Billigflieger Vueling kauft insolvente Niki | reisereporter.de

Für 36,5 Mio. Euro! Billigflieger Vueling kauft insolvente Niki

Überraschend: Die Zukunft der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki ist gesichert! Die International Airlines Group (IAG), der drittgrößte europäische Luftfahrtkonzern, übernimmt große Teile der Fluggesellschaft und lässt sie in ihrer Billigfliegermarke Vueling aufgehen.

Überraschend: Die Zukunft der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki ist gesichert.
Überraschend: Die Zukunft der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki ist gesichert.

Foto: imago/Rüdiger Wölk

Nur wenige Tage bevor die Betriebserlaubnis von Niki am 3. Januar 2018 ausläuft (und damit auch die begehrten Start- und Landerechte) die große Überraschung: Größte Teile der insolventen Fluggesellschaft gehen an die Mutterfirma der British Airways. Das berichteten am Freitag die beiden internationalen Nachrichtenagenturen Reuters und AFP.

Demnach zahlt die IAG, zu der auch die Billigfliegermarke Vueling gehört, 36,5 Millionen Euro. 20 Millionen Euro gehen an die Gläubiger der österreichischen Airline, 16,5 Millionen Euro an die insolvente Fluggesellschaft selbst.

Der neue Eigentümer ist die österreichische Tochtergesellschaft der spanischen Vueling.

Die Billigflug-Airline bekommt die Rechte an der Marke Niki, deren Start- und Landerechte an den Flughäfen Düsseldorf, München, Wien, Zürich und Palma de Mallorca sowie bis zu 15 Flugzeuge. Bis Ende Februar soll der Verkauf abgeschlossen sein.

„Die Übernahme durch Vueling ist für beide Seiten eine sehr gute Lösung“, urteilt Prof. Dr. Lucas F. Flöther, der vorläufige Insolvenzverwalter der Niki, der die Übernahme inzwischen offiziell kommuniziert. Demnach sollen 740 der insgesamt etwa 1000 Niki-Mitarbeiter vom Käufer übernommen werden.

Die Übernahme durch Vueling ist für beide Seiten eine sehr gute Lösung.

Jetzt muss die EU-Kommission der Übernahme nur noch zustimmen. Dann wären auch die Tickets gesichert und Passagiere könnten ihren Beförderungsanspruch wieder geltend machen.

Ursprünglich hatte die Lufthansa beabsichtigt, die Air-Berlin-Tochter zu übernehmen, dann aber überraschend das Angebot zurückgezogen. Niki musste daraufhin Insolvenz anmelden und den Flugbetrieb einstellen.

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