Der Israel Bike Trail: 1.000 Kilometer Abenteuer | reisereporter.de

1.000 Kilometer Abenteuer: Der Israel Bike Trail

Israel wird als Reiseziel immer beliebter: Jerusalem für Kulturfans, Haifa für Architekturliebhaber, Tel Aviv für Partymäuse. Mit dem Israel Bike Trail wird es nun auch das Abenteuerland für Radfahrer.

Israel Bike Trail
Bislang führt der Israel Bike Trail auf 300 Kilometern durch Steinwüste, Wälder, historische Städte und über Berge.

Foto: Alon Ron, Israeli Ministry of Tourism

Fahrrad fahren wird in Israel seit einigen Jahren immer beliebter. Das Geschäft mit den Drahteseln boomt geradezu. In Tel Aviv werden die Straßen mit Radwegen ausgebaut und das Land hat es sich zum Ziel gesetzt, seine Vorreiterrolle in Sachen Radfahren im Nahen Osten auszubauen. Schon jetzt gibt es wunderschöne Strecken um den See Genezareth herum oder durch die hügelige Hafenstadt Haifa.

Israel will Eldorado für Radfahrer werden

Doch da geht noch was: Ungefähr 1.000 Kilometer lang wird der geplante Israel Bike Trail nach seiner Fertigstellung sein. Die Planungen zur ultimativen Radstrecke quer durch das Land begannen im Jahre 2006. 

Er beginnt ganz im Norden, beim schneebedeckten Berg Hermon und führt durch das ganze Land bis in die südliche Wüste nach Eilat. Auf der Strecke radelst du durch die schönsten Landschaften und an den bedeutendsten historischen Stätten, die Israel zu bieten hat, vorbei. Auf dem Weg gibt es sowohl Ruinen zu bestaunen als auch Hochhäuser der modernen Städte.

300 Kilometer Bike Trail sind bereits fertig

Bis jetzt sind 300 Kilometer der Strecke (von der Stadt Mitzpe Ramon aus bis Eilat ganz im Süden) fertiggestellt. Die Strecke führt etappenweise über frühere Karawanenwege durch die Wüste und entlang historischer Kulturstätten wie der Saharonim-Festung, einem antiken Rastplatz auf der ehemaligen Gewürzroute, oder dem „Sculpture Garden“, einer Skulpturensammlung von internationalen Künstlern in Mitzpe Ramon.

Die Wege befinden sich abseits der Straßen und sind nur für Radfahrer und Wanderer freigegeben. Motorräder oder andere Kraftfahrzeuge sind verboten. So kannst du die Strecke ganz in Ruhe genießen. 

Der ganze Israel Bike Trail wird nach der Fertigstellung 27 Einzeletappen haben. Entlang der Route wird es, wie bei dem bereits in Betrieb genommenen Abschnitt, eine ausführliche Beschilderung geben. Jedes Segment startet an einer Tafel, die die Streckenführung auf Englisch und Hebräisch erklärt.

Es gibt genaue Informationen zur Beschaffenheit der einzelnen Etappen und Empfehlungen für unterschiedliche Schwierigkeitsgerade. Die Etappen sind in Abschnitte von einzelnen Tagen mit einer Radtour von sechs bis acht Stunden je Tag unterteilt. Am Ende wartet stets ein Ort mit Unterkünften und Verpflegung. 

Bei der Vorplanung von zu Hause aus hilft dir die Website des „Israel Bike Trail“. 

Probefahrt zwischen Tel Aviv und Jerusalem

Wenn du dir unsicher bist, ob du dem Israel Bike Trail gewachsen bist, kannst du dich auf dem Radweg zwischen Tel Aviv und Jerusalem ausprobieren. Zwischen den beiden Städten führt ein 120 Kilometer langer Fahrradweg entlang. 

Die Strecke beginnt in der Küstenstadt Tel Aviv. Auf dem Weg durchquerst du Wälder, in denen teilweise noch verwitterte Panzer der jordanischen Armee zu finden sind. Dein Ziel, Jerusalem, liegt 700 Meter über dem Meeresspiegel. Zwischendurch musst du also ganz schön in die Pedale treten. Dafür warten aber auch mehrere Aussichtspunkt mit atemberaubendem Weitblick auf dich. 

Israel Bike Trail
Auch wenn die Strecke mit ihrer Steigung und den steinigen Wegen manchmal anstrengend ist, du wirst meist mit traumhaften Ausblicken wie diesem belohnt. Foto: Alon Ron, Israeli Ministry of Tourism

Da der Weg neben der Steigung auch oftmals sehr steinig ist, solltest du zwei Tage für die Strecke einplanen. Übernachten kannst du zum Beispiel in dem Dorf Neve Shalom/Wahat al-Salam („Oase des Friedens“), welches sich auf halber Strecke befindet. Den Namen erhielt der Ort, weil hier 60 arabische und jüdische Familien in Frieden miteinander leben. 

Israel auf dem Rad zu erleben ist meist noch viel intensiver, als wenn du den Bus oder das Auto nimmst. Worauf wartest du also noch? Auf den Sattel, fertig, los!

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