Schnee: A380 landet auf Mini-Flughafen | reisereporter.de

Schneechaos: Riesen-Airbus muss auf Mini-Airport landen

Seltener Anblick für das Flughafenpersonal: Das anhaltende Schneechaos an der US-Ostküste hat am Donnerstag dafür gesorgt, dass ein riesiger A380 auf dem Weg zum JFK-Airport in New York zu dem winzigen Flughafen Stewart umgeleitet werden musste.

A380 bei Schnee auf dem Rollfeld.
Der große Vogel ist gelandet. Trotz Schnee steht der A380 sicher auf dem Rollfeld. (Symbolbild)

Foto: imago/UPI Photo

Kälter als der Mars – das ist die Aussicht für den Nordosten der USA in den kommenden Tagen. Seit kurz nach Weihnachten beschert ein Sturm nach dem anderen den Einwohnern der amerikanischen Ostküste eine Rekordkältewelle.

Schneesturm: Umleitungen und Flugausfälle

Aufgrund starker Winde und rund zwölf Zentimetern Schnee auf der Landebahn musste gestern der Flug SQ-26 von Singapore Airlines von Frankfurt nach New York JFK umgeleitet werden. Als Ausweichort wurde der Provinzflughafen Stewart, knapp 110 Kilometer nördlich von New York, ausgewählt.

Stewart hatte im Jahr 2016 etwa 275.000 Gäste, der JFK-Airport dagegen rund 58,9 Millionen – kein Wunder also, dass das Personal des kleinen Flughafens staunte, als das größte Passagierflugzeug der Welt im Anflug war. Der Ausstieg gestaltete sich für die Passagiere ziemlich unangenehm.

Diese mussten nämlich über die Treppe in die eisige Kälte stapfen, wie CNBC berichtete. Denn die Gates des Mini-Airports sind nicht groß genug, um am A380 anzudocken.

Insgesamt mussten am Donnerstag rund 4.000 Flüge an der Ostküste gestrichen werden, wie „USA Today“ berichtete. Laut CNN gilt mittlerweile für sämtliche Staaten der US-Ostküste, von South Carolina bis Maine, eine Wintersturmwarnung.

Rekordkälte

Bei Temperaturen von bis zu minus 40 Grad froren im Norden der USA Wasserfälle ein, so zum Beispiel der Minnehaha-Wasserfall in Minnesota. Zudem sorgte die Kälte für den ersten ernst zu nehmenden Schneefall in Florida seit 1989!

Vor der Küste von Massachusetts strandeten mehrere Haie, weil sie einen Kälteschock erlitten hatten. Schulen in New York, Boston und Buffalo mussten schließen. Mehr als 48.000 Menschen stehen ohne Strom da.

Der Wintersturm sorgt für schwierige Reisebedingungen

Wegen des aktuellen Sturms sei für die kommenden Tage mit schwierigen Reisebedingungen zu rechnen, schreibt die „Washington Post“. Das Auswärtige Amt rät Reisenden seit letzter Woche dazu, die Berichterstattung in den lokalen Medien zu verfolgen und den Anweisungen lokaler Behörden Folge zu leisten.

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