Karibik: Welche Insel passt zu mir? | reisereporter.de

Der große Karibik-Check: Welche Insel passt zu mir?

Wer einen Traumurlaub in der Karibik macht, steht zunächst vor der Qual der Wahl: Welches der grünen Palmenparadiese im Karibischen Meer soll es denn sein? Der reisereporter-Guide zu den wichtigsten Inseln liefert Entscheidungshilfe.

Sand, Palmen, Meer – Karibik!
In der Karibik ist eine Insel schöner als die andere. Sich da für eine zu entscheiden ist schwieriger als gedacht. (Symbolbild)

Foto: unsplash.com/Lisa H

Antigua, Barbados oder Martinique… schon die Namen wecken Sehnsucht nach Sonne, smaragdgrünem Meer und strahlend weißen Stränden. Genauso entspannend wie die Postkartenkulissen ist die karibisch-lässige Leichtigkeit des Seins und die großartige kreolische Küche. Was braucht man mehr für perfekte Ferien?

Wir checken für dich:

Die Dominikanische Republik

Jamaika

Kuba

Antigua

Barbados

Guadeloupe

Martinique

St. Barth

St. Lucia

Bahamas

Dominikanische Republik: Für Preisbewusste

Die Insel steht bei deutschen Karibik-Fans schon lange hoch im Kurs. Es gibt viele Pauschalangebote, die sich auf die Strände und Hotels in den Regionen Punta Cana und Puerto Plata konzentrieren. Einer der beliebtesten Strände für Surfer liegt in Cabarete, wo zahlreiche Wassersportmöglichkeiten angeboten werden.

Taucher schätzen die Reviere im Norden der Halbinsel Samana, Golfer finden insgesamt 23 Plätze. In der „Dom-Rep“ können aber auch Ruhesuchende perfekt die Seele baumeln lassen – am besten in einer Hängematte zwischen zwei Palmen, einen Drink in der Hand und das kristallklare Wasser im Blick.

Wer exotischen All-inclusive-Urlaub in hochwertigen Hotels und für karibische Verhältnisse gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, wird hier fündig.



Jamaika: Für Gute-Laune-Fans

Viel mehr als nur Reggae und Rastafari: Jamaika bietet atemberaubende Landschaften, lebensfrohe gut gelaunte Menschen, eine einzigartige Kultur, zahlreiche Outdoor-Aktivitäten und jede Menge großartige Strände. Aber der Reihe nach.

Natürlich hört man auf der Insel ständig Reggae, oft aus Lautsprecherboxen an der Straßenecke, riecht den Duft von Marihuana und sieht Menschen tanzen. Bob Marley ist allgegenwärtig – ein Besuch im gleichnamigen Museum in seinem ehemaligen Wohnhaus gehört daher zum Pflichtprogramm.

Während bekanntere Strände wie Long Bay oder Bloody Bay oft mit Hotelgästen überfüllt sind, gibt es genug einsame Buchten und Public Beaches, zum Beispiel in Portland, wo sich die Einheimischen treffen und leckere jamaikanische Snacks verkaufen.

Legendär ist der lange weiße Sandstrand im Westen der Insel: der Seven Mile Beach bei Negril. Die Blue Mountains sind die Heimat des weltberühmten Kaffees und gleichzeitig ein spektakuläres Ausflugsziel mit Unterkünften in allen Preiskategorien. Ein magischer Ort ist auch die Blue Lagoon, eine türkis leuchtende Lagune bei Port Antonio, die 60 Meter tief ist und aus einer Süßwasserquelle gespeist wird. Der größte der rund 120 Flüsse der Insel ist der Black River – beim Baden ist allerdings Vorsicht geboten: Hier gibt es Krokodile.



Kuba: Für Entdecker

Aufgrund des jahrzehntelangen US-Handelsembargos scheint hier die Zeit in vielen Bereichen noch immer stehen geblieben zu sein. Doch nicht nur Nostalgiker kommen hier auf ihre Kosten. Kuba ist ein lohnendes Allround-Reiseziel mit tollen Stränden, abwechslungsreicher Landschaft und interessanter Kultur.

Aufgrund der Größe der Insel sind Kombinationen aus Badeurlaub und Rundreisen beliebt. Bekanntester Badestrand ist der weitläufige Varadero Beach, der flach ins Wasser abfällt.

