UPDATE 13. Dezember 2017: Der Deal zwischen Lufthansa und Niki ist geplatzt, Niki stellt den Flugbetrieb ab sofort ein. Wir berichten hier aktuell.

Um den Mallorca-Flieger Niki steht es offenbar schlimmer als gedacht. Die Übernahme der österreichischen Billig-Airline und LGW durch die Lufthansa hängt derzeit fest.

Der Generalbevollmächtigte von Air Berlin, Frank Kebekus, sieht darin eine große Gefahr für die österreichische Air-Berlin-Tochter. „Den Konkursantrag für Niki habe ich schon vorbereitet, er liegt auf der Fensterbank“, sagte er dem „Handelsblatt“

Denn die einzige Alternative zu einem Lufthansa-Deal sei die Insolvenz von Niki. Gespräche mit anderen Bietern wie der International Airliners Group und Thomas Cook seien erfolglos verlaufen. Lufthansa hatte bereits große Teile der Pleite-Airline Air Berlin gekauft.

800.000 Tickets würden bei Niki-Insolvenz verfallen

Niki hänge derzeit „am Tropf der Lufthansa“. Sollte die größte deutsche Airline die Finanzierung des österreichischen Carriers einstellen, müssten die Flugzeuge noch am selben Tag am Boden bleiben. „Dann wären nicht nur weitere 1.000 Arbeitsplätze bedroht. Wir gehen auch davon aus, dass bis zu 60.000 Passagiere täglich betroffen wären und rund 800.000 Tickets wertlos würden“, so Kebekus.

Lufthansa will von der insolventen Air Berlin die beiden Töchter LGW und Niki für etwa 210 Millionen Euro übernehmen. Mit dem Geld soll auch der 150-Millionen-Euro-Kredit der Bundesregierung getilgt werden.

EU-Kommission prüft Deal von Lufthansa und Niki

Die EU-Kommission in Brüssel muss dem Deal aber noch zustimmen. Sie hatte in der vergangenen Woche entschieden, die Prüfungsphase des Deals um zwei Wochen bis kurz vor Weihnachten auszuweiten. Lufthansa hatte angeboten, auf wichtige Start- und Landerechte an großen Flughäfen zu verzichten.