Schweden: Dalarnas Sehenswürdigkeiten | reisereporter.de

Typisch schwedisch: 9 Gründe für Urlaub in Dalarna

Ungefähr so groß wie Belgien, aber weniger Einwohner als Münster oder Mannheim – das ist Dalarna. Warum du trotzdem in die schwedische Bilderbuchregion reisen solltest und was du dort erleben kannst? Wir verraten es dir!

Ein rotes Holzhaus in verschneiter Landschaft in Dalarna in Schweden.
Seit Astrid Lindgrens Büchern lieben wir Deutschen Schweden für seine roten Holzhäuser. In Dalarna gehören sie zum Landschaftsbild.

Foto: pixabay.com/sharonang

Von Stockholm aus gesehen liegt Dalarna im Nordwesten – und damit für den südlichen Teil des Landes sowie den Rest Europas, schon im hohen Norden. Die Städte? Recht klein und in Deutschland weitgehend unbekannt. Die Landschaft? Dafür umso schöner! Hier kommen: neun Gründe für Urlaub in der Provinz Dalarna.


 

1. Mittsommer in Leksand

Mittsommer in Schweden zu feiern ist immer etwas Besonderes: Die Tage sind lang, gefühlt hat das ganze Land Sommerferien, die Kinder trinken Holunderblütensaft, die Erwachsenen Aquavit und alle sind gut drauf.

In Dalarna feiert jedes kleine Dorf mit einem eigenen Maibaum, einige der Einwohner tragen sogar traditionelle Trachten. Im Ort Leksand versammeln sich jedes Jahr Tausende Besucher, um dabei zu sein, wenn der größte Maibaum des Landes errichtet wird. Selbst bei Regen – auch der ist an Mittsommer Tradition.

2. Falun und die Kupfermine

Wenn du nach Falun reinfährst (zum Beispiel wenn du vorher in Leksand warst), ist einer der ersten Anblicke eine tiefe Grube, neben der ein großer Ziegenbock aus Holz steht. Das ist das Begrüßungskomitee Faluns. Oder anders ausgedrückt: Die Kupfermine Falu Gruva. Die Mine gehört seit 2001 zum Unesco-Welterbe und wurde der Legende nach von einem Ziegenbock entdeckt.

Eine Führung durch die Mine lohnt sich, allein schon um in den stillgelegten Schächten Hunderte Meter unter der Erde die totale Dunkelheit zu erleben. Oder um den alten Sagen und Geschichten der Führer zu lauschen. Zum Beispiel, wie im Jahr 1687 Teile der Mine eingestürzt sind, aber niemand verletzt wurde, weil das Unglück an Mittsommer geschah, wo zum Glück alle Minenarbeiter mit ihren Freunden und Familien feierten.

3. Rote Holzhäuser

Der Mine verdanken die Schweden übrigens das charakteristische Rot ihrer Holzhäuser. Die Farbe war nämlich ursprünglich ein Nebenprodukt der Kupfergewinnung. Der Farbton heißt Faluröd, Falunrot. Und rote Holzhäuser – damit ist die Landschaft in Dalarna gesprenkelt wie ein Straciatella-Eis mit Schokostückchen.

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4. Künstlerhäuser

Zwei besonders schöne Exemplare sind die Häuser der Künstler Anders Zorn in Mora und Carl Larsson in Sundborn bei Falun, die dich auf eine Zeitreise in das Schweden der berühmten Maler schicken. Fast scheint es möglich, dass Michel (der im schwedischen Original übrigens Emil heißt), Madita oder die Kinder aus Bullerbü aus einem der Zimmer gejagt kommen.

5. Wasalauf, das längste Skilanglauf-Rennen

Der Wasalauf (auf Schwedisch Vasaloppet) ist nicht nur das längste, sondern auch das älteste und größte Skilanglauf-Rennen der Welt. Die Teilnehmer fahren auf Skiern 90 Kilometer von Sälen nach Mora.

Wer’s kürzer mag – und eine Frau ist –, kann stattdessen an dem „nur“ 30 Kilometer langen Tjejvasan teilnehmen, der rund eine Woche vorher stattfindet.

1922 wurde der Lauf zum ersten Mal veranstaltet; mittlerweile treten knapp 16.000 Teilnehmer gegeneinander an. Die Termine für 2018: 24. Februar (Tjejvasan) und 4. März (Vasaloppet).

Auch schön: sich erst mal im Langlauf auszuprobieren, zum Beispiel auf dem zugefrorenen Siljan-See. Oder beim „Blaubeerslauf“, der Anfängerveranstaltung über die letzten neun Kilometer des Vasalaufs (3. März 2018).

6. Schlittschuh laufen auf dem See Runn

In Dalarna ist Winter noch wirklich Winter: Monatelang ist die Landschaft von Schnee bedeckt, Seen (und oft auch Straßen) frieren zu. Ein Paradies für Schlittschuhläufer ist beispielsweise der See Runn zwischen Falun und Borlänge. Die (natürliche) Eislaufstrecke auf dem zweitgrößten See Dalarnas wird regelmäßig zur schönsten Schwedens gewählt. Dieses Video beschreibt ziemlich gut, warum:

7. Fulufjället-Nationalpark

Im Norden Dalarnas liegt der Nationalpark Fulufjället. Und im Fulufjället liegt Njupeskär, der größte Wasserfall in Schweden. Im Winter gefriert er zu einem eisblauen Kunstwerk der Natur. 

Im Fjulufjället lässt es sich – nicht nur im Winter – herrlich wandern und in einfachen Holzhütten (kostenlos) übernachten. Ich habe übrigens meinen ersten Elch in freier Wildbahn in genau diesem Nationalpark gesehen. Vielleicht findest ja auch du hier dein Glück bei der Elchsafari.

8. Heimat der Dalarna-Pferde

Wenn du schon einmal Urlaub in Schweden gemacht hast, dann weißt du: Kleine, rot bemalte Holzpferde sind die Standardausstattung jedes Touri-Shops. Ursprünglich war das Dalarna-Pferd (auf Schwedisch Dalahäst) ein einfaches Spielzeug für Kinder – und das seit rund vierhundert Jahren. Mittlerweile ist es zum Symbol Schwedens geworden.

Gefertigt wird es in Dalarna, wo die Brüder Jannes und Nils Olsson mit gerade einmal 13 und 15 Jahren 1928 die erste kleine Dalarna-Pferd-Fabrik begründeten. Noch heute entstehen die Pferde in Handarbeit – nur die Sägen sind maschinell.

9. Knäckebrot

Leksands Knäckebröd ist eine der beliebtesten Marken in Schweden. In jedem schwedischen Supermarkt kannst du die runde Variante (in etwa so groß wie ein kleines Fahrradrad) oder kleinere „Tortenstücke“ kaufen.

Die Fabrik in Leksand verarbeitet nur lokal geernteten Roggen. Wenn du sie besuchst, kannst du in dem Fabriksverkauf neben dem Knäckebrot auch Knäckebrotdosen, lokale Delikatessen, Souvenirs und Dekoration shoppen.

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