Was den Standard der Hotelanlagen angeht, hat Kuba in den letzten Jahren zunehmend aufgeholt – ohne allerdings an das Niveau anderer karibischer Luxusanlagen heranzukommen. Dafür bietet Kuba wesentlich mehr für Entdecker als die kleineren Karibikinseln.

Am besten reist man hier per Bus oder Mietwagen – zum Beispiel von der heimlichen Musikhauptstadt Santiago de Cuba im Osten in die Heimat der berühmten Zigarren im Westen der Insel. Pflichtprogramm ist natürlich Havanna – das Herz Kubas. Abseits der für die Touristen herausgeputzten Plätze hat die Stadt einen rauen, melancholischen Charme wie kaum ein anderer Ort in der Karibik.

Tipp: Lasst euch in einem US-Oldtimer durch Havanna fahren, es gibt sogar mehrstündige Touren, Essen mit dem Fahrer inklusive.



Antigua: Für Strandfans

Angeblich gibt es hier genau 365 Strände mit strahlend weißem Sand. Nachgezählt haben wir nicht – aber fest steht: Antigua gilt als eine der schönsten Karibikinseln. Der bekannteste Strand ist die berühmte Half Moon Bay, doch eine Vielzahl an Badebuchten wie aus dem Bilderbuch machen Antigua zum Beach-Paradies der Superlative.

Wer nicht nur am Strand relaxen, schwimmen oder schnorcheln möchte, sollte sich Zeit für die Hauptstadt Saint John’s nehmen. Hier gibt es nicht nur zahlreiche bunte Märkte und die historische Kathedrale zu entdecken – in den gut ausgestatteten Shoppingmalls am Hafen können Touristen hervorragend zollfrei einkaufen.



Barbados: Für Romantiker

Ein Inseltraum in Zahlen: Rund 100 Kilometer feinsandige Strände umgeben die Koralleninsel, im Jahr scheint hier 3.000 Stunden lang die Sonne, und bei einer Durchschnittstemperatur von 26 Grad weht ein angenehmer Wind. Für Herz-Schmerz-Gefühle sorgt ein Sonnenuntergang an der Carlisle Bay – das Feuerwerk der Farben ist fast zu schön, um wahr zu sein.

Im „England der Karibik“ ist der Einfluss von 300 Jahren britischer Kolonialherrschaft noch immer allgegenwärtig – vor allem in Bridgetown, der malerisch-romantischen Hauptstadt, die seit 2011 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.

Berühmt ist Barbados auch für seinen Rum, der zu den besten der Welt zählt – eine Flasche gut gereifter Zuckerrohrschnaps sollte auf jeden Fall zu den Souvenirs gehören.



Grenada: Für Naturliebhaber

Die üppig bewachsene Gewürzinsel begeistert mit Vulkanseen, Wasserfällen und dichtem tropischem Regenwald. Wanderer können mehrere weitgehend unberührte Nationalparks erkunden, der schönste und größte ist der Grand Etang. Spektakulär ist der Mount-Carmel-Wasserfall mit zwei Kaskaden über 21 Meter.

Der bekannteste Strand Grenadas ist der drei Kilometer lange Grand Anse bei Saint George’s, der touristisch ausgebaut ist und zahlreiche Wassersportmöglichkeiten bietet. Die Hauptstadt Saint George’s mit ihren rund 33.000 Bewohnern ist von britischer und französischer Architektur aus der Kolonialzeit geprägt und liegt in einer von grünen Hängen gesäumten Hafenbucht.



Guadeloupe: Für Wanderfreunde

Hier wird mit Euro gezahlt, und für die Einreise reicht der Personalausweis – schließlich gehört die Insel, die wie ein riesiger Schmetterling geformt ist, auch heute noch zu Frankreich. Natürlich hat die Insel alle tropischen Traumzutaten: erstklassige Hotels, weiße Superstrände, jede Menge Palmen und konstante Temperaturen um die 30 Grad.

Doch wer nicht nur am Strand liegen möchte, findet hier ein perfektes Alternativprogramm: im 17.000 Hektar großen Parc National de Guadeloupe mit üppig wucherndem Regenwald, tosenden Wasserfällen und einem spektakulären Inselblick vom 1.467 Meter hohen Gipfel des immer noch aktiven Vulkans La Soufrière. Im Süden der Hauptinsel locken einsame Buchten mit schwarzem Lavasand.



