf zum Kälte-Städtetrip! Was du in Ulan-Bator alles machen kannst? Schlender durch die Straßen und such nach den bunten Häusern. Und wenn dir vom vielen Fotoknipsen nicht warm genug wird, ab ins Museum! Davon gibt’s in der Stadt sehr viele, das größte ist das Naturkundemuseum. Und du musst unbedingt das Gandan-Kloster und den Winterpalast besichtigen.

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6. Jakutsk, Russland

Die kälteste Stadt der Welt kannst du im benachbarten Russland besuchen. Schon die winterliche Durchschnittstemperatur ist kälter, als du dir vermutlich vorstellen kannst: klirrende minus 41 Grad. In einigen benachbarten Siedlungen kann es sogar minus 48 Grad kalt werden.

Ein krasser Unterschied zum Sommer – dann erreichen die Temperaturen milde 20 Grad. Eine Alternative für alle, die sagen wollen, schon mal in der weltweit kältesten Stadt gewesen zu sein, ohne dass sie Angst vor abfrierenden Zehen haben müssen.

7. Denali, Alaska

Falls du dich das gerade fragst: Ja, es geht noch krasser. Am höchsten Berg Nordamerikas werden im Winter mitunter minus 55 Grad verzeichnet. Trotzdem zieht es immer wieder Touristen auf den Mount Denali in Alaska: wegen erstklassiger Langlaufloipen und zum Bergsteigen.

Ein schwer beeindruckendes Vergnügen ist ein Flug auf den Berg. Das hat unser reisereporter Sebastian Scherer schon mal ausprobiert, allerdings nicht im tiefsten Winter.

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