Dramatische Szenen auf einer Skipiste: Heftige Sturmböen erfassen die Gondeln eines Skilifts im Skigebiet Silvretta Montafon in Österreich. Die Gondeln schaukeln gefährlich hin und her, stehen fast senkrecht in der Luft. Die Beine der Skifahrer, die in dem Lift sitzen, schwanken mit. In ihrer Haut möchte wohl niemand stecken.

Der Sessellift bringt Urlauber eigentlich in etwa dreieinhalb Minuten von 1.680 auf 2.009 Meter – doch die Bahn wurde wegen des Sturms „Burglind“ angehalten und stand minutenlang still, während die extremen Böen an den Gondeln zerrten. Facebook-Nutzer Peter Cottens postete ein Video des Vorfalls von Mittwochmittag: 

Die Skifahrer wurden unverletzt geborgen. Gefahr habe für sie zu keinem Zeitpunkt bestanden, beschwichtigt der Betreiber der Seilbahn „Nova Bahn“. Martin Oberhammer, Geschäftsführer der Bergbahnen Silvretta Montafon, sagte gegenüber vorarlberg.orf.at: „Die Gäste waren stets in Sicherheit, die Sicherheitsbügel und Bubble (die Abdeckhaube, Anm. d. Red.) waren auch immer geschlossen.“ Kritisch würde es erst, wenn Sessel an eine Liftstütze schlagen. 

Der Betreiber hatte nach Angaben von Oberhammer wegen der Sturmwarnung am Mittwoch überhaupt nur 22 von 36 Liftanlagen in Betrieb genommen – die gesperrten befanden sich in den hohen Lagen. 

Dass die „Nova Bahn“ fuhr, hält Oberhammer für richtig. Denn sie steht in mittlerer Lage, dort habe es zum Tagesbeginn nur Windgeschwindigkeiten von etwa 40 Stundenkilometern gegeben. Dass der Lift zu spät evakuiert wurde, glaubt Oberhammer nicht. Der Betreiber habe richtig gehandelt, da die Windstärke sich immer um die 80 Stundenkilometer bewegt habe.