Myrna liebt ihre historische Viola da Gamba – ein Cello-ähnliches Instrument aus dem 17. Jahrhundert. Mit ihr hat sie inden vergangenen 20 Jahren schon zahlreiche Konzerte gespielt und viele Konzertreisen erlebt. Jetzt ging es mit dem Flugzeug von Rio de Janeiro über Rom nach Tel Aviv. 

Sie habe versucht, einen Platz im Flugzeug für das Instrument zu bekommen, erzählt sie dem reisereporter. „Ich habe darum gebeten, das Instrument mit ins Flugzeug nehmen zu dürfen, wie ich es auch zuvor schon oft getan habe.“ Laut der Gepäckbestimmungen von Alitalia muss für ein Cello kostenpflichtig ein Sitzplatz in der Kabine gebucht werden.

Aber das sei von der Airline Alitalia abgelehnt worden, „selbst wenn ich für einen extra Sitzplatz bezahlt hätte“. Begründung: Das Flugzeug sei zu voll. Also habe sie der Airline vertraut und gab die Viola da Gamba als Sondergepäck auf, so Myrna.

Die Viola da gamba war nach dem Flug komplett zerstört

Am Gepäckband in Tel Aviv dann der Schock: Das wertvolle und alte Instrument war komplett zerstört und sah aus, als wäre ein Auto darübergefahren. Eine Hälfte ist komplett zerbrochen. Der Koffer, auf den ein „Vorsicht, zerbrechlich!“-Schild klebt, ist ebenfalls kaputt. „Es tat unfassbar weh, das zu sehen“, sagt Myrna.

Die 66-Jährige, die unter anderem das Ensemble Phoenix leitet, postet den Vorfall in einem Facebook-Post mit dem Titel „Alitalia hasst Musiker“.

Alitalia widerspricht der Musikerin

Die Fluggesellschaft habe ihr versprochen, das Instrument, das sich nicht in einem speziellen Flugkoffer befand, mit Sorgfalt zu behandeln und per Hand ins Flugzeug und wieder hinaus zu tragen. 

Auf reisereporter-Anfrage äußerte sich Alitalia nicht zum Vorfall. Allerdings twitterte die Airline ein Statement. Darin widerspricht sie Myrna und schreibt, dass ihr beim Check-in angeboten worden sei, einen extra Sitzplatz für das Instrument zu kaufen. Die 66-Jährige habe dies jedoch abgelehnt und einen Haftungsausschluss unterschrieben. 

 So klang die historische Viola da Gamba vor dem Flug: