Rettung für das Great Barrier Reef? | reisereporter.de

Kann eine Transplantation das Great Barrier Reef retten?

Wissenschaftler haben erfolgreich eine neue Methode getestet, die dabei helfen könnte, das Korallensterben aufzuhalten. Eine Transplantation könnte die Rettung für das Great Barrier Reef sein.

Korallen
Die neue Methode der Wissenschaftler könnte bedrohten Korallenriffen weltweit helfen (Symbolbild).

Foto: Pixabay/marcelocato

Das Great Barrier Reef ist krank. „Null Aussicht“ auf Rettung prophezeiten Wissenschaftler im April dieses Jahres – der reisereporter berichtete darüber

Jetzt sieht es so aus, als könnte es vielleicht doch noch Rettung geben. Wissenschaftlern der Southern Cross University ist es gelungen, Korallenlarven zu züchten und direkt auf dem Riff auszusetzen.

Das Team der Southern Cross University sammelte dazu Eier und Sperma von Korallen während eines besonderen Naturereignisses. Beim „Mass Coral Spawning“ stoßen die Korallen vor Heron Island im südlichen Teil des  Great Barrier Reef jeden November massenweise Eier und Sperma aus.

Das Spekakel ist beliebt bei Tauchern. Es sieht ein bisschen aus wie ein Unterwasser-Schneesturm, der nach oben treibt, schau selbst: 

Im südlichen Teil des Great Barrier Reefs sind die Korallen noch weitgehend gesund. Mehr als eine Million Korallenlarven züchteten die Wissenschaftler aus den Ei- und Spermazellen.

Sie transplantierten den Korallenlaich in der Hoffnung, dass sich die Larven auf dem Riff niederlassen würden. Und tatsächlich: Als sie im November 2017 zurückkehrten, hatten einige der jungen Korallen überlebt.

Bisher hatten Wissenschaftler vor allem versucht, Teile gesunder Korallen an andere Stellen zu verpflanzen oder erwachsene Korallen auszusetzen. Überwiegend erfolglos.

„Der Erfolg bei diesem ersten Versuch ist ermutigend“, sagt Dr. David Wachenfeld, der leitende Wissenschaftler des Great-Barrier-Reef-Marine-Parks. Die nächste Herausforderung sei es nun, eine Technologie zu entwickeln, die das Ganze in einem größeren Maßstab möglich macht. Dann könnte die neue Technik Korallenriffe weltweit retten. 

Die australische Regierung hat bereits Gelder für die Fortsetzung des Projekts zur Verfügung gestellt. Die Geschäftsführerin der Great-Barrier-Reef-Stiftung, Anna Marsden, warnt aber auch: Man dürfe nicht vergessen, dass es trotzdem immer noch notwendig sei, die Ursachen für das Korallensterben zu bekämpfen. Dazu gehören zum Beispiel die Klimaerwärmung oder die Wasserverschmutzung.

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