Martinique: Für Genießer

Das Juwel der Karibik ist ein Ort der Superlative. Vielen gilt Martinique als schönste Insel der Region, hierher stammte die Ehefrau von Napoleon Bonaparte, hier lebte und arbeitete der große Maler Paul Gauguin. Und der „Grande Anse des Salines“ im Süden der Insel wird zu den schönsten Stränden der Welt gezählt.

Obwohl kaum größer als Rügen, ist Martinique landschaftlich vielfältig, es gibt tropischen Regenwald und Wasserfälle genauso wie Agaven und Kakteen. Die einstige „Perle Frankreichs“ gehört auch heute noch zum Mutterland, hier zahlt man mit Euro und isst genauso selbstverständlich Croissants zum Frühstück, wie es abends guten Rotwein gibt. Die Inselküche ist kreolisch geprägt, vor allem Gerichte mit frischem Fisch und Meeresfrüchten sind ein Hochgenuss.

Wir verraten dir sogar unsere Lieblingsstrände auf Martinique.



St. Barth: Für Glamour-Fans

Wer schon immer davon geträumt hat, einmal sein Handtuch neben Richard Gere auszubreiten, neben Leonardo DiCaprio an der Bar ein Bier zu trinken oder Heidi Klum beim Sonnenbaden zuzusehen, ist hier richtig. Auf keiner anderen Karibikinsel urlauben so viele Stars wie auf St. Barth, was eigentlich die Kurzform von Saint-Barthélmy ist.

Seit die Rockefellers in den 50er-Jahren die paradiesische, nur 21 Quadratkilometer kleine Insel als Feriendomizil entdeckten, steigen hier die Reichen und Berühmten ab – am liebsten in der eigenen Villa oder im legendären Luxushotel Eden Rock, wo es Badezimmer in Weißgold gibt.

Die Buchten sind mit Palmen gesäumt, die schneeweißen Strände fallen seicht ins türkisfarbene Wasser ab, sodass hier auch Kinder perfekt baden können. Gustavia, die lebhafte Hauptstadt des französischen Überseegebietes, beeindruckt mit einem Naturhafen, in dem während der Saison zahlreiche Superjachten festmachen.



St. Lucia: Für Verliebte

Das gibt es sonst wohl nur auf Lummerland – eine Insel mit zwei Bergen. Auf St. Lucia fährt zwar anders als bei Jim Knopf keine Eisenbahn, aber das Wahrzeichen des Eilands sind zwei bizarr in den Himmel ragende inaktive Vulkane, die wie zwei Zuckerhüte aussehen: der Petit Piton und der Grand Piton, 750 und 798 Meter über dem Meeresspiegel der Karibik.

Die einstige Pirateninsel wirkt mit ihren traumhaften Stränden, üppigen Blumen und der romantischen grünen Landschaft wie ein Garten Eden. Und so ist es wenig erstaunlich, dass St. Lucia eines der beliebtesten Karibikziele für die Flitterwochen ist.



Bahamas: Für Müßiggänger

Kaum ein Ziel in der Karibik hat einen klangvolleren Namen: Die tropische Inselwelt der Bahamas steht für Traumurlaub, Piratennostalgie und unvergessliche Ferienerlebnisse. Die Hauptstadt Nassau war früher eine berüchtigte Freibeuterhochburg, heute erinnert ein interaktives Museum in der George Street an die wilden Zeiten von Blackbeard und Anne Bonney.

Eine ganz gegenwärtige Attraktion auf den Bahamas sind die schwimmenden Schweine auf der Insel Big Mayor Cay. Zahlreiche Ausflugsboote bringen Touristen hierher, die mit den zutraulichen Borstenviechern schwimmen oder Selfies knipsen. Viele der großen Hotels auf den Bahamas sind amerikanisch geprägt – das heißt: Hier gibt es Entertainment wie in Disneyland. Die meisten der rund 10.000 Deutschen, die die Inseln jedes Jahr besuchen, sind eher auf der Suche nach Ruhe und Entspannung.

Und die gibt es hier im Überfluss: Der Himmel ist fast immer blau, das 25 Grad warme Meer türkis, die Strände schimmern weiß oder sogar pink. Und unter Wasser lockt das Andros Barrier Reef: Das drittgrößte Riff der Welt ist eine Wunderwelt für Taucher und Schnorchler, hier kann man kilometerweit knapp unter der Oberfläche schwimmen und staunen.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite