Urlaub in Hvidbjerg, Blåvand, Dänemark, auf einem der schönsten Campingplätze Europas. Bis zu 3.500 Menschen können hier in der Hauptsaison wohnen, doch ein Gefühl von Enge stellt sich nicht ein. Direkt hinter dem Deich gelegen, das Meer keine 200 Meter entfernt, erstreckt sich der Campingplatz über ein riesiges Areal. Die einzelnen Buchten für die Camper sind mit Hecken oder Sträuchern abgetrennt, die Gemeinschaftshäuser, Aufenthaltsräume, Bade- und Sanitärhäuser alle wunderschön mit reetgedeckten Dächern ausgestattet, für Urlauber ohne Zelt oder Wohnwagen gibt es verschiedene feste Häuser.


Wir wohnen in einem kleinen Dorf am Rande des Platzes, in einem der 36 Pfahlhäuser. Diese Fischerhütten sind über einem großen See errichtet und durch lange Holzbrücken mit dem Land verbunden. Die reetgedeckten Häuser mit schwarzer Holzverschalung und weißen Fensterrahmen sind im landestypischen, ursprünglichen Baustil errichtet. Um jedes Haus zieht sich eine große, hoch eingezäunte Terrasse, sodass dort nicht nur auf zwei verschiedenen Sitzecken das schöne Wetter genossen werden kann, sondern auch die Kinder rund ums Haus gut spielen können. Abends kannst du vor dem Haus entspannen und der Sonne zusehen, wie sie langsam hinter dem Campingplatz untergeht, oder die Forellen im Teich beobachten. Das Angeln ist hier übrigens erlaubt.

Ausflugsziel: Der Leuchtturm von Blåvand 

Steen Slaikjær, der zusammen mit seiner Schwester Lene den Platz in zweiter Generation leitet, setzt regelmäßig Lachsforellen in den Teich: „Ich mache das hauptsächlich für die Kinder hier. Einen Fisch zu angeln ist für sie doch ein tolles Erlebnis.“ Steen wollte er mal Tennisprofi werden. „Doch dazu hat das Talent nicht gereicht“, erzählt Slaikjær. Er hat das verschmerzt und seine Passion hier in Hvidbjerg gefunden: Seine Eltern haben den Campingplatz aufgebaut, seit 1976 über die Jahre ganz allmählich wachsen lassen. Vor neun Jahren haben Steen und seine Schwester die Organisation übernommen. „In der Saison arbeite ich häufig von 8 bis 23 Uhr“, sagt der Campingplatzchef.

Saison, das ist von Mitte März bis Ende Oktober. Die Geschwister haben hohe Ansprüche, mit fünf Sternen ist ihr Campingplatz ausgestattet, damit hat er die höchste Stufe der Klassifizierung erreicht.
 
Zum Campingplatz gehört ein subtropisches Badeland mit drei Schwimmhallen, zwei Whirlpools, Sauna, vier Wasserrutschen. Eine heißt „das schwarze Loch“. Sie ist mit Licht und Klangeffekten ausgestattet und der Weg endet in einer unterirdischen Grotte. Campingplatzgäste dürfen täglich bis zu drei Stunden gratis ins Badeland.
Für Kinder haben die Slaikjærs „Play City“ gebaut, mitten im Wildwestdorf. „Die Idee kam mir in einem Urlaub in Colorado: Wir hatten bereits einen Pferdestall mit Ausreitmöglichkeiten für unsere Gäste. Da haben wir in unserem Urlaub die kleinen Westernstädte gesehen, und ich wusste sofort: Das will ich hier auch!“, sagt Steen.
 
So entstand an der dänischen Küste auf einem Campingplatz ein Westerndorf mit Grillplatz, Pferden, Saloon, Wohnhäusern und eben „Play City“. Diese Spiellandschaft für Kinder ist etwa 800 Quadratmeter groß und ausgestattet mit Trampolinen, Hüpfburgen, Kletterparcours für alle Altersklassen, Mini-Fußballfeldern und vielem mehr. Die Kinder vom Campingplatz haben freien Eintritt. Außerdem gibt es im Westerndorf einen riesigen Spielplatz, dessen absolute Attraktion die Gokart-Bahn ist. Dazu kommt ein ganz besonderer Minigolfplatz, bei dem wie die großen Golfer auf „echten“ Greens, also auf Rasen, gespielt wird.
 
Da kann es schon mal passieren, dass die Kinder ganz vergessen, dass das Meer mit riesigem Sandstrand ganz in der Nähe ist. Dabei ist die Bucht besonders schön. Der Strand geht flach ins Meer hinein, ideal auch für kleine Kinder. Hvidbjerg ist aber auch ein Paradies für Windsurfer.
 
Eine persönliche Passion von Steen ist das Mountainbiken. Zusammen mit seinem ältesten Sohn bietet er Touren für seine Gäste durch die Kiefernwälder der „Bordrup Dünenplantage“ an. „Viele deutsche Gäste wundern sich, weil es im flachen Dänemark ja keine Berge gibt“, sagt er und lacht. „Dabei macht das Mountainbiken hier richtig Spaß.“ Wie alles hier. Fünf Sterne eben.