Deutsche fühlen sich nur in 5 Ländern sicher | reisereporter.de

Deutsche fühlen sich nur an 5 Reisezielen sicher

Kriminalität, Terror, Unruhen: Die Mehrheit der Deutschen fühlt sich nur noch in wenigen Urlaubsländern und -regionen sicher. Sogar beliebte Ziele wie Spanien schneiden nicht gut ab. 

Am Touristen-Hotspot Ballermann auf Mallorca stehen Schutzpoller sind Terroristische Anschläge aufgestellt.
Am Touristen-Hotspot Ballermann auf Mallorca sind Schutzpoller gegen terroristische Anschläge aufgestellt.

Foto: imago/MiS

Auch im Urlaub gilt für die Deutschen: Safety first. Für 78 Prozent ist es entscheidend, dass ihr Reiseziel sicher ist. „Für Urlauber ist Sicherheit eine Grundvoraussetzung des Reisens“, so der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Professor Dr. Ulrich Reinhardt. „Gerade in unsicheren Zeiten wollen Reisende – wenn auch nur gefühlt – die Gewissheit haben, sich jederzeit sicher vor Ort bewegen zu können. Die alte Glücksformel Sommer, Sonne, Strand wird somit um einen vierten Aspekt erweitert: Sicherheit.“

Allerdings halten die meisten Deutschen nur noch fünf Urlaubsländer beziehungsweise -regionen für sicher, wie eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK im Auftrag der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen ergeben hat. 

Nur knapp die Hälfte fühlt sich in Spanien sicher

Das eigene Land halten 77 Prozent der Befragten für sicher, danach folgen Österreich mit 71 Prozent, die Schweiz mit 69 Prozent, Skandinavien mit 53 Prozent und Italien mit 52 Prozent. 

Spanien ist zwar auch dieses Jahr wieder das beliebteste Auslandsreiseziel der Deutschen. Allerdings fühlt sich nur noch knapp die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) dort sicher. In Polen, der Karibik oder in den USA fühlt sich nur noch jeder Vierte gut behütet. 

Als am unsichersten betrachten die Deutschen die Ukraine – nur drei Prozent würden sich dort sicher fühlen. Und ehemals klassische Ziele wie die Türkei, Tunesien und Ägypten betrachten nur noch fünf Prozent der Deutschen als sicher. 

Ebenfalls auf den hinteren Rängen liegen Mexiko (zehn Prozent), Russland (elf Prozent), China (13 Prozent) sowie Südafrika und die Vereinigten Arabischen Emirate mit je 14 Prozent. 

Die Grafik zeigt, wie wohl und sicher sich die Deutschen in den Urlaubsländern fühlen.
Die Grafik zeigt, wie wohl und sicher sich die Deutschen in den Urlaubsländern fühlen. Foto: BAT-Stiftung für Zukunftsfragen

Für die repräsentative Umfrage wurde das Sicherheitsgefühl von 2.000 Deutschen in Bezug auf 30 Reiseländer abgefragt. Frankreich zum Beispiel ist nicht darunter. „Es musste eine Auswahl getroffen werden, die verschiedene Regionen abbildet. In Westeuropa liegt Frankreich in der Beliebtheitsskala hinter Italien, Spanien oder auch Österreich“, sagte Professor Reinhardt, Leiter der Studie, dem reisereporter.

Sicherheitsgefühl hat mit Bildung zu tun

Tatsächlich zeigt die Studie auch, dass mit dem Bildungsstand auch das Sicherheitsgefühl im Urlaub steigt. Die größten Unterschiede zeigen sich in Bezug auf das Vereinigte Königreich und die USA: Dort fühlen sich formal geringer Gebildete um 61 Prozent weniger sicher als höher Gebildete. Aber auch in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Kroatien, Kanada und Australien sind die Unterschiede deutlich.

„Wer über eine formal niedrige Bildung verfügt, zeigt sich in vielen Bereichen des Lebens überdurchschnittlich ängstlich“, erläutert Reinhardt. „Erklärt werden kann dies mit einer oftmals einseitigen Informationsaufnahme und einer hohen Empfänglichkeit für Schreckensbotschaften.“

  

  

Zur Methode: Das GfK hat für die Stiftung für Zukunftsfragen zwischen dem 17. November und dem 8. Dezember 2.000 Deutsche ab 14 Jahren befragt. Die Frage lautete: In welchen der folgenden Ländern oder Regionen fühlen Sie sich wohl und sicher? Deutschland, Österreich, Schweiz, Skandinavien, Italien, Spanien, Kanada, Australien, Benelux, Griechenland, Kroatien, Vereinigtes Königreich, Indischer Ozean, Karibik, Ungarn, Polen, USA, Bulgarien, Thailand, Südafrika, Vereinigte Arabische Emirate, China, Russland, Südamerika, Mexiko, Indien, Tunesien, Türkei, Ägypten, Ukraine.

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