Deutschlands schönste Fachwerkstädte | reisereporter.de

Das sind die schönsten Fachwerkstädte Deutschlands

Lust auf eine kleine Zeitreise ins Mittelalter? Die deutsche Geschichte und bedeutende Überbleibsel findest du in Deutschlands Fachwerkstädten. Für deinen nächsten Roadtrip sollten diese Orten definitiv auf deine Liste.

Der Tübinger Marktplatz mit Marktbrunnen.
In ganz Deutschland verteilen sich sehenswerte Fachwerkstädte. Eine davon ist Tübingen in Baden Württemberg.

Foto: imago/imagebroker

In Fachwerkstädten herrscht eine ganz besondere romantische Atmosphäre. Zum Glück gibt es in Deutschland viele Orte, in denen die der historische Stadtkern und das Mittelalter-Flair erhalten geblieben sind. 

Du wirst erstaunt sein, in welchen knalligen Farben und außergewöhnlichen Bauweisen die rund eine Million Fachwerkhäuser mit dem typischen Skelettbau aus Holz in Deutschland designt wurden. Acht der schönsten Fachwerkstädte stellen wir dir hier genauer vor:

Bamberg

Gärtnerstadt, Inselstadt, Bergstadt – all das ist Bamberg! Seit 1993 gehört diese Stadt zum Unesco-Weltkulturerbe.

Auf einer künstlichen Insel steht das Alte Rathaus mitten auf dem Fluss Regnitz, welches dir eine tolle Aussicht auf die Altstadt gewährt. Hier wirst du sofort erkennen, warum die Stadt auch „klein Venedig“ genannt wird.

In der ehemaligen Fischersiedlung steht ein Fachwerkhaus neben dem anderen. Hinzu kommen Sehenswürdigkeiten wie das Kloster Michelsberg, die alte Hofhaltung oder die neue Residenz, die dem schon so historischen Bamberg einen zusätzlichen Charme verleihen.

Quedlinburg

Mehr als 2.000 Fachwerkhäuser findest du in Quedlinberg in Sachsen-Anhalt – die Stadt wurde als Unesco-Welterbe anerkannt. Die aus acht Jahrhunderten stammenden Bauten werden fünf verschiedenen Bauepochen zugeordnet und werden durch Forschungen und Sanierungsmaßnahmen instand gehalten.

Quedlinburg gilt als größte Fachwerkstadt Deutschlands, viele der Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz stehen. Für einen schönen Spaziergang laden die Markt- und Breitestraße ein. Auf dem Quedlinburger Schlossberg lohnt ein Besuch in der Stiftskirche Sankt Servatius.

Lemgo

Lemgo, eine 40.000-Einwohner-Stadt in Ostwestfalen-Lippe, hat eine Bilderbuchaltstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern. Moderne Cafés und Restaurants, aber auch Geschäfte und Ämter haben sich in den Bürgerhäusern niedergelassen. Unbedingt angucken musst du dir das Junkerhaus – viel dunkles Holz bestimmt die Optik des Fachwerkbaus und Museums.

Das bekannteste, aber auch wohl mysteriöseste Fachwerkhaus ist das sogenannte Hexenbürgermeisterhaus. Der im 17. Jahrhundert amtierende Bürgermeister hat den damaligen Hexenwahn für sein Machtstreben ausgenutzt. Sein ehemaliger Sitz, der heute als Museum für Besucher zugänglich ist, soll an die Stadtgeschichte Lemgos und die dortige Hexenjagd erinnern. 

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Tübingen

Die Neckarfront ist ein beliebtes Postkartenmotiv und Wahrzeichen der Universitätsstadt Tübingen. Auf dem zentralen Marktplatz in der besonders gut erhaltenen Altstadt findet jeden Freitag ein Wochenmarkt statt. Hier hast du beim Einkauf oder einem Glas Weißwein in Straßenrestaurants Ruhe, die Fachwerkhäuser zu bestaunen.

Denn im Gegensatz zum 150 Kilometer entfernten Heidelberg bleibt Tübingen von Menschenmassen bis heute verschont. 



Rothenburg ob der Tauber

Zurück ins Mittelalter geht es in Rothenburg ob der Tauber in Bayern. Dieser Ort ist wohl die bekannteste Fachwerkstadt Deutschlands. Viele Regionen bezeichnen sich auch gerade deshalb als Rothenburg, um auf ihren historischen Stadtkern aufmerksam zu machen: Glurns in Italien nennt sich witzigerweise Rothenburg Südtirol, Tecklenburg dagegen westfälisches Rothenburg.

In jedem deutschen Reiseführer findest du das Plönlein, ein kleiner Platz mit einem Brunnen und bunten Bürgerhäusern umgeben. 

Bernkastel-Kues

Enge, dicht bebaute Gassen führen zum Marktplatz der Stadt Bernkastel-Kues im Moseltal in Rheinland-Pfalz. Sogenannte Spitzhäuschen stechen hier besonders hervor – eine besondere Art von Fachwerkhäusern, die aufgrund des Platzmangels in die Höhe gebaut wurden. 

Direkt auf dem Marktplatz befinden sich der St. Michaelsbrunnen, das Renaissance-Rathaus und weitere mittelalterliche Denkmäler wie das Burgruine Landshut und das Graacher Tor.



Meißen

Vielleicht hast du schon einmal von Meißner Porzellan gehört? Im 18. Jahrhundert hatte die 28.000-Einwohner-Stadt in Sachsen als die erste europäische Porzellan-Manufaktur seine Blütezeit und ist seitdem für die Herstellung bekannt. Aber Meißen ist auch eine der eindrucksvollsten Fachwerkstädte Deutschlands.

Die an der Elbe liegende Stadt hat mit der Albrechtsburg oder dem Meißner Dom St. Johannis auf dem Burgberg kulturelle Überbleibsel aus den Epochen der Renaissance und des Barocks.



Bacharach

Auch Bacharach, eine im Mittelrheintal liegende Stadt, gehört wie viele andere Fachwerkstädte dem Unesco-Welterbe an. Nicht nur die Fachwerkhäuser, die in diese Stadt dominieren, sondern auch die Stadtmauern und Türme versprühen in Bacharach eine mittelalterliche Romantik entlang des Rheinufers.

Spaziere entlang der Rheinpromenade, wo du auch die Möglichkeit hast auf ein Boot umzusteigen, um die Stadt vom Wasser aus zu genießen. Von dort aus siehst du das Wahrzeichen der Stadt, die Wernerkapelle, besonders gut. 

Die kannst du aber auch zu Fuß auf dem Weg zur Burg Stahleck besuchen – tolle Aussicht auf das Rheintal inklusive.

Acht Städte reichen dir nicht? Dann mach doch einen Roadtrip entlang der deutschen Fachwerkstraße: Entlang dieser 3.500 Kilometer langen Route, von der Elbe in Norddeutschland bis zum Bodensee im Süden verläuft, befinden sich die meisten Städte mit historischen Stadtkernen und Fachwerkhäusern. Die Route ist in sieben Regionalstrecken unterteilt. Bisher sind rund 100 deutsche Städte Mitglied. 

Die Karte der deutschen Fachwerkstraße.
Die deutsche Fachwerkstraße: 1990 wurde die erste aus insgesamt sieben Regionalstrecken ins Leben gerufen. Foto: deutsche-fachwerkstrasse.de